Chronik einer Sprunggelenkfraktur

Aktualisiert: Februar 13, 2014
Röntgenbild Sprunggelenksbruch

UPDATE im Januar 2016: Nachdem nahezu alle Leser dieses Artikels nicht Fallschirmspringer sind (dies aber ursprünglich ja eine Fallschirmsprungseite ist) habe ich den Artikel inhaltlich nochmal überarbeitet.

Dieser Erfahrungsbericht ist entstanden, nachdem ich einen Landeunfall in Folge eines Fallschirmsprungs hatte und kaum vollständige Berichte im Internet finden konnte, die tatsächlich den gesamten Heilungsprozess dokumentieren. Und da ich weder der erste noch der letzte Sportler bin, der sich einen sogenannten Weber B (Luxationsfraktur) zugezogen hat, habe ich hier meinen Krankheits- bzw. Heilungsverlauf so gut wie möglich geschildert.

Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen. Ich hoffe nicht, das Du gerade im Krankenhaus liegst und vor Langeweile oder Aufregung nach Sprunggelenkfraktur, Weber B, Weber C o.ä. gegoogelt hast. Wenn doch, dann lass doch einen Kommentar mit Deiner Geschichte unten zurück – geteiltes Leid ist halbes Leid! Und gute Besserung schonmal vorab 🙂

Wie habe ich mir das Sprunggelenk gebrochen?

Nach einem wirklich tollen Fallschirmsprung bin ich bei der Landung zu schnell gewesen und konnte trotz eingeleiteten Landefalls (für die Nichtspringer: eine kontrolliertes Abrollen, wenn man es nicht schafft auf den Füßen bzw. stehend zu landen) nicht mehr die gesamte Energie kompensieren, die noch im Gesamtsystem vorhanden war. Mein Fuß ist dabei an irgendwas in der Wiese hängengeblieben. Mein Körper hat sich also ziemlich zackig um die eigene Achse gedreht, wobei mein Fuß in der Stellung verharren wollte. Am Boden liegend hatte ich schon das Gefühl das etwas nicht in Ordnung ist und ich diesmal nicht mit einem blauen Fleck davon komme … aufgestanden und sofort wieder hingesetzt. Das Gefühl, welches von gebrochenen und aufeinander reibenden Knochen verursacht wird ist eklig und wer es noch nicht erlebt hat, kann sich glücklich schätzen. Es tat seltsamerweise nicht weh, ich habe nur sofort gespürt das etwas kaputt ist.

Also wieder hingesetzt und gewunken – die Ersthelfer waren wirklich schnell und rührend, haben mich vom Gurtzeug befreit, den Schuh ausgezogen (da akute Schwellungsgefahr bestand und der Fuß dann nicht im Schuh feststecken sollte) und die Stelle mit Eis gekühlt. Derweil hatten andere bereits den Notruf verständigt, welcher auch zügig vor Ort war. An der Stelle noch einmal ein dickes Dankeschön an alle die mir geholfen haben. Der Krankenwagen war im Nachhinein absolut unnötig, aber das ist eine übliche Vorsichtsmaßnahme bei Fallschirmsprungunfällen.

Warum ist es passiert?

Diesen Absatz kann getrost überspringen, wer nicht Fallschirmspringer ist.

Ich wollte mir beim Schreiben nochmal vor Augen führen, wie es zum Unfall kam und was ich daraus lernen durfte. Man sollte es ja möglichst vermeiden, den gleichen Blödsinn nochmal zu machen. Vielleicht wird ja nur ein einziger Fallschirmspringer vor den gleichen Dummheiten bewahrt, in dem er sich meine Fehler vor Augen zu führt:

  1. Pech: Ich hatte keinen einzigen blauen Fleck oder irgendeinen anderen Schmerz nach dem Unfall. Mein Fuß ist unglücklich hängengeblieben. Eine andere Landestelle oder ein besserer Landefall hätten vielleicht „nur“ zu einer Verstauchung geführt.
  2. Fallschirm: Sind wir zu schnell auf kleinen Schirmen? Wäre es mir mit einem 190 oder 210 auch passiert? Ein 170 ist zwar nicht wirklich klein, aber mit hundert Sprüngen ist man doch noch Anfänger. In Verbindung mit Kappenflugseminaren fühlt man sich vielleicht sicherer als man tatsächlich ist.
  3. Konzentration: Privates/Emotionales Durcheinander, dazu viel Spaß beim Ritt auf Höhe und im Anschluß ein wirklich toller Sprung. Mehrere Punkte, die mich in Summe abgelenkt haben. Der mentale Fokus war gestört und damit nicht genügend Kapazitäten frei. Ich hatte beim Landeanflug schlicht und ergreifend nicht die nötige Konzentration.
  4. Blödheit: Wochenlang zuvor bin ich bei viel Wind und eher kühlen Temperaturen gesprungen, nicht ein Tag war nur annähernd windstill. Ich hatte mich daran gewöhnt, mit Frontrisern eine schnelle Landung einzuleiten. Ändern sich nun die Verhältnisse und man springt plötzlich bei null Wind und dazu hohen Temperaturen, sollte man diese elementaren Tatsachen und daraus resultierende andere Zeitabläufe tunlichst in die Rechnung mit einbeziehen. Ein Blick auf den Windsack für die Richtungskontrolle reicht zudem einfach nicht aus, man muss auch darüber nachdenken was es bedeutet: vor dem Einstieg ins Flugzeug sollte man wissen, wo und wie man landen will!

Nicht umsonst ist die Landung der gefährlichste Teil beim Fallschirmspringen, direkt im Anschluß an den Faktor Mensch, Selbstüberschätzung und fehlenden Fokus …

Die Zeit im Krankenhaus und die OP

Nachdem ich also im Krankenhaus abgeliefert wurde, kam ich in der Notaufnahme auch schnell dran. Röntgen und einige Gespräche später war die bereits vermutete Diagnose Sprunggelenkfraktur sicher. Komischerweise hatte ich da immer noch keine Schmerzen und „Glück im Unglück“ es waren keine Bänder betroffen. Wenn ich da an meinen Bänderriss beim Snowboarden denke – das waren ganz andere Schmerzen. Da der Fuß bereits deutlich angeschwollen war, wurde eine OP für die nächsten Tage ausgeschlossen. Ich bekam also eine intravenöse Dosis „Scheiss-egal“ Schmerz- und Beruhigungsmittel, bevor der Bruch unter einem mobilen Röntgengerät vorläufig gerichtet wurde. Danach folgte ein Gips und ab ging es ins Krankenzimmer (3-Bettzimmer, ein „Genuss“ der ganz besonderen Art ).

Die Ärzte wollten abwarten, bis die akute Schwellung weg war, also sollte ich 3 Tage „rumliegen“. Das habe ich nicht natürlich nicht gemacht, sondern bin dauernd mit dem Rollstuhl unterwegs gewesen. Sehr zu Verwunderung der Ärzte und Krankenschwestern, die mir meine Schmerzfreiheit nicht glauben und dafür dauernd Schmerztabletten andrehen wollten.

Nach 3 Tagen habe ich offensichtlich oft genug nach einem OP Termin gefragt (der Fuß war genauso dick wie die Tage zuvor) und ich kam vormittags dran. Entschieden hatte ich mich für eine Rückenmarksanästhesie, da ich mich lebhaft an meine Mandel-OP mit Vollnarkose erinnern konnte und keine Lust hatte, mich den ganzen Tag völlig gaga zu fühlen. Nach der Beinrasur und einer Beruhigungspille ging es in den Vorbereitungsraum. Der Anästhesist und OP Pfleger waren einigermaßen überrascht, meistens sind die Patienten wohl nach 2 Minuten lahm gelegt, da sich nur wenige für die „wache“ Betäubung entscheiden. Während der Operation konnte ich leider nicht über einen Monitor zuschauen, sowas muss man vorher anmelden um einen geeigneten OP-Saal zu bekommen. War dennoch spannend dem Chirugenteam zuzuhören.

Nachmittags irgendwann liess die Betäubung in den Beinen endlich nach (seltsam, wenn man kein Gefühl beckenabwärts hat) und die Schmerzen begannen. Man wollte mir aber noch keine Pillen geben, denn es soll wohl erst abgewartet werden, bis das volle Gefühl wiederhergestellt wurde. Fragt nicht nach Sonnenschein, so wenig wie ich vor der OP gespürt habe, so unangenehm wurde es jetzt … dank einiger hochpotenter Tabletten war die Nacht dann aber kein Problem. Am nächsten Morgen wurde ich vom Pochen im Fuß geweckt und das wurde nach und nach zu einem echten Konzert. „Holla die Waldfee“ kann ich nur sagen. Zweimal habe ich die Krankenschwestern gerufen und habe freundlich gefragt, beim dritten Mal war mir dann aber irgendwie mehr nach nett sein zumute und plötzlich kam dann auch ein Arzt. Dieser hat den Drainageschlauch, welcher Blut und Wundwasser ableitet, rausgezogen (siehe Bilder).
Lektion gelernt: Wenn ein Arzt sagt er zählt bis drei, dann wird er bereits bei zwei ziehen. Jedenfalls waren die Schmerzen dann auch schon kurz nach dem Entfernen weg; also naja, weg im Vergleich zu dem Zustand mit Schlauch, nicht wie in „ganz weg“.

Einen Tag musste ich noch flachliegen, dann kam auch schon die Physiotherapeutin und zwang mich mit Krücken erste Gehversuche zu machen. Puh, die Schmerzen waren dank der Pillen nur fernes Rauschen, aber den Flur hoch und runter laufen (in 10 Minuten), kann ganz schön anstrengend sein. Ich war aber versessen auf eine schnelle Heilung und bin solange weiter gelaufen, bis ich keine Kraft mehr hatte (was vielleicht 10 mal den Flur rauf und runter war, aber sicher über 2 Stunden gedauert hat). Am nächsten Tag hat mich die Physiotherapeutin zur Treppe gebracht, denn man muss sich ja auf zu Hause vorbereiten. Außerdem ist der beim Treppenlaufen verwendete Beugevorgang im Fußgelenk etwas ganz anderes, als wenn man auf einer flachen Ebene läuft. Also bin ich wiederum stundenlang Treppe gehoppelt, was sich am nächsten Tag mit einem üblen Muskelkater und Blasen an den Händen bezahlt gemacht gerächt hat.

Es scheint übrigens wie so oft zwei Ansichten bei Ärzten und Physiotherapeuten zu geben:

  1. Die einen plädieren für strikte Bettruhe um dem Körper die Zeit für die Reparatur zu geben
  2. Die anderen sagen sofort belasten, damit der gesamte Apparat so gut wie möglich in Schwung bleibt und die Durchblutung angeregt wird, was mit einem schnelleren Abtransport von kaputten Gewebe und besserer Nährstoffversorgung einhergeht. Die Ärzte und Therapeuten in meinem Krankenhaus waren für Methode zwei und zumindest in meinem Fall bin ich ich auch gut damit gefahren. Hängt vielleicht auch von den konkreten OP Eingriffen bzw. der ursprünglichen Verletzung ab. Ich durfte dann 4 Tage nach der OP nach Hause, da ich so fleissig war und das Gehen auch gut lief; man riet mir langsam und vorsichtig weiter zu trainieren … hahaha, langsam und vorsichtig, klar 😉 wobei habe ich mich nochmals verletzt?!?

Schmerztabletten

Als Randnotiz: Wenn ihr Ibuprofen zur Schmerzbehandlung bekommt, achtet darauf, immer vorher zu essen und Magenschutztabletten zu fordern! Mir wurden die nicht mitgegeben und ich habe eine widerlich schmerzhafte Magen-Darm „Verstimmung“ bekommen und ungewollt fast 4 Kilo abgenommen. Die Magenschmerzen waren teilweise schlimmer als mein Sprunggelenk, aber das ist ein anderes Thema.

Mein persönlicher Weber-B Heilungsverlauf

  • 05.07.2013
    Der Tag des Unfalls
  • 4 Wochen zu Hause
    „Urlaub“ – alles geplante wurde abgesagt und die Zeit zu Hause, viel davon auf dem Sofa, verbracht. Erste kurze Spaziergänge mit vielen Sitzpausen werden von längeren Runden abgelöst, ich nutze nun zwischendurch oft die Krücken nicht mehr, insbesondere in der Wohnung sind diese nicht mehr nötig. Ebenfalls trage ich die Schiene zu Hause nicht mehr, da mir diese mehr im Weg ist. Natürlich muß man sich vorsichtig bewegen und den Fuß nicht verdrehen, aber wenn ich mich behutsam bewege, kann ich ohne Schmerzen und Gefahr „laufen“.
  • 21.08.2013
    Nachkontrolle bei der Unfallchirurgie mit Röntgen. Alles sieht gut aus. Anhand der Beweglichkeit hat der Arzt entschieden das ich ab nun ohne Krücken und Schiene laufen kann. Wenn ich mich unwohl fühle könnte ich die Schiene noch benutzen – aber ich will ja schnell gesund werden. Also weg mit dem Zeug und behutsam aber stetig ohne Hilfen bewegen/trainieren.
  • 30.08.2013
    In Wochenabständen merke ich echte Fortschritte. Die Schmerzen ziehen sich immer mehr zurück. Der Außenknöchel fühlt sich nahezu wie vorher an, der Innenbereich ist nach wie vor deutlich empfindlicher, aber auch hier ist es meist nur noch ein leichtes Ziehen.
  • 06.09.2013
    Nachkontrolle bei der Unfallchirurgie (ohne Röntgen). Arzt ist begeistert und sagt mir das nur wenige Patienten so gute Fortschritte machen. Er hat mich dringend darum gebeten, jetzt ruhig zu bleiben, auch wenn es sich das meiste schon wieder gut anfühlt. Ich solle auch noch einige Monate mit dem Springen warten (grummel). Fahrrad fahren, Schwimmen oder Kraftsport (aber keine Beinpresse, Laufband o.ä.) wäre aber schon wieder okay.
  • 11.09.2013
    Der erste komplett schmerzfreie Tag!
  • 13.09.2013
    Jetzt auch komplett schmerzfrei beim Dehnen (80% Beweglichkeit)
  • 17.09.2013
    Über 45 Minuten ruhiges aber stetiges Spazieren ohne Pause => komplett ohne jegliches Zwicken und ohne Nachwehen
  • 18.09.2013
    Badezimmer renoviert: Waschbecken abmontiert, Waschmaschine verschoben => keine Schmerzen
  • 19.09.2013
    Dehnen bei 85% Beweglichkeit
  • 21.09.2013
    Seit über 9 Wochen trage ich nur Turnschuhe, so langsam würde ich wirklich gerne mal anderes Fußwerk anziehen…
  • 07.10.2013
    Normale Lederschuhe passen 🙂 Allerdings war ich dann nach 2 Stunden Lauferei auch froh sie wieder ausziehen zu können.
  • 10.11.2013
    Fitnesstudio, inklusive 10 Minuten Aufwärmen auf dem Laufband und 5 Minute ausgehen nach dem Training. Da ich schon länger wieder schmerzfrei gehen kann, habe ich auf dem Laufband durch seitliche Ausfallschritte versucht speziell diese Bänder und Muskeln zu trainieren. Gutes Gefühl am Abend.
  • 11.11.2013
    Wieder im Fitnesstudio gewesen, gleiches Programm wie am Tag vorher. Abends war eine Überanstrengung zu spüren, also einen Tag Pause!
  • Mitte Dezember 2013
    Über 30 Minuten auf dem Stepper, kein Problem 🙂
  • Ende Dezember
    X-Mas Boogie in Portugal – die ersten Sprünge nach dem Bruch!!! Natürlich waren die ersten Landungen etwas spannender als vorher und auch von mir auch deutlich langsamer geflogen – aber deswegen auch Problem- und schmerzlos. Natürlich merkt man es noch hier und da, aber 10 Sprünge in 6 Tagen (scheiss Regen) sind dann auch eine verkraftbare Belastung
  • März 2014
    Boogie in Beni-Mellal / Marokko – 40 Sprünge an 8 Sprungtagen. Null Wind auf 600m über NN und Temperaturen von teilweise über 30 Grad bedeuten schnelle Landungen … und was bin ich gelaufen 😉 aber nichts gemerkt, keine Probleme auch im Nachhinein. Vertrauen in meine Landungen und insbesondere die Belastbarkeit meines Fußes wieder vollständig hergestellt.
  • NOCH OFFEN: weiterer Heilungsverlauf
  • Entfernung des Metalls und die letzte Phase + Bilder der Narben

Wir ihr lesen könnt, konnte ich bereits nach einigen Wochen kurze Spaziergänge machen, nach ca. 2 Monaten die Krücken loswerden, nach 3 Monaten mich normal im Alltag bewegen, nach 4 Monaten trainieren und nach 5 Monaten wieder fast wie zuvor und vor allem schmerzfrei laufen. Das als kleine Aufmunterung.
Allerdings ist dies scheinbar nicht bei jedem so, laut Forenbeiträgen und auch Kommentaren weiter unten gibt es Personen mit Sprunggelenksfrakturen, die noch nach 4 Monaten auf Krücken und mit Schmerzen laufen, da hat jeder seinen individuellen Heilungsverlauf. Und es ist eben stark davon abhängig, ob man nun einen Weber B oder einen Weber C hatte, wie viele Schrauben und Schnitte gesetzt wurden, wieviel Schaden die Weichteile abbekommen haben etc.

Ich jedenfalls denke, das mir die vielen frühen Übungen, das Spazieren und die Dehnungen plus Massage, auch trotz Schmerzen, deutlich geholfen haben. Das man damit den Heilungsverlauf positiv beeinflussen kann, wenn man es nicht übertreibt, steht für mich ausser Frage. Auch wenn ich das aufgrund mangelnder ärztlicher Fachkenntnisse nicht weiter belegen kann.

Weiterführende Links

Betroffene freuen sich natürlich immer über mehr Infos, deswegen hier meine persönliche Liste an weiterführenden Weblinks:

Bilder des Grauens

Okay, Spaß – so schlimm sind die Bilder nicht. Aber ich habe natürlich einige Bilder aus dem Krankenhaus, wo es noch frisch ist. Und im unregelmäßigen Abstand sind neue Bilder entstanden, um die Narbenheilung zu dokumentieren.

Bildergalerie

Ich springe mit einem breiten Grinsen aus einem funktionierenden Flugzeug, bin süchtig nach Freefly, Internet, TV-Serien und den Wettervorhersagen fürs Wochenende ... in der Zeit dazwischen bastle ich an dieser Webseite.

199 Kommentare

  1. Nastja

    Jul 9, 2014 at 19:30

    Ein sehr schöner Beitrag und vielen Dank für’s Verlinken! 🙂 Richtig toll, dass es bei dir auch so schnell ging mit der Heilung! Dein Unfall ist ja nun knapp ein Jahr her, wird es bei dir nun Zeit für die Metallentfernung oder hast du das schon machen lassen?

    LG, Nastja

  2. Karin Keel

    Aug 27, 2014 at 18:24

    Habe am 26.juni den selben Bruch fabriziert. Muss dein Metall wieder raus? Oder hast du das schon hinter dir?

    Lg Karin

  3. Kevin

    Aug 27, 2014 at 19:45

    Hallo Nastja, Hallo Karin,

    ich habe immer noch das Metall im Fuß. Zum einen weil es mich nicht stört und zum anderen weil ich es nicht mitten im Sommer entfernen lassen will. Der Arzt meinte damals, dass man es theoretisch immer drin lassen könnte, aber die meisten es wegen des Störfaktors rausnehmen lassen.
    Zwar bin ich komplett beschwerdefrei, merke aber doch hier und da, dass ein Fremdkörper im Fuß ist und peile daher den frühen Winter als Termin für das entfernen an. Habe es einfach nicht eilig, weil ich die meiste Zeit nicht mehr dran denke.

    Ein Bekannter, der sich beim Skateboarden einen Weber C zugezogen hat, musste nach der Entnahme eine Woche auf dem Sofa liegen, die nächste mit Krücken laufen und den Fuß hochlegen und konnte erst danach langsam wieder normal laufen. Und da ich nicht mitten im Sommer ausgeschaltet sein will, schiebe ich den Termin eben noch ein paar Monate vor mir her.
    Wenn ich mir dagegen Nastjas OP Story unter http://my-eye.blogspot.de/2013/09/weber-b-is-back.html durchlese, dann erscheint die zweite OP ja eher ein kurzes Intermezzo zu sein … mal sehen, erst mal muss ich in Kürze zum Orthopäden und mir dessen Okay holen für die Entfernungs-OP (ist das bei Euch so gewesen?).

    Werde den Artikel updaten, sobald es Neuigkeiten gibt.

  4. Jürgen

    Okt 10, 2014 at 18:53

    Hallo Kevin,

    ich habe mir am 17.08.14 das OSG Weber B/C gebrochen incl. beidseitigem Bänderabriss.
    Also das volle Programm.Seit dem 09.10 ist die Stellschraube raus und ich versuche wieder laufen zu lernen.
    Sag mal was mir auffällt bei mir ,die Breite des Sprunggelenks also zwischen beiden Knöcheln ist bei mir noch deutlich größer als beim gesunden Fuß.(ca.15mm mehr).
    War das bei dir auch so?
    Gruß
    Jürgen

  5. Kevin

    Okt 13, 2014 at 16:51

    Hallo Jürgen,
    das war bei mir auch so. Zum einen hat die Metallplatte natürlich eine gewisse Eigenbreite und die Schraubenköpfe sind auch nicht zwangsläufig völlig plan auf dem Knochen. Zum anderen ist da natürlich auch die Schwellung. Diese ist bei mir erst nach mehreren Monate völlig weg gewesen, ich meine 4+ Monate hat es gedauert. Was da alles kaputt war … der Abfluss von Flüssigkeiten durch die Lymphbahnen ist da erstmal nachhaltig gestört.
    Und Du hattest jetzt innerhalb von kurzer Zeit gleich 2 Eingriffe, ich bin natürlich kein Arzt, aber ich denke das Du Deinem Körper mal bis zum Frühjahr Zeit geben solltest sich zu erholen. Und wenn Du dann gerade anfängst es zu vergessen, sieht es plötzlich viel besser aus!
    Ich habe letzte Woche das Metall rausnehmen lassen und bin selber gerade wieder mit Krücken unterwegs.
    Von daher: Gute Besserung uns beiden 🙂

    • Jürgen

      Okt 18, 2014 at 16:27

      Hallo Kevin,

      danke für die schnelle Antwort und auch Dir gute Besserung.
      Wie lang warst Du und bist Du voraussichtlich AU ?

      Gruß Jürgen

      • Kevin

        Okt 18, 2014 at 17:16

        Hallo Jürgen,
        Dienstags am späten Nachmittag wurde das Metall entfernt, eine Stunde später bin ich mit dem Taxi nach Hause. Hatte eingekauft für die Woche und das Bett vor den Fernseher verlegt 😉
        Dann habe ich mich strikt an die Bettruhe gehalten, 3 Tage lang das Bein hochgelegt und mich nur minimal in der Wohnung bewegt. Bis Sonntags habe ich dann immer kurze Spaziergänge zum Cafe o.ä. gemacht, den Rest der Zeit aber wieder viel gelegen und Bein hoch => damit nichts anschwillt und die Wundheilung besser ist.
        Danach bin ich wieder arbeiten gegangen.
        Allerdings muss ich erwähnen das ich selbstständig bin. Der Arzt hätte mich auch problemlos 2 Wochen krank geschrieben wenn ich gewollt hätte.

        Viele Grüße
        Kevin

  6. Rebecca

    Nov 23, 2014 at 01:56

    Hi auch, schlimm schlimm wie das aussieht. Gibt nix Schlimmeres als eine Gelenkverletzung. Vor 15 Jahren (damals war 13) ist mir die rechte Kniescheibe rausgesprungen. Kein Bruch, keine Splitter oder ähnliches (zum Glück) waren aber höllische Schmerzen. Kniespiegelung (um nach Splittern zu suchen) und eine Bänderkürzung wurden anschließend gemacht. Davor das Bein 3 Wochen lang halb eingegips um es ruhig zu halten. Das Schlimmste…. ABSOLUT SCHLIMMSTE war das Ziehen des Drainageschlauchs.. wie meinte der Arzt damals? „Es tut auch gar nicht weh, ich zähle bis 3 und dann..“ RITSCH. Alter waren das Gefühle xD und der Arzt hatte danach ein Feilchen weil ich ihm das Telefon entgegen geworfen hatte. Ich war ein Kind und es tat halt weh xD Damals der Horror, aber wenn ich heute an diese Situation und vor Allem an das Gesicht des Arztes denke, muss ich lachen^^

    Leider spüre ich dieses Handycap noch heute. Wetterwechsel, große Anstrengung oder Falsche Beinstellung, zB Schneidersitz. Werde das denk ich mal auch nich mehr los. Spürst du in Zwischen noch was von dieser Verletzung?

    lG

  7. Kevin

    Nov 26, 2014 at 21:23

    Hi Rebecca,
    von diesem verflixten Drainageschlauch habe ich heute noch Albträume 😉 was Du schilderst klingt aber auch übel, das man wegen einer rausgesprungenen Kniescheibe so harte Maßnahmen trifft hätte ich nicht erwartet.
    Da das Metall erst vor 6 Wochen entfernt wurde, ist mein Fuß immer noch etwas geschwollen und ziept hier und da. So gut wie vorher wird es wohl leider nicht mehr, auch wenn der Körper erstaunliche Heilungskräfte hat. Aber ich denke und hoffe sehr, das es langfristig wieder fast komplett abheilen wird.
    Viele Grüße
    Kevin

  8. Anja

    Jan 9, 2015 at 03:54

    Hallo erstmal! Hab soweit alle Beiträge gelesen, aber irgendwie passt keiner genau …. Bin auf der Suche nach einer Antwort. Mein Werer B Bruch war im Juli 2013, dachte mir erst nichts dabei, glaubte an eine Verstauchung!
    Hatte ich öfter beim Cross Laufen mit dem Hund, eine Vertiefung im Waldboden und der Tag war „perfekt“ totaler Schmerz mit einer Schwellung und dann erst einmal langsamer.
    Diesmal war alles blau und genauso dick. Hab mir nichts weiter dabei gedacht und bin weiter gelaufen. Nicht so schnell aber es war Sommer und ich hatte meine Aufgaben. Autofahren und „Alles“ kein Probelm bis aufs Treppen steigen. Aber jeden Morgen bin ich die Treppen runtergehumpelt. Nach 10 Tagen hatte mein Sohn einen Termin bei unserem Ortopäden des Vertrauens und mit tat das Schienbein auch weh und wir führen hin. Diagnose für mich- erschütternd! Sofort OP!
    Hallo, damit hatte ich nicht gerechnet. Ich erinnere mich gern auf die ersten Röntgenaufnahmen im Krankenhaus. Bin normal hingelaufen und dann hat man mir das verboten. Aber keinerlei Hilfe stand bereit. Der Schmerz war nervig aber auszuhalten. Dann wurde ich aufgenommen und operiert. Vollnarkose, zum Glück!! Mit dem Leck mich am Arsch Trunck hatten wir viel Spaß an der Übergabe zum OP , als die Nachfrage kam „Na was wollen wir den heute machen“ dachte ich sofort an ……. Bauch, Beine, Po …. Mädels eben!
    Sorry ich scheife ab. Ist Warscheinlich die Angst die ich jetzt habe und noch keine Antwort bekommen könnte.
    Also in der Aufwachpfase nach der OP hatte ich so viele Schmerzen!!!!! Ohne Worte nur Stöhnen. Die Schwestern haben sich wirklich bemüht aber es war Level 12 …….
    Nach 5 Tagen konnte ich dann doch mit einer Schiene und 9 Schrauben entlassen werden. Eine Narbe mehr.
    Blöde Gehhilfe aber zu Hause war ich mit einem Rollstuhl doch schneller. Physio war perfekt!
    Bin im Bad nö h einmal gestürzt, der Duschkocher hatte mit Sicherheit keine TÜV Prüfung, aber es ist außer der Angst vor der Dusche nichts zurück geblieben.
    So jetzt meine Frage, ich habe gehört, das Materielle soll nach 1,5 Jahren problemlos entnommen werden können.
    2 Jahre wäre zu spät.
    Wer hat so etwas erlebt, oder könnte mit dazu etwas sagen.
    Wichtig wäre ein ungefährer Zeitraum, wann man wieder fit ist. Hab in 2015 einiges vor.
    Verzichte jetzt schon auf meine Tauchtrip nächste Woche, weil es ist unmöglich das Gelenk zu überdehnen.
    Ich danke allen in Voraus die das gelesen haben , tut gut sich von Ängsten zu befreien.
    Warte auf Antwort.

  9. Kevin

    Jan 9, 2015 at 09:45

    Hallo Anja, Danke für Deinen erheiternden „Bauch, Beine, Po“ und unglaublichen Beitrag „ich bin einfach weitergelaufen, trotz Schmerzen und dickem blauen Knöchel“. Wahnsinn. Mir wollte am Anfang auch nach meinem Weber-B keiner glauben, das ich kaum was spürte. Hätte auch weiterlaufen können, wenn ich nicht den verschobenen Knochen eindeutig gespürt hätte.

    Bzgl. Deiner Frage kann ich Dich wahrscheinlich beruhigen: Ich hatte das Material über 1,5 Jahre drin (mein Unfall war auch im Juli 2013 und ich habe es ja auch erst vor kurzem raus bekommen). Ich musste dringend ins MRT und habe es nur deshalb rausholen lassen, anders wollte man mich nicht in die Röhre lassen. Es wäre überhaupt kein Problem gewesen das noch länger drin zu lassen.

    Da erzählt einem auch jeder Arzt was anderes (bei mir waren 4 Ärzte 4 Meinungen). Ein Arzt sagte mir „das Metall kann für immer drin bleiben“, ein anderer sagte „kein Problem das auch 3 Jahre drin zu lassen“, ein dritter sagte „das solle unbedingt nach einem Jahr raus“. Im Internet habe ich einiges gelesen von Personen die es auch nach 10 Jahren noch drin haben.

    Das einzige Problem das es bei langem Materialeinsatz geben kann (soweit ich gelesen habe, bin ja auch kein Profi) ist die Schwächung des eigenen Knochens in der Zeit während es noch drin ist. Klar, der Knochen wird vom Metall gehalten und baut dadurch eventuell etwas an Knochendichte ab, da die Belastung im Bereich des Bruchs aufgrund des Metalls geringer ist. Außerdem kann der Knochen versuchen das Metall zu umwachsen. Das ist laut meinem Arzt bei mir passiert. Aber auch das kein Problem (man ist ja nicht wach dabei), wird der Knochen an der Stelle eben abgeschliffen.

    Also keine Sorge: 2 Jahre sind sicher kein Problem. An Deiner Stelle würde ich mir bzgl. der Dehnbarkeit mal Gedanken machen, vielleicht kannst Du da ja „nebenbei“ (also durch regelmäßiges Dehnen im Stehen/Sitzen/Liegen – das geht immer und überall) was verbessern. Bei mir war das Metall bis zum Ende ab und an störend, aber ich konnte nach einiger Zeit den Fuß wieder recht frei bewegen und nach 1 Jahr hatte ich sicher wieder > 85% Bewegungsradius erlangt, habe aber auch nicht nur zu Hause sondern auch kontinuierlich nach dem Sport Dehnübungen gemacht.
    Aber erst nachdem das Metall jetzt raus ist, weiß ich wieder was „frei sein“ bedeutet – obwohl ich mich auch vorher sicher fühlte, jetzt ist so unglaublich viel besser!

    Ich würde mir dennoch mal überlegen, ob Du nicht jetzt irgendwann bald Zeit findest. So eine ambulante OP geht ja schnell. 2 Wochen bist Du lahm gelegt, nach 4 Wochen ist alles wieder gut und nach 8 Wochen hast Du (bis auf die leichten Schwellungen) vergessen das jemals was war.
    Wenn sich das terminlich nicht machen lässt (Gesundheit geht ja eigentlich vor!) mach doch zumindest einen Termin fürs Nachröntgen und die OP. Dann bist Du das komische Gefühl im Hinterkopf auch los 😉

    So oder so: Alles Gute und Danke für Dein Kommentar!

    • Anja

      Jan 9, 2015 at 23:24

      Hallo Kevin, vielen, vielen Dank für deine Ausführungen. Na dann bin ich mal optimistisch was meine OP angeht. Hatte nur Angst das es irgendwann mal heißt:“Wären sie mal früher gekommen, jetzt muss alles drin bleiben. “
      Ich hoffe dein MRT Termin war ohne Befund und es geht dir gut!

      • katrina

        Feb 3, 2017 at 09:58

        Hallo Anja, etwas spät vielleicht und sicherlich hast du das Material jetzt schon entfernIchbkommen.ich bin 2 Wochen nach der Entfernung gesprungen vor Glück.ein widerliches Fremdkörper Gefühl war es für mich.jetzt ist alles super!wünsche dir und allen leistenden Weber a b c geplagten, alles gute!

  10. Sonja

    Jan 13, 2015 at 09:51

    Hallo Kevin
    Habe grad von deiner Geschichte gelesen. Meine Röntgenaufnahme sieht ja aus wie deine und der Verband auch, dieselbe rote Farbe:-).
    War über Weihnachten/Neujahr 2014/2015 im Kantonsspital Schaffhausen und seit einer Woche bin ich daheim, konnte im Spital dank 3er-Zimmer kaum schlafen. Beim Krücken-Gehen auf der Treppe bin ich im Spital gleich an der ersten Stufe erneut gestürzt (die Fraktur bekam ich, weil ich eine kleine Treppe runtergefallen bin). Die Physiotherapeuten wollten immer, dass ich auf die Treppe gehe, aber ich hatte dann Angst. Habe leider starkes Übergewicht und konnte auch wenig Sport machen 2014, weil ich eine Gallen-OP mit Komplikationen hatte (Abszess im Bauch) . Ich kann auch auf der Geraden nicht lange an Krücken gehen, weil mir dann Schulter, Knie und Hüfte links wehtun, geschweige denn mei Fuß. Arbeiten kann ich ein wenig von daheim aus, Gott sei Dank!
    Findest du das sehr schlimm, wenn ich nicht so viel an den Krücken gehen kann? Bin übrigens 54 und weiblich. Möchte durch mein Übergewicht nicht noch andere Gelenke verschleißen. Ichibin ziemlich am Ende, ratlos und leicht verzweifelt, weil mich alle an die Krücken bringen wollen. Fahre viel mit dem Rollstuhl durch die Gegend und täglich gehe ich ein paar Minuten mit dem Gehbock.
    Vielleicht schreibst du mir auch mal zurück, würde mich freuen. Ach ja, nach der Entlassung im Spital bin ich die vier Stufen in unser Haus auf dem Hintern „gelaufen“. Hatte totale Panik vor einem neuen Sturz. Mein Mann und mein Sohn wollten mich halten und ich sollte mit einem Bein die Stufen hochspringen. Wir haben leider kein Geländer an der Treppe. Gott sei Dank kann ich im Parterre schlafen. Ganz liebe Grüße Sonja

    • Kevin

      Feb 19, 2015 at 19:49

      Hallo Sonja, oh weia, jetzt habe ich Deinen Kommentar so lange übersehen.
      Ich kann Deine Verzweiflung verstehen, Deine Geschichte liesst sich nun auch wirklich unerfreulich. Tja, was soll ich sagen? Das Kernproblem hast Du ja selber schon erkannt: Dein Gewicht und die daraus resultierende Unsicherheit aufgrund der körperlichen Einschränkungen.
      Aber ist alles so leicht gesagt, genauso gut kann ich mir selber erzählen das das Rauchen eine dämliche Angewohnheit ist … trotzdem verdammt schwer diese zu verändern.
      Die Krücken (an denen Du mittlerweile hoffentlich gehst) sind die einzige Möglichkeit wieder mobil zu werden. Nicht nur, das die heilenden Knochen Druck benötigen um vernünftig zu wachsen, Du schwächst ja auch alles andere (also Skelett und vor allem die Muskeln) durch die Schonhaltung bzw. das Sitzen und Liegen.
      Ich habe Probleme mit dem Rücken und hatte durch die krumme Schonhaltung an den Krücken und die Belastung auf den Schultern auch einiges durchzumachen – aber hey: das geht vorbei und bis dahin gibt es gut wirkende Schmerztabletten! Nach meiner Erfahrung ist Bewegung das beste Heilmittel für fast alle körperlichen Probleme. Die Schmerzen sind fies und wahrscheinlich ist die Wundheilung bei Dir auch nicht so ideal, aber nicht verzagen – der Körper ist ein Wunderheiler! Ich drücke Dir auf jedenfall die Daumen das Du Dich da schnell durchbeisst.
      Da Du die OP ja nochmal haben wirst, ist es sicher nicht verkehrt, wenn Du Dich an die Krücken gewöhnst. Erstens wirst Du die beim Metall entfernen auch wieder ein paar Tage benötigen und außerdem ist – und da wiederhole ich mich – die Bewegung so super wichtig, auch fürs Abnehmen.
      Lass mich wissen, wie es Dir mittlerweile geht, würde mich freuen positive Nachrichten zu lesen!
      Viele Grüße Kevin

  11. Sonja

    Feb 19, 2015 at 20:58

    Lieber Kevin

    1000 Dank für deine Antwort! Habe mich sehr gefreut! Jetzt habe ich auch die Bilder deiner OP-Narben angeschaut und gesehen, dass sie bei mir doppelt so lang sind, innen wie aussen. War am 12.02. beim Arzt im Spital, der mir sagte, dass von 4 Brüchen, drei gut verheilt sind, einer schief (in der Ferse, wo ich auch beim Sturz aufgeschlagen bin).
    Ein Knorpel ist ab, Syndesmose gerissen und Bänder gedehnt usw. usw. War auf der Waage und habe gesehen, dass ich trotz Bein noch einmal sechs Kilo abgenommen habe. Auf der Waage mit einem Bein;-). Vielleicht stimmt das Resultat gar nicht.
    Um ehrlich zu sein, ich bin einmal an den Krücken gelaufen und an den Schrank im Gang geknallt.
    Ich habe letzten Freitag angefanen an einem Gerät zu trainieren. Eine Art Fahrrad ohne Sattel. Habe gerade eine Umdrehung geschafft, der Fuss war dick wie ein Ballon. Am Samstag schaffte ich vielleicht 5 Umdrehungen und heute waren es drei Mal 50! Ein wenig habe ich an der Wade Muskeln aufgebaut, aber nur ein wenig. Aber das wird. Habe mit dem Physiotherapeuten (er kommt zu mir nach Hause) am Gehbock ein wenig geübt und wäre fast wieder gestürzt. Ich bin doch eine Null, dachte ich nur und konnnte fast nicht schlafen. Wenn ich den Fuss auf den Boden stelle denke ich, es stechen 1000 Nadeln, wenn ich noch fester drücke habe ich das Gefühl, als würde gleich ein Messer durch den Rist kommen.
    Ich sause immer noch mit dem Rollstuhl durch die Wohnung, versuche aber, auch mit dem rechten Bein (das lädierte) anzuschieben. So kann ich halt den Tisch abräumen, ein Steak in die Pfanne hauen oder die Küche fegen. Das könnte ich mit Krücken nicht.
    Aber du hast recht, ich muss aufrecht gehen. Ab morgen werde ich den Gehbock vermehrt einsetzen und am Dienstag werde ich den Physiotherapeuten fragen, ob er mit mir an den Krücken übt.
    Eine meiner Freundinnen zeigt mir ständig, wie man die Treppen rauf- und runtersteigt, merkt aber nicht, dass mich das unter Druck setzt. Übrigens kenne ich eine Frau (Mitte 60 und max 55 kg schwer, die das auch nicht kann). Das Übergewicht habe ich durch den Bürojob, die vielen Schicksalsschläge der letzten 15 Jahre (Verlust meines ersten Mannes, Unfall meines Sohnes mit 4 Jahren Schwerbehinderung und Tod im Jahr 2010), Krebserkrankung meines zweiten Mannes und Tod meines Vaters. Das Gewicht ging ständig bergauf, ich ass nicht viel, dafür das Falsche.
    Die Wundheilung ist übrigens super bei mir. Habe jeden Tag 25 mg Zink zu mir genommen nach der OP, drei Wochen lang. Von den langen und grossen Narben ist kaum mehr was zu sehen.
    So, jetzt bist du informiert. Meine Istanbul-Reise Anfang Mai habe ich abgesagt, hat mich fast 300 Euro gekostet (Gebühren).
    Und wie geht es dir denn? Schon wieder mal mit dem Fallschirm gesprungen mittlerweile?
    Ganz liebe Grüsse von der Schweizer Grenze

  12. Michael

    Mrz 18, 2015 at 14:05

    Hallo
    Gut dass ich Eure Berichte lesen konnte. Ich habe mir am 16.03.2015 beim Fussball einen Sprunggelenksbruch zugezogen. Ich liege jetzt daheim und soll das Bein schonen und ruhig halten, da die Schwellung sehr massiv war. Ich habe etwas Angst vor der OP und noch mehr Angst vor der Zeit danach. Ich habe immer und oft viel Sport gemacht und bin etwas abhängig davon geworden. Unseren Familienurlaub in die Türkei am 31.03. musste ich schon stornieren. Ich bin gespannt wie sich die Geschichte entwickeln wird….

    • Kevin

      Mrz 23, 2015 at 19:44

      Hi Michael, wenn Du viel Sport gemacht hast, sollte Dir auch die Ausheilung „leicht“ fallen. Nach meinem persönlichen Empfinden war die regelmäßige Belastung bis zu einem gewissen Schmerzpunkt hilfreich und hat die Heilung angeregt. Als Sportler hat man ja ein ganz gutes Gefühl bis zu welchem Punkt es noch gut verträglich ist. Aber ja, wenn es so ist wie bei mir, dann musst Du Dich leider erstmal zurücknehmen. Bis das ganze wieder we vorher „funktioniert“, vergeht schon einige Zeit.
      Nichts desto trotz, ich habe mich jeden Tag gefreut das es ein klein bißchen besser wurde und bin begeistert, das der Körper mit Unterstützung der Ärzte eine solche nicht gerade kleine (wenn auch häufige) Verletzung so toll reparieren kann.
      Ich wünsche Dir einen guten Heilungsverlauf und das Du schnell wieder Deinem Alltag nachgehen kannst!
      Kevin

  13. teasy

    Mrz 20, 2015 at 18:52

    Seit dem 22/01/15 habe ich eine Weber-Fraktur konservativ behandelt – also keine OP.Jetzt bin ich in der Teilbelastung und Frage mich wie kommt man damit zurecht ?
    Ich jedenfalls nicht ganz so gut, weite Strecken schaffe ich nicht…
    Jetzt meine Frage wie sind eure Erfahrungen mit der Teilbelastung ?

    • Kevin

      Mrz 23, 2015 at 19:50

      Hallo teasy, mit der konservativen Methode kenne ich mich ja nicht aus. Aber meine Ärzte haben mir gesagt das Belastung wichtig ist um den Knochenwachstum anzuregen. Allerdings ist das nur Mutmaßung und bei mir wurden die Knochen ja durch die Metallplatten am richtigen Punkt fixiert. Ein Bekannter hat seine Weber Fraktur auch so ausheilen lassen und hat leider immer noch leichte Probleme, weil die Knochen nicht optimal zusammen gewachsen sind. Wenn bei Dir eine gerade Bruchkante vorliegt und die Ärzte dem zugestimmt haben, dann würde ich sagen: Glück im Unglück. Eine OP zieht ja auch eine ziemlich lästige und langfristige Abheilungsphase nach sich. So ein massiver Eingriff in den Körper ist ja auch nicht ohne. Und schmerzhaft sind garantiert beide Methoden, sowohl konservativ als auch operativ. Aber folge bitte den Empfehlungen Deiner Therapeuten, mein Bekannter hat wie gesagt auch nach Jahren noch mit bestimmten Belastungen zu kämpfen… ich wünsche Dir auf jedenfall, das bei Dir alles gut verheilt und Du ohne Komplikationen und möglichst bald wieder normal laufen kannst!
      Grüße Kevin

  14. Michael

    Apr 6, 2015 at 13:04

    Ich bin jetzt in der zweiten Woche post op. Das war alles ein ganz schöner Brocken. Im Krankenhaus wurde mir mahnend empfohlen ganz klar zu entlasten. Die jetzt Nach-Behandelnden Chirurgen sehen das alles nicht so eng. Da mein Fuß auch noch ziemlich mitgenommen aussieht traue ich mir auch nicht zu überhaupt irgendwas zu machen außer ihn hängen zu lassen. Ansonsten bin ich allerdings im Moment zuversichtlich dass das auch wird. Die größte Herausforderung ist diese schreckliche Ungeduld und das Nichts-Machen-Können. Wie war das bei Dir noch? Solltest Du kurz nach der op wieder belasten ?War das sogar eine Empfehlung? Und wann konntest Du erstmals nach der op wieder richtig Sport machen?

    LG
    Michael

    • Kevin

      Apr 9, 2015 at 13:12

      Hi Michael, also die Empfehlung bei mir war: direkt belasten (sowohl vom Arzt, als auch den Physiotherapeuten). Das Metall hält ja alles zusammen und das Knochenwachstum würde angeregt. Aber wer weiß schon was stimmt und was nicht? Intuitiv denkt man: autsch, besser schonen. Ich kann nur sagen das mir die Belastung gut getan hat und ich relativ schnell wieder laufen konnte. Nach allen Berichten, nicht nur hier im Blog sondern auch in anderen Online Quellen, dauert es scheinbar oft bedeutend länger. Laufen ging recht „schnell“ wieder, lies mal oben, da habe ich das ausführlich beschrieben. Aber „richtig“ Sport machen – nach einem Weber B Sprungelenkbruch mit OP – das dauert. Stell Dich mal locker auf 3-4 Monate ein, da habe ich wieder angefangen mit Laufband. Ich habe mich anfangs auf Lockerungs- und Dehnübungen beschränkt. Bin aber auch niemand der echten Laufsport, Fußball, Tennis o.ä. betreibt. Schnelle Heilung und alles Gute!

  15. Hanni Seidler

    Apr 26, 2015 at 20:17

    Hallo Kevin, auch ich habe zu diesem Thema eine Frage. ich hatte am 1.11.14 einen doppelten Sprunggelenkbruch. 5 Schrauben, Querdraht, Platte. Stellschraube wurde im November schon entfernt . Bin in Behalndlung mit Massage und Lymphdrainage, die auch gut tut. Aber zu Hause schwillt der Fuß halt doch ganz schön an. Kann ganz gut wieder laufen, nur noch nicht den Fuß ganz abknicken beim Treppenlaufen. Hast Du die Schwellung durch irgend etwas selbst in den Geiff bekommen?
    Über eine Antwort würde ich mich freuen!
    Liebe Grüße
    Hanni

    • Kevin

      Apr 29, 2015 at 21:40

      Hallo Hanni, also bzgl. der Schwellung habe ich mich an die üblichen Tipps gehalten: Füße wann immer es geht hochlegen. Langes sitzen auf Stühlen oder auf dem Sofa wo der Unterschenkel abgeknickt ist, ist schlecht. Im Büro z.B. habe ich mir immer einen Mülleimer umgedreht unter den Tisch gestellt. Dazu kam bei mir viel Training, auch gerne vor dem Fernseher: Füße auf den Sofatisch legen und dann einfach Dehnen (geht ganz gut mit einem Seil, Bademantelgurt etc.), zwischendurch auch mal selber massieren … da hilft es auch schon, wenn man das Bein oder die Waden massiert damit die Flüssigkeiten besser ablaufen können. Ach so, keine engen Schuhe und vor allem auf die Socken achten: der Bund darf bloss nicht zu eng sein. Das kennt man ja, wenn man einen schönen Abdruck nach dem Ausziehen am Knöchel hat, dann waren es die falschen. Habe mir dafür extra ganz lockere gekauft.
      Wünsche Dir schnelle Genesung und viel Erfolg bei der weiteren Heilung!!!

  16. Tom

    Jul 2, 2015 at 14:19

    Hallo,
    ich poste das hier und in anderen Foren weil ich nach meinem Sprunggelenkbruch WEBER C so einiges an Erfahrungen sammeln konnte die ich weitergeben will. Auf das Andere davon profitieren. Ich wünschte mir damals ich hätte im Netz entsprechendes gefunden. Euch allen gute Heilung und denkt positiv.

    Was war passiert…
    ein Sprung über einen Schneehaufen, mit dem Fuß auf einer Eisplatte aufgekommen, den Fuß drehte es komplett weg. Ich lag im Schnee, der Fuß oder besser das Sprunggelenk war Matsch.

    Diagnose…
    Weber C Fraktur Oberes Sprunggelenk, sozusagen die Königsklasse unter den SG Verletzungen, inklusive Syndesmosebandriss.

    Aktion
    OP notwenig, idealerweise binnen 5 Stunden nach dem Unfall. Sonst ist der Fuß schon zu stark angeschwollen und man muss warten.

    Bei mir wurde nach 6 Stunden operiert, ging gerade noch so, sonst wäre eine Wartezeit von 1 Woche nötig gewesen um den Fuß wieder herunter zu bringen auf ein OP Niveau bezüglich Schwellung.

    Die OP dauerte 2 Stunden. Von der Gas-Vollnarkose wurde mir nach dem Aufwache speiübel.

    TIPP: es gibt eine Vollnarkose ohne Gas bei der einem nicht schlecht wird. Das erfuhr ich erst später. Nachfragen!!!

    Als ich aufwachte war mein Fuß im abnehmbaren Gips. 3 Schrauben drin. Der OP Arzt sagte mir das Sie nach der OP was anderswo aus Kostengründen nicht gemacht wird ein CT gemacht hätten. Dabei stellte sich heraus das die OP nicht ideal verlief. Die Knochen standen 2 mm falsch was später zu großen Problemen führen könnte. Zitat: „In den meisten KK hätte man Sie so heimgeschickt, da das CT nicht gemacht worden wäre. Unglück im Glück: ich musste nochmal operiert werden.

    TIPP: Besteht wenn möglich auf ein CT. Ohne das ist es kaum möglich sicher zu gehen das ein so komplexer Bruch auch wirklich einwandfrei sauber wiederhergestellt wird. 2 mm scheinen nicht viel, bedeuten aber die Welt wenn man 10 Jahre draufrechnet oder mehr.

    Also wieder unters Messer. Nach dem Aufwachen ging es dem Fuß entsprechend bitter. 2 OPs in 5 Tagen war ne Menge. Bettruhe, gesamt 10 Tage KK und danach weiter Bettruhe. Neben den 3 Schrauben hatte ich natürlich auch eine Stellschraube drin damit das Syndesmose Band wieder zusammenwachsen kann.

    TIPP: Keine Belastung. Wenn die Stellschraube bricht ist das super ätzend. Allerdings bin ich 2 mal gestolpert und recht fest auf den Fuß gekommen und die Schraube überlebte es.

    Befinden im Verlauf

    Woche 1-2:
    Fuß megadick, Schmerzen, Lähmungen an den Zehen, Taubheit über den fast ganzen Fuß Zehen konnte ich dennoch ein wenig bewegen

    Woche 3-4:
    Fuß nach wie vor extrem geschwollen da keine Belastung auf ihm liegen durfte und damit auch kein Blut rauftransportiert wurde. Lähmungen etwas besser, Taubheit nach wie vor in zehen und Oberfuß vorhanden. Man hätte einen Nagel ins Fleisch drücken können, ich hätte nichts gemerkt.

    Nun begann ich zu googeln. Der größte Fehler den ich machen konnte. Die Schreckensmeldungen und Horrorpostings von damals haben mich extrem geschockt und demotiviert. Was man im Netz zu dem Thema lesen kann von anderen ist absolut brutal und wirkt demoralisierend.

    Tipp: Nicht googeln, oder wenigstens nicht alles glauben oder für dauerhaft bare Münze nehmen. Hier posten viele im Affekt und wenn es ihnen dann besser geht folgt kein Update. Der Leser bekommt also nur den Hilfeschrei mit, den Moment der Verzweiflung der eingefroren im Netz steht. Was folgt, sei es noch so positiv wird seltenst noch dazu geschrieben denn dann hat man wieder anderes im Kopf.

    Zudem ist das Web eher ein Jammer und Meckerforum als eine Welt in der jeder seine erfreulichen Dinge hinterlässt. Von 100 Seiten ich die mit meiner Suche aufsuchte standen auf etwa 90 nur furchtbare Dinge. Darunter folgendes…

    — Wird nie mehr wie früher
    Das ist Unsinn. Es gibt unzählige Menschen die danach komplett wiederhergestellt wurden und wirklich alles wieder machen konnten.

    — Nie mehr Sport
    Stimmt natürlich auch nicht. Aber es kann sein das das manche Sportarten vom Arzt eher nicht mehr empfohlen werden. Das wären dann z.B. Fußball oder Weitsprung, also jene bei denen die Gelenke stark gestresst werden. Muss aber nicht sein.

    Schwimmen, Rad fahren und andere Sportarten gehen super und sind geradezu ideal, ebenso Langlaufen. Also, keiner muss zuhause sitzen und sich leid tun den Rest des Lebens.

    — Lähmungen gehen nie mehr weg
    Grundfalsch. Man sollte darauf ein Auge haben aber bei mir und vielen anderen dauertes es Monate bis die Beweglichkeit wieder voll da war. Nachfragen beim Arzt schadet nicht wenn man sich Sorgen macht. Aber in den meisten Fällen wird das wieder, da hilft auch die Physiotherapie,

    — Taubheit und Kribbeln bleibt für immer
    Ich konnte wochenlang nicht schlafen wegen diesem Kribbeln. Und die Taubheit machte mir auch Sorgen. Zitat Profi Arzt: es kann bis zu 1 Jahr dauern oder länger bis die Taubheit weg ist. Grund für die Taubheit sind Nervenbahnen die gereizt oder verletzt sind und die erst wiederhergestellt werden müssen.

    Zurück zu mir…

    Die Wochen vergingen. Nach 8 Wochen wurde mir die Stellschraube entfernt. Ich wurde bis dahin zig mal geröntgt und anderes weil meine Ärzte immer auf ihre eigenen Bilder bestanden. Es ging ums Geld, ganz klar. irgendwann rief ich VETO und brachte meine Bilder auf CD mit zu den Behandlungen.

    Tipp: Röntgen, CT, MRT sind kein Spaß und sollten wenig eingesetzt werden. In Deutschland gibt es einen Röntgenpass den jeder Bürger haben sollte in dem die Zahl der Röntgenaktionen eingetragen wird. Bestehen Sie auf einen solchen damit Sie Überblick haben. Heute schießt jeder Arzt gerne schnell mit der Röntgenwaffe. Oft ist das nicht nötig wenn Sie ihn z.B. aufklären das Sie ja erst letzte Woche Bilder vom KKH bekommen haben. Lassen Sie sich eine CD geben, kopieren Sie diese für sich und nehmen Sie sie immer mit.

    Manchmal ist Röntgen und anderes unerlässlich, aber das sollte einem der Arzt dann darlegen.

    Die Stellschraube kam also raus. Lokal betäubt, unangenehm wegen dem Knirschen und der Spritze die sich wie ein Vakuum anfühlte. Aber aushaltbar. 20 Minuten später war ich um ein Stück Titan leichter. Man sagte mir ich dürfe nun heimgehen und langsam voll belasten.

    Was tat ich? Ich lief noch 1 Tag mit Krücken und dann ohne. Weil ich keinerlei Schmerzen mehr hatte volle Belastung. Und bald hatte ich vergessen das ich überhaupt Probleme hatte.

    Tipp: Die Stellschraube ist für das Syndesmose Band essentiell. Oft macht man die Stellschraube zu schnell raus und das Band ist noch nicht richtig fit. Das kann Folgen haben. Daher langsam belasten und ruhig etwas länger als die normalen 6 Wochen warten bis die Stellschraube entfernt wird.

    3 Wochen ging alles gut. Mein Fuß fühlte sich zwar noch steif an, so als hätte ich einen Metallstab im Gelenk aber es tat nicht weh. Ich humpelte zwar durch die Gegend aber es ging immerhin. Das Bein schwoll ab, der Fuß machte was er soll wenn auch hakelig.

    Tipp: Nicht verzweifeln wenn es nach der Entfernung der Stellschraube nicht so läuft wie bei mir. Ich kenne einige Menschen die danach noch Wochen lang Schmerzen hatten, das kann ganz normal sein. Es sollte aber im Lauf der Zeit besser werden.

    4 Woche nach Entfernung der Stellschraube waren rum. Die Physiotherapie lief. Die Therapeutin sagte ich würde beim Laufen mogeln, den Fuß falsch belasten so dass es runder lief aber auf Dauer falsch wäre. Also lief ich wie ich sollte.

    Was folgte war unschön. Von einem Tag auf den anderen hatte ich brutale Schnmerzen,. Mein Fuß schwoll wieder an. Stechende Druckschmerzen traten auf und ich konnte plötzlich keinen Schritt mehr gehen ohne Tränen in den Augen. Wie gewonnen so zerronnen. Konnte es sein das nach 4 Wochen ohne Probleme plötzlich alles wieder schlecht wurde?

    Ich ging zum Arzt der die Nachsorge bei meinem Fuß machte. Sorge trifft es genau. Erst mal wieder Röntgen. Dann CT. Dann seine Aussage: könnte sein das ich nie mehr schmerzfrei werde, Sand im Getriebe ist. Mal abwarten, Er könne da auch nicht viel machen. Ich schleppte mich nach Hause, unter Schmerzen und der Idee einfach alles zu beenden nach dieser radikalen Diagnose die allenfalls auf Vermutungen aufbaute, mir aber den Rest gab.

    Ein verzweifelter Aufschrei Richtung OP Arzt. Eine Mail. Ein Rückruf von demselben, ich solle vorbeikommen. Man hätte mich extra 2 x operiert, er könne sich schwer vorstellen das diese Diagnose das letzte Wort ist.

    Der OP Arzt, führend in der Wiederherstellungschrirurgie in Deutschland, nahm sich 30 Minuten Zeit (28 mehr als der Knabe in der Praxis) und linderte meine Sorgen.

    Diagnose: eventuell nur eine Entzündung durch Überbelastung. Im worst case vielleicht aber auch ein Riss in der Syndesmose. Beschädigt oder gerissen weil eben doch noch nicht geheilt. Ich sollte abwarten, mich schonen und schauen.

    Das tat ich. Mein Fuß wurde geschont. Kein schweres Heben mehr, keine weiten Märsche. Kein Heben. Kühlung. Ab und zu etwas Ibuprofen also Entzündungshemmer.

    Der Fuß schwoll ab. Der Schmerz ging zurück. Wurde besser. Verschwand. Ich wurde komplett schmerzfrei, konnte wieder gehen, der Fuß nahm an Schwellung radikal ab. Die erste Diagnose die mich fast in den Freitod trieb war Unsinn.

    Später erfuhr ich durch meine Physiotherapeutin das das ganz oft der Fall sein das man Rückfälle hat. Überbelastung aber auch Hitze oder sogar Stress können dann dazu führen das man urplötzlich Entzündungsherde am SG hat die grauenhaft schmerzen. So war das bei mir. Ganz banal. Und logisch, denn auch wenn die Narben weggehen, die Schwellung zurück geht, die Stellschraube raus ist. Die Wunde ist noch da, der Krisenherd auch und die Heilung in vollem Prozess. Die Entzündung mit dem abartigen Druckschmerz wollte mir mitteilen das ich langsamer machen sollte. Das tat ich. Und wurde belohnt.

    Tipp: Das kann auch anders ausgehen. Eine Syndesmoseruptur ist etwas fieses weil viele Ärzte sie nicht erkennen. Der Knochen sieht gut aus, die Röntgenbilder sind okay, der Patient aber leidet wie ein Hund. Beispiel Fußballer Ribery. Einen Syndesmoseriss erkennt man nicht auf den Röntgenbildern,. Die Syndesmose ist aber essentiell um die Knochen in der richtigen Position zuhalten. Daher, den Arzt direkt darauf ansprechen wenn es Problem gibt für die keiner eine Erklärung hat.

    Im Falle einer Syndesmoseruptur muss man nochmal unters Messer. Stellschraube, 6 – 8 Wochen den ganzen Mist nochmal. Alternativ kann ein Tight Rope eingebaut werden, das sich super bewährt hat bei vielen. Sieht man es positiv kann man sagen das also auch dann Hilfe da ist und man keinen Grund hat zu verzweifeln.

    So weit so gut. Ich laufe heute wieder rund. 1 Jahr später. Bei Hitze zieht es in meinem Fuß und er schwillt auch gerne mal etwas an. Nachts zieht es auch ab und an. Große Dinge oder Unfälle werfen lange Schatten. Aber es ist nicht wirklich dunkel. Ich habe keine Schmerzen mehr. Die Narben versauen mir allenfalls eine Beinmodelkarriere.

    Da ich auch noch ein lädiertes Volkmann Dreieck hatte das nicht mehr vollständig reparabel war wäre meine Fußballerkarriere auch gefährdet, das ist mir aber Schnuppe da ich dem eh nicht abgewinnen kann.

    Monate lange schaute ich neidisch auf andere die ohne Krücken und Schmerzen durch die Gegend liefen. Mein Weltbild hat sich verändert. Meine Narben sind Zeugen meines Lebens und ich will nicht drauf verzichten. Vor einer eventuellen Arthrose die man angeblich eher bekommt nach so einem Vorfall fürchte ich mich nicht. Ich lebe im Jetzt und genieße meine Zeit und jeden Meter den ich laufen kann und darf.

    Tipp: Das Arthroserisiko steigt laut Ärzten nach einer SG Fraktur. Speziell nach einer solchen wie Weber C. Nicht durchdrehen. Physiotherapie machen, wieder richtig laufen lernen. Sport wie schwimmen und Rad fahren stärkt die Muskulatur, abnehmen macht den Körper leichter. Also muss das Gelenk dank mehr Muskeln und weniger Gewicht weniger tragen und nutzt weniger ab. Man kann also was tun. Immer.

    Zudem gibt es selbst im Fall von Arthrose heute gute Möglichkeiten. Und diese werden täglich besser. Versteifung von Sprunggelenken, heute kein Muss mehr wenn es hart auf hart geht. Künstliche Sprunggelenke werden immer besser und die Forschung macht jeden Tag Fortschritte.Die Zeit arbeitet für uns alle.

    Besonders wichtig gerade in der Zeit der Heilung war mir ein gesundes Gemüt, eine positive Einstellung und das ich tat was ich konnte. Später als die Wunden verwachsen waren, die Fäden raus und die Haut zu eine Salbe die aus Arnika und Beinwell. Kalte Beinbäder halfen mir super wenn die Schwellung mal wieder zunahm. Hochlegen ist gerade am Anfang essentiell. Aber nur 30 Minuten, nicht die ganze Nacht. Zudem befolgte ich die Hinweise meiner Physiotherapeutin und nahm die Lymphdrainagen in Anspruch.

    Es gibt immer Hilfe und Möglichkeiten. Nur nicht verzweifeln. Eine zweite Meinung macht Sinn. Googeln dagegen ist fatal. Wenn ich heute noch zu dem Thema im Netz unterwegs bin dann allenfalls auf youtube weil dort gute Sprunggelenksübungen zu finden sind die nette Menschen umsonst anbieten. Aber mit Erlebnisberichten bin ich fertig nach dem was ich dort fand. Letztlich ergab jede Suche einen Folgepfeil in die Verzweiflung. Das ist NICHT REALISTISCH. Ich zitiere nochmal meinen Arzt: Sprunggelenkverletzungen sind mit die häufigsten Verletzungen im Sport. Auch im Winter häufen sich diese und werden bereits als Glatteisfrakturen bezeichnet. Das Gute an Frakturen die oft vorkommen ist das sich viele der Sache annehmen und man immer neue Erkenntnisse gewinnnt. Wer weiß wie weit man in ein paar Jahren hier schon ist. Ich bin mir sicher das das Thema Arthtrose bald schon zu den Probleme gehört die man dauerhaft in den Griff bekommt.

    Also. Nur Mut. Geduld. Die Dinge positiv sehen. Und nicht aufgeben. Das hier ist keine Sackgasse in die Invalidität und es gibt Spezialisten. Jeder Arzt sagt Ihnen natürlich was zu Ihrer Verletzung, aber im Falle eines Falles machen Sie sich die Arbeit und gehen Sie zu den Profis. Beispielweise soll die Gelenkklinik in Freiburg wenn ich mich nicht irre sehr gut sein.Ihr Arzt vor Ort mag vieles können, aber ob er ein Meister dieses Faches ist, das sei dahingestellt.

    Optimismus fördert die Heilung. Und er ist angebracht. Denn es ist Licht am Ende des Tunnels.

    Geben Sie diesen Erfahrungsbericht gerne weiter. Kopieren Sie ihn wenn Sie ihn als hilfreich ansehen in Negativforen die nur Horrormeldungen enthalten. Er soll ganz bewusst dagegen anwirken. Ich freue mich wenn ich auch nur einem da draußen ein wenig helfen konnte dem beim googeln oder durch unfähige Ärzte der Boden unter den schmerzenden Füßen weggezogen wurde. Es kommt von Herzen und basiert auf meinem langen Erfahrungsschatz in der Sache. Alles Gute Ihnen allen.

  17. Ilona

    Jul 31, 2015 at 14:51

    Hallo Tom,
    vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Der macht richtig Mut.

    Habe auch eine „hohe Weber C Fraktur“(passiert am 09.Juli 2015), wäre ja alles nur halb so wild wenn nicht das Symbioseband zusätzlich gerissen wäre.

    Habe zwei kleine Kinder zu Hause und muß unbedingt nach „Stellschrauben-Raus-OP“ zügig wieder fit sein.

    In den ersten zwei Wochen hat jede Nacht mein Bein gezuckt, dass ich vom Schmerz aufwachte, es fühlte sich so an, als wäre das Symbioseband dann jedesmal wieder hin und her geschnappt.
    Meine Angst ist, dass es deshalb vielleicht nicht schnell genug oder nicht richtig wieder zusammenwächst.

    Nach zwei Wochen (also letzte Woche)hat mein Arzt mir bereits Physio verschrieben. Jetzt sind es nur noch 20 Tage bis die Stellschrauben raus kommen sollen und ich ohne Gipsschuh wieder laufen soll.

    Danke für den Tip mit den Entzündungen, da werde ich wohl anfangs eher mit bedacht laufen üben (normalerweise bin ich da relativ ungeduldig und will meistens zuviel…).
    Wobei das mit Kindern wahrscheinlich eher ins unbewußte übergeht, bin dann ja wieder hauptsächlich auf den Beinen und hinter denen her.
    Schwimmen werde ich dann regelmäßig zum Muskelaufbau und Fahrradfahren.

    Kann man eigentlich direkt nachdem die Stellschrauben raus sind wieder Autofahren?
    Ich brauche die Flexibilität wg. der Kinder, da gibt es eine Menge Termine.

    An alle Kopf hoch!

    Ilona

  18. Mary

    Aug 8, 2015 at 12:06

    Hallo Tom,

    also ehrlich, wegen so etwas an Freitod zu denken, auf so eine Idee kann auch nur ein Kerl kommen. Wenn Dir nichts schlimmeres im Leben passiert….

    Ich habe mir am 25.06.2015 beim spielen mit meinen Windhunden eine Sprunggelenkfraktur und Syndesmoseteilruptur zugezogen. Ich musste einem der Hunde ausweichen, sonst hätte ich ihn platt getreten. Beim Sprung über den Hund bin ich unglücklich aufgekommen und wusste sofort, dass es diesmal anders ist als sonst. Von Bänderdehnungen und Teilrissen kann ich ein Lied singen. Bin sofort ins KH, dort wurde geröngt und man sah schon den Bruch am Volkmannsche Dreieck, glatter Bruch. Am nächsten Tag ins MRT und dort sah man die Syndesmoseteilruptur. Operiert wurde nicht. Die ersten 4 Tage hatte ich Gips, danach einen Aircast Walker mit 25 kg Teilbelastung ab der 2. Woche. Nach 5 Wochen, am 31.07. wieder ins KH zur Kontrolle, aber ohne röntgen. Der Arzt meinte es würde gut aussehen und ich könnte wieder vollbelasten, am besten 1 Woche mit Unterstützung der Krücken. Nein, nicht mit mir, die Krücken und den Aircast wollte ich so schnell es geht aus meinem Leben haben. Zu Hause habe ich den Walker ausgezogen und erst mal eine Schienbeinbandage für den 1. Tag angelegt und mich so langsam wieder ans gehen rangetastet. Am 2. Tag habe ich die Bandage ausgelassen, seitdem gehe ich ohne alles, allerdings läuft der Fuß noch nicht rund, ich hinke noch.
    Mittlerweile sind 6 Wochen und 2 Tage vergangen und ich fahre seit 3 Tagen wieder täglich 1 Stunde Fahrrad, auch bergauf. Auto fahren geht auch wieder. Nur das laufen mit den Hunden überlasse ich noch meinem Mann. Bis ich wieder vollständig laufen kann vergehen noch einige Wochen. Soviel Geduld muss sein.
    Das schlimmste war für mich den Haushalt nicht machen zu können. Mit 2 Hunden im Haus sollte man schon täglich staubsaugen und 2 x die Woche putzen. Das war schwierig. Ich hatte auf jeder Etage einen Bürostuhl und habe mich so fortbewegt. Der Aircast Walker war ein Alptraum bei 40 Grad Außentemperatur, außerdem hatte ich einen Hautpilz durch das viele schwitzen in dem Schuh. Shit happens. Bin trotzdem weiterhin zur Arbeit gefahren (worden) – trotz Krankschreibung. Ich wollte so normal wie möglich an allem teilhaben.
    Heute, 6 Wochen später, schwillt der Fuß immer noch ordentlich an wenn ich zu viel Belastung habe. Ich kühle mehrmals täglich und versuche immer wieder den Fuß hochzulegen. Das wird schon wieder. Es gibt schlimmeres als einen Bruch. Wegen so etwas an Freitod zu denken, da fehlen mir echt die Worte. Erzähl das mal einem Krebskranken oder meinem Sohn, der mit einem schlimmen Herzfehler zur Welt kam und bereits 2 große OP`s am offenen Herzen hinter sich hat, OP No. 3 steht an im nächsten Jahr.
    Wichtig ist die Muskulatur um das Sprunggelenk herum wieder aufzubauen. Dazu habe ich mir ein Balance Board gekauft, das ich täglich nutze.

    Gruß Mary

  19. Jessica

    Aug 11, 2015 at 12:32

    Hi Kevin,
    Also ich liege seit 2 Wochen auf meiner Couch und langweilen mich.
    Meine Frage lautet ab wann du wieder arbeiten gegangen bist? Ich habe eine Weber c Fraktur mit OP und allem drum und dran. Momentan trage ich einen Vacoped Schuh. Die Stellschrauben ist noch für 4 Wochen drin und danach darf ich wieder laufen lernen.
    Lg Jessica

    • Kevin

      Aug 11, 2015 at 22:41

      Hallo Jessica,

      ich war relativ schnell wieder im Büro, hab den genauen Zeitraum nicht mehr im Kopf, müsste irgendwo im Text stehen 😉 allerdings verdiene ich als Freiberufler ja auch kein Geld wenn ich krank zu Hause bleibe und bin damit nicht der beste Maßstab. Hätte ich die Wahl gehabt mich krank schreiben zu lassen, hätte ich mich wohl noch etwas länger geschont.
      Ob die Heilung mit längerer Pause schneller vonstatten gegangen wäre, kann ich natürlich nicht abschätzen. Das größte Problem waren bei mir, wenn ich mich jetzt zurück erinnere, die Schwellungen. Ich habe den Ansatz gewählt, schnell wieder mit der Mobilisierung zu beginnen – allerdings immer mit dem Blick auf die Schmerzen. Waren die abends stärker, hatte ich tagsüber zuviel „trainiert“. So tastet man sich dann Tag für Tag vorwärts.
      Aber bitte beachte, das ich einen Weber B ohne Stellschraube hatte – das heilt wohl nochmal schneller als „Deine“ Variante. Wenn Deine Stellschraube raus ist, wirst Du sicher noch einige Wochen brauchen – je nach Job und individueller Heilgeschwindigkeit. Sitzende Tätigkeiten kann man wohl schneller wieder beginnen als stehende. Aber alleine nach den vielen Kommentaren auf der Seite hier zu urteilen, kann das echt riesig variieren. Ob eine schnelle und manchmal schmerzhafte Mobilisierung gut ist, musst Du mit Deinem Doc und Physiotherapeuten besprechen. Ich glaube nicht, das es da eine Patentrezept gibt.
      Ich für meinen Teil wollte einfach schnell wieder am Leben teilnehmen, die Schmerzen waren (wenn auch immer nervig) schlicht zweitrangig. Hör auf Deinen Körper, der sagt Dir ziemlich gut was Du Dir zumuten kannst … außer in den ersten Wochen, da sagt er ja eh immer nur AUUUAAA 😉

      Wünsche Dir gute und ganz schnelle Besserung, einen optimalen OP Verlauf mit der Stellschraube und viel Glück & Erfolg mit dem Physiotherapie!
      Wenn Du magst, schildere doch Deinen Verlauf ein bißchen für den nächsten Hilfesuchenden.
      Grüße Kevin

    • Tanja

      Okt 24, 2015 at 11:06

      Hallo Jessica,
      wollte mal fragen wie es Dir nach Stellschraubenentfernung geht ?? Bist mir ja um einiges voraus 🙂
      Gruß
      Tanja

  20. Jessica

    Aug 13, 2015 at 00:37

    Hi Kevin. Na ja ich habe eine sitzende Tätigkeit aber die Schwellung kommt und geht halt. Momentan ist mir nur so langweilig und Langeweile bedeutet für mich auch einen gewissen Stillstand und das NERVT. Natürlich höre ich auf meinen Doc zumal ich das erste Mal in meinem Leben etwas gebrochen habe. Ich laufe zu Hause meistens ohne den Schuh herum, weil es ansonsten einfach zu warm ist. Meine Schmerzen halten sich in Grenzen, zumal ich mir meinen rechten Fuß nach dem Bruch und der Verrenkungen (der Fuß hat mich so komisch angeschaut) alleine wieder gerade gebogen habe. Ich wünsche mir halt das ich mein Bein und meinen Fuß ganz bald wieder so bewegen kann, wie vor dem Unfall. 4Wochen muss ich jetzt noch aushalten und wenn du mir sagen kannst das es bei dir irgendwann so war wie vor dem Bruch höre ich ganz bald auf zu jammern. Versprochen Lg Jessi

    • Kevin

      Aug 13, 2015 at 21:32

      Hi Jessica, also wenn Du im sitzen arbeiten kannst dann besorg Dir einen zweiten Stuhl o.ä. zum Fuß hochlegen in den ersten Wochen. Vielleicht nicht den ganzen Tag hochlegen, das schnürt dann ja in der Hüfte ab, aber schon viel. Und naja, so 100% wie vor dem Unfall? Da gibt es geteilte Meinungen drüber. Ich hab das Metall jetzt gut 9 Monate raus und der Fuß ist dennoch nicht so „gut“ wie früher bzw. wie der andere. Ich merke ihn zu >95% der Zeit nicht, das war aber auch schon 6 Monate nach der OP so. Immer mal wieder zwickt er dann aber doch oder schwellt nach einem langen warmen Tag nochmal an.
      Aber die Bewegungsfähigkeit die man für den Alltag benötigt, die kommt nach ein paar Monaten wieder, vorausgesetzt das Du entsprechend mit dran arbeitest: Physiotherapie, später Sport, Dehnungen, Massagen, ordentliche Ernährung … das wird schon, allerdings musst Du Dich schon in Geduld üben, gerade wenn Du wieder das gehen lernst: nicht übertreiben, schön auf Deinen Körper hören und langsam machen. Langsam ich wörtlichen Sinne. Nicht wenig, sondern langsam. Alle Fasern die dann gerade heilen /zusammenwachsen sind noch anfällig und ruckartige Bewegungen sind schlecht.
      Jammern ist immer erlaubt, gerade bei so einem fiesen Weber C! Sag Bescheid wie es bei Dir weitergeht und weiterhin gute Heilung 🙂

  21. Sladdy

    Aug 23, 2015 at 14:42

    Hi Kevin, herzlichen Dank für die tolle Infos, hab auch mein Sprunggelenk gebrochen, hab 7loch titanplatte und von innen Seite drei Schrauben, die OP ist vor drei Wochen gewesen und ich hab immer noch schmerzen , muss Vacoped Stiefel tragen und abwarten, dank dir bin ein wenig aufgemuntert.Danke schön!Lg .

    • Kevin

      Aug 27, 2015 at 19:50

      Gute Besserung Sladd! Dann hast Du ja den gleichen Spaß wie ich damals. Der Schmerz wird Dich wohl noch eine zeitlang begleiten, aber das wird schon. Ich bin mittlerweile zu > 95% wieder hergestellt. Und ich nehme an, das auch diese letzten kleinen Pieksereien noch verschwinden werden.
      Nimm Dir einfach genug Zeit 🙂 der Körper weiß was er tut, er ist nur nicht immer der schnellste.

  22. Melina

    Aug 27, 2015 at 12:16

    Danke das du so darüber berichtest. Jetzt hab ich wieder ein bisschen Hoffnung,dass mein Fuß wieder wird wie früher. Meine Verletzung ist aber viel harmloser. Ich hatte mir vor ca.6 Wochen bei pacours das Sprunggelenk an der Wachstumsfuge gebrochen und ich bin erst 12 und deshalb in der Wachstumsphase. Darum musste es nach dem röntgen und CT sofort operiert werden. Ich hab zwei Schrauben eingesetzt bekommen. Die Op ist gut verlaufen. Dann musste ich paar Tage im Krankenhaus bleiben. Danach war Ich drei Tage Zuhause und dann 12 Tage auf Konfafahrt in Österreich (ich durfte mit weil ich keine Schmerzen mehr hatte und die Narbe bereits gut verheilt war) Jetzt bin ich seid 3 Wochen wieder zu Hause und muss 2x in der Woche zur KG Physiotherapie. Inzwischen kann ich meine Zehen wieder normal bewegen und meinen Fuß nach oben links und rechts wieder normal bewegen. Nach unten auch aber noch nicht soweit wie vorher. Ich kann im Vacoped mein ganzes Gewicht auf den Fuß verlagern aber sobald er ab ist und ich ihn abstelle fühlt er sich total komisch an. Ich hab mal versucht so zu gehen und das funktioniert auch aber noch nicht mit so viel Belastung. Heute habe ich wieder einen KG Termin und morgen muss ich ins Krankenhaus. Der Arzt entscheidet dann, ob ich ohne Vacoped laufen darf aber mit Krücken müsste ich dann trotzdem noch paar Wochen um mich wieder daran zu gewöhnen und den Fuß mit der Zeit immer mehr zu belasten.in den Herbstferien werden die Schrauben rausoperiert und dann muss ich wieder mit Krücken gehen aber nur paar Wochen.
    Das einzige wo ich noch Angst habe ist das ich meinen Fuß nicht mehr so weit nach unten biegen kann,wie den anderen und im Internet hab ich von ganz vielen gelesen das sie trotzdem bleibende Schäden haben und nichts mehr ist wie früher…naja einfach mal abwarten was kommt.

    LG melina

    • Kevin

      Aug 27, 2015 at 19:58

      Hi Melina, Du hast den großen Vorteil das Du noch so jung bist. Dein Körper arbeitet gerade bei Heilungsprozessen noch wie ein Ferrari, im Vergleich mit uns „alten Säcken“ (ich bin 36) deren Körper eher wie ein Fiat Punto langsam dahin rattert 😉 Achte darauf nicht zu sehr zu belasten am Anfang, damit alles gerade zusammenwächst. Ich wette in 3 Jahren wird man bei Dir nicht mal mehr eine Narbe sehen und Du wirst Dich wie vorher bewegen können. Ich war schon immer etwas ungestüm/ungeschickt und habe mir schon häufiger Knochen gebrochen, auch als Kind & in der Pubertät. Das wächst so schnell wieder zusammen, da würde ich mir keine (negativen) Gedanken machen.
      Vergiss die ganzen Gruselgeschichten aus dem Internet. Die wenigsten schreiben, wenn alles gut verlaufen ist. Ich wünsche Dir, das Dein Heilungsverlauf ganz schnell und unkompliziert abläuft. Vielleicht musst Du in ein paar Monaten, nach der zweiten OP, noch ein bißchen weiter trainieren weil die Bänder und/oder Sehnen sich noch nicht zu 100% wieder eingespielt haben, aber auch das geht schnell weg. Gerade wenn wenn Du so einen anspruchsvollen Sport wie Parcours machst, weißt Du ja wie wichtig dehnen und aufwärmen ist.
      Also Kopf hoch und gute Besserung!
      Viele Grüße
      Kevin

  23. Mark

    Okt 10, 2015 at 10:53

    Hi Zusammen,

    Toll, dass man sich hier austauschen kann! Mit Leuten zu sprechen, die das Identische durchmach(t)en ist einfacher als mit Themenfremden.

    Ich hatte meine OP vor drei Tagen. Es ist eigentlich alles Bestens, nur wenn ich gelegen habe und aufstehe und das Blut läuft in den Fuß, ist der Schmerz krass! Hattet ihr das auch? Wenn ja, wie lange?

    Gute Besserung an alle Betroffenen !
    Mark

    • Kevin

      Okt 10, 2015 at 22:53

      Hi Mark,
      ja daran kann ich mich noch erinnern – verdammt gut 😉
      Allerdings war dieser Schmerz bei mir immer „nur“ in den ersten 30-60 Sekunden richtig übel – wahrscheinlich weil sich die Wunden und Nähte plötzlich durch den plötzlichen Blutstau ausdehnen und auf die demolierten Nerven drücken (jedenfalls ist das meine Laienvorstellung). Danach war es ertragbar.
      Das hat bei mir nach ein paar Wochen nachgelassen, sobald die Wunde erstmal verheilt war ist es komplett weggegangen. Die ersten Tage waren aber wirklich schlimm, ist aber ja auch irgendwie logisch nach einer Fraktur und OP.
      Dir eine gute und schnelle Besserung Mark 🙂

    • Tanja

      Okt 24, 2015 at 10:19

      Hallo Mark,
      Es sind jetzt ja einige Tage vergangen ….wie geht es Dir heute ? Nehme an , dass Du zu Hause fleißig trainierst ….was machen die Schmerzen ??
      Gruß
      Tanja

      • Mark

        Mai 22, 2016 at 21:56

        Hi Zusammen

        Ich wollte hier nochmal final antworten und anderen Lesern Mut machen.

        Am 07.10.2015 wurde ich operiert (Weber B) und war nach einer nach aus dem Krankenhaus raus. Die Physio und die Schmerzen in den ersten 1-2 Wochen nach der OP waren krass aber es hat sich sehr gelohnt die extra Meile zu gehen und viel trainieren / bewegen (Ergometer, usw).

        In der vierten Woche durfte ich im Vacoped vollbelasten und habe in der letzten Dezember Woche bereits wieder Tennis gespielt und war schmerzfrei.

        Jetzt wurde mir vor 2 Wochen die Schrauben usw entfernt (auf eigenen Wunsch) und der Fuß ist bis auf die Narbe wir vor meinem Sturz.

        Vg und gute Besserung an alle
        Mark

  24. Tanja

    Okt 24, 2015 at 10:06

    Hallo ,
    Ich habe mir am 13.9.15 eine Weber-C Fraktur zugezogen. Beim Radfahren auf Schotter weggerutscht und einmal über Lenker geflogen ( gut , dass ich einen Helm auf hatte)…tja und als ich dann die Fehlstellung meines rechten Fußes gesehen habe …sofort starke Schmerzen …wurde vor Ort noch reponiert ( auaaaa) und eine Stunde später lag ich schon im OP.
    10 Tage KH , wegen starkem Nachbluten , dann nach Hause mit Aircast und 20 kg Teilbelastung. Das Gehen an Stützen war sehr anstrengend , da meine linke Schulter kaputt ist und immer die Angst im Nacken , dass die Stellschraube bricht ….
    Diese Woche am 21.10 war es nun endlich soweit 😀….die Stellschraube wurde ambulant entfernt ..meine Güte hatte ich einen Bammel ..aber für alle , die es noch vor sich haben : meine Angst war unbegründet ..nach 5 min war die Schraube raus !!!
    Jetzt darf ich voll belasten mit Gehstützen ….den Aircast sollte ich noch bis Sonntag tragen , nach Rücksprache mit meiner Physio hab ich das Ding gestern in die Ecke gestellt und Turnschuhe angezogen ( was für ein tolles Gefühl )…..erschreckend wie der Fuß in der Zeit abbaut ….Bänder sind verkürzt ..abrollen nicht möglich , habe das Gefühl , dass ein starkes Gummiband meinen Knöchel einschnürt ..Beweglichkeit sieht anders aus …..eigentlich hinke ich durch die Gegend …bekomme weiterhin Physio und Lymphdrainage……ABER …es geht aufwärts !!!!! Und das möchte ich allen mit auf den Weg geben ….ES WIRD BESSER ..man muss Geduld haben ( fällt mir auch nicht immer leicht )….und es wird auch Rückschläge geben …aber es geht voran ..Stück für Stück …..
    Ich wünsche allen ein sonniges Wochenende
    Tanja

  25. Robert

    Okt 29, 2015 at 22:56

    Hallo!
    Ich habe eure Beitrage gelesen…
    Mir ging fast genau so!Am 24.10 wurde mir die Stellschraube entfernt.Sollte danach mit ca. 20Kg belasten was nicht immer geht.
    Nach paar Schritten wir der Fuß rötlicher und etwas geschwollen dann hab ich so ein Gefühl als ob die Bänder/Sehnen kurzer sind.
    Sobald ich den wieder höher lege wird er ziemlich schnell normal.War es auch so bei euch?Wann könntet ihr mit „Krücken “ problemlos auftreten?

    • Tanja

      Nov 3, 2015 at 06:30

      Hallo Robert ,
      Ich durfte nach Stellschraubenentfernung ( 21.10.15) gleich voll belasten ….leichter gesagt als getan…die ersten Tagen nur an Gehstützen , mittlerweile kurze Strecken ohne . Aber in Ordnung ist es noch lange nicht …mein Fuß fühlt sich an als wäre ein dickes Gummiband um den Knöchel , Innenknöchel schmerzt , Aussenknöchel ist geschwollen ( ständig) und der Fuß ist auch noch gerötet .
      Gestern war ich bei meinem Orthopäden , so ganz zufrieden ist er nicht bzgl der Schwellung und Farbe, in 14 Tagen Kontrolle.
      Seit gestern arbeite ich wieder ( 4-5 Stunden ) , gut fürs Gemüt …nicht so gut für den Fuß …

      Ich habe mir bzgl der Schwellung eigentlich nicht soviele Sorgen gemacht , schließlich ist da einiges “ kaputt“ und jede Menge Metall drin ……

      Osteosynthese mit 8-Loch Dritteltohrplatte über der Fibula , Zugschraube über innenknöchel und hinter dem Volkmann’schen Dreieck .

      Du solltest täglich das Gehen trainieren ( schön auf die Belastung achten ) und zwischendurch das Bein hoch legen . Schwellung ist normal , Du hast ja schließlich wochenlang nicht belastet . bekommst Du Krankengymnastik und Lymphdrainage ??

      LG Tanja

  26. Robert

    Nov 4, 2015 at 17:09

    Hallo!
    Danke für deine Antwort!
    In meinem Fall ist es so,wenn ich morgens aufstehe wird der Fuß erst rötlicher.
    Beim längerem laufen mit Krucken(ohne kann ich noch nicht wegen Schmerzen) schwellt er bisschen an.
    Sobald ich den Fuß hoch lege wird er wieder „normaler“.
    Die Stellschraube wurde bei mir am 23.10 entfernt,seit dem konnte ich noch nicht richtig auftreten.
    Bekomme Krankengymnastik,beim erstem mal wurde Lymphdrainage gemacht.

    • Tanja

      Nov 6, 2015 at 06:57

      Hallo Robert,
      Darfst Du denn jetzt schon voll belasten ??
      Dass der Fuß anschwillt bei Belastung ist völlig normal.
      Mein Aussenknöchel ist ständig geschwollen aber mein Physiotherapeut sagt , das wäre normal ..schließlich belaste ich jetzt voll ..naja und wahrscheinlich mache ich doch ein bisschen zuviel ( arbeite ja schon wieder)….
      Ich habe mir einen Kompressionsstrumpf verschreiben lassen .
      Wichtig ist , dass Du weiterhin auch Lymphdrainage bekommst !!
      Es ist ein langer Weg …was wir brauchen ist Geduld..
      LG
      Tanja

  27. Robert

    Nov 8, 2015 at 21:41

    Hallo Tanja!
    Ich darf jetzt voll belasten.Wegen Schmerzen ist es aber weiterhin nicht möglich.Wenn ich aber „paar“ Schritte mache oder auch „länger“ mit Krücken unterwegs bin schwellt der Unterschenkel auch an.Nach eine Stunde auf der Couch ist die Schwellung fast weg.Wieso ist die Lymphdrainage so wichtig?

    • Tanja

      Nov 9, 2015 at 06:22

      Durch den Bruch ist das Lymphsystem gestört. Lymphdrainage mobilisiert. Dein Arzt sollte Dir weiterhin Krankengymnastik und Lymphdrainage verschreiben!!
      Meine Stellschraube ist jetzt 3 Wochen draußen und ich habe auch noch Schmerzen am Innenknöchel aber ich laufe schon zu Hause ohne Stützen , längere Strecken mit , weil da das Gangbild wesentlich flüssiger ist…mein Knöchel ist z Z ständig geschwollen , trotz Hochlegen und Kühlen . Ich habe 14-tägige Kontrollen bei meinem Orthopäden ..mal schau’n , was er sagt ….

  28. Gabi

    Dez 12, 2015 at 11:26

    Hallo,
    Ich bin am 8. Dezember mit dem Fahrrad auf Glatteis gestürzt und gestern wurde eine Weber C Fraktur diagnostiziert! Ich dachte erst, der Orthopäde macht Witze, denn ich bin die letzten Tage zwar gehumpelt, aber ohne viel Schmerz und ohne Krücken, erst als der Knöchel dann blau wurde und die Schwellung nicht zurück ging bin ich zum Arzt gefahren mit der festen Vorstellung mit einem Zinkleimverband bei einer Bänderdehnung ist das Problem bald erledigt. Und nun das! Ich darf nun nicht mehr belasten, habe Vacoped- Schuh und werde schon am Dienstag operiert. Meine Frage: wie lange bleibt man denn im Krankenhaus? Ich soll eine Platte und Stellschrauben bekommen. Und wann kann man denn wieder halbwegs laufen ohne Krücken? Vorher kann ich als Pendlerin (S-Bahn und Trambahn) nicht zur Arbeit und ich muss dort noch einiges regeln !!
    Habe Krankschreibung bis 30.12.15! aber das wird wohl nicht ausreichen nach euren Berichten

    • Tanja

      Dez 26, 2015 at 11:48

      Hallo Gabi ,
      Ich nehme an , dass Du mittlerweile zu Hause bist und die Ärzte im KH Dich aufgeklärt haben . Mit mindestens 6 Wochen krankschreibung musst Du rechnen , so lange bleibt die Stellschraube drin . Danach geht es aufwärts ( die Stellschraubenentfernung ist übrigens nicht schlimm!!) . Danach darfst Du entweder Teil- oder vollbelasten . Ganz wichtig ist von Anfang an Physiotherapie und Lymphdrainage . Meine Weber C Fraktur liegt 3 Monate zurück ..die letzten Wochen konnte ich schmerzfrei gehen ..und vor paar Tagen dann der Rückfall ..Schmerzen , Schwellung …wahrscheinlich habe ich mir zuviel zugemutet ..jetzt heißt es wieder Bein sooft wie geht hochlagern , kühlen , Schmerzmittel …..
      Also bitte …immer schön langsam , nicht übertreiben , dem Fuß auch noch Wochen später ausreichend Ruhe gönnen …und eine große Portion Geduld mitbringen !!!
      Alles Gute !!
      Tanja

  29. Irene

    Dez 13, 2015 at 10:46

    Hallo …

    Ich bin Irene und habe mir am 4.11.2015 das linke Sprunggelenk 2x gebrochen…war ein Ausflug mit dem Enkel , auf dem feuchten Gras ausgerutscht und das Bein verdreht und Knacks, gebrochen…KH und sofort Not OP… 7 Tage kH habe außen eine große Platte mit 6 Schrauben, innen eine kleine Platte und diese Stellschraube drin…darf 6 Wochen gar nicht auftreten…habe ich nun fast geschafft..am Mittwoch , den 16.12. kommt nun die Stellschraube raus…darüber bin ich natürlich erst mal froh… Aber hab natürlich auch ganz viel Angst vor dem laufen lernen und den Schmerzen…habe hier alle Beiträge gelesen und hoffe das die Schmerzen nicht allzu schlimm werden….

  30. Lehmann,Sylvia

    Dez 16, 2015 at 09:45

    Hallo Kevin,
    habe nach so einigen Recherchen über Sprunggelenk Frakturen hier Deinen echt tollen Beitrag gefunden. Ich hatte am 17. November 2015 einen Arbeitsunfall, gleich früh um 6.20 Uhr und habe mir so eine tolle Fraktur zugezogen. Da ist der Tag schon mal gelaufen.Ich arbeite übrigens in der Hotelbranche, Service. Meine beiden „Nähte“ sehen fast genauso aus wie bei Dir. Nur eben links. Ich hatte Glück, sofort in der Uni Düsseldorf zu landen und auch direkt als Erste in den OP zu kommen. Das war mein Glück, denn sonst wäre vermutlich mein Bein fürchterlich angeschwollen und man hätte nicht sofort operieren können.Habe also ne Bimalleoläre Sprunggelenk Luxationsfraktur.Dazu besteht noch ein Defekt an der distalen Fibula. Das Blöde ist, dadurch das der Knochen stark gesplittert war (außen), hat man sozusagen mit dem Knochenmehl, mehr war´s nicht mehr, aufgefüllt und hofft, dass noch genügend Zellen da sind, die sich mit dem Knochen wieder verbinden. So habe ich nun 6 Wochen diesen herrlichen VACOped Stiefel an und darf natürlich nicht belasten. Allerdings darf ich „abrollen“ Jetzt hoffe ich natürlich, dass nicht noch eine OP erforderlich ist, denn dann müsste aus der Hüfte etwas entnommen werden um eine Spongosia Auffüllung zu machen. Ich hoffe allerdings inständig, dass ich da drum herum komme. Natürlich musste ich auch in der Uni erst mal an Krücken laufen lernen und natürlich auch die Treppen.OK, da hat auch alles gut geklappt und nach 7 Tagen Aufenthalt in der Uni durfte ich nach Hause.Klar, es gestaltet sich alles ziemlich schwierig, weil man ja immer mit diesen Krücken humpeln muss. Hänge mir so eine Känguru Tasche um, um irgendwas transportieren zu können. Not macht erfinderisch !! Schmerzen habe ich keine, gar nicht. OK manchmal ein komisches Gefühl, wie ein Ring um den Knöchel. Fäden sind auch schon gezogen und so sieht die ganze Sache ganz gut aus. Jedenfalls von außen.Was mich am meisten stört ist, daß ich nicht Auto fahren kann und mich immer einer fahren muss. Spätestens jetzt hätte ich eine Automatik bevorzugt, was ich sonst eigentlich nicht so sportlich finde. Am 29. Dez. sind die 6 Wochen rum, an denen man mir offenbaren will, ob ich nochmal unters Messer muss oder nicht. Drück mir mal fest die Daumen, das es nicht sein muss. Ich bin ein sehr unruhiger Geist und bin froh, wenn ich das alles hinter mit habe. Aber wie heißt es so schön : Immer positiv Denken !!!
    Liebe Grüße Sylvia

  31. Gabi

    Dez 27, 2015 at 14:18

    Hallo an Alle,
    Danke für Eure Tipps und Erfahrungsberichte! Ich war nur 3 Tage im KKH, was aber auch gereicht hat, habe dort mit der Physiotherapeutin korrektes Laufen und Treppensteigen mit Krücken gelernt, jetzt geht es schon viel besser und ich darf auch abrollen. Ich trainiere täglich meine Arme mit Theraband und Hanteln, so ist es nun nicht mehr so anstrengend, man entwickelt ja schnell die entsprechenden Muskeln. Morgen werden die Fäden gezogen und ich hoffe, dass ich ein Rezept für KG bekomme, denn mein Knöchel ist noch ziemlich geschwollen. Ende Januar soll dann die Stellschraube entfernt werden, das soll ja ambulant gemacht werden und ist hoffentlich nicht mehr so schmerzhaft, oder?
    Wie lange braucht man denn danach noch, bis man wieder ohne Krücken laufen kann und Autofahren kann? Ich zähle schon jetzt jeden Tag….bin leider nicht sehr geduldig

    • Tanja

      Jan 5, 2016 at 05:52

      Hallo Gabi,
      Stellschraubenentfernung ist nicht schlimm , hab es auch ambulant machen lassen , das Ganze hat 10 min gedauert .
      Wie lange Du danach mit Stützen läufst liegt in Deinem eigenen Ermessen …wie sicher Du Dich fühlst und wie die Schmerzen sind . Ich bin danach zu Hause gleich ohne Stützen gegangen , längere Wege mit . Mein Bruch war am 13.9.15 aber manchmal ( wenn ich morgens im Dunkeln aus dem Haus gehe) nehme ich noch eine Stütze …wahrscheinlich eher Kopfsache .
      Auto fahre ich seit Anfang Dezember wieder ( mein Bruch ist rechts ). arbeite seit 2.11 allerdings nicht voll.
      Wichtig ist Physiotherapie und Lymphdrainage . Ich habe mir einen Kompressionsstrumpf verschreiben lassen und eine Bandage für längere Gehstrecken .
      Momentan macht mir der Wintereinbruch zu schaffen , gehen auf Schnee ist eine Katastrophe ….
      Mein Knöchel ist auch immer noch geschwollen , lt Orthopäde völlig normal , das könne bis zu 6 Monaten dauern . Auch hat mein Fuß immer noch eine andere Farbe , auch das wäre normal ..schließlich ist da einiges kaputt gegangen und der Heilungsprozess noch im vollen Gange …..
      Ich wünsche Dir weiterhin gute Besserung !!!

  32. Gitty

    Jan 17, 2016 at 11:54

    Hallo, ich hatte vor ca. 4 Wochen eine ähnliche Operation wie Kevin. Noch heute habe ich an der Innenseite des Fußes (Sprunggelenk) stechende Schmerzen, so dass ich befürchte, dass der Bruch nicht korrekt zusammen wächst.
    Welche Art von Schmerzen hättet ihr verspürt?
    Lg.

    • Kevin

      Jan 18, 2016 at 17:55

      Hallo Gitty,
      also wenn Du Schrauben drin hast, dann ist es in meinen Augen wahrscheinlicher, das Deine Schmerzen einfach von dem massiven Eingriff kommen und nicht von einem fehlerhaften zusammenwachsen der Knochen.
      Was da in dem Moment im Fuß alles vorgeht ist so traumatisierend für den Körper, das er bei jedem etwas reagiert – ich würde schon fast sagen wollen „rumzickt“, aber irgendwie hat der Körper ja auch recht damit Dir Schmerzen zu senden, ist halt vieles (Gewebe, Knochen, Lymphfluß etc.) noch kaputt.

      Du könntest natürlich Deinen Arzt bitten den Verlauf zu kontrollieren, was dann eben Röntgen bedeutet.
      Bei mir ist die Nachkontrolle erst nach einigen Monaten erfolgt, wenn ich mich richtig erinnere.

      Ich halte 4 Wochen jetzt aber auch nicht für viel Zeit für den ersten Heilungsprozess, auch wenn wir heute gewohnt sind das alles schnell geht, darf man nicht vergessen was Dein Körper da erlebt. Und naja, wenn Du nicht gerade 14 bist, dann sind die Heilungsprozesse halt auch nicht mehr die schnellsten.

      Jeder Körper heilt anders und auch bei mir waren die Schmerzen nach 4 Wochen noch schlimm, aber nur wenn ich den Fuß zu stark belastet habe. Ansonsten die üblichen stechen/pochenden „Druckschmerzen“ wenn man aufsteht und das Gewebe akut durchblutet wird oder wenn man sich z.B. versehentlich stößt … *AUA* da kann man dann ja auch gerne mal an die Decke springen.

      Wünsche Dir einen guten Heilungsverlauf Gitty!

    • Tanja

      Jan 21, 2016 at 20:16

      Hallo Gitty,
      Mein Bruch ist 4 Monate her . Stechende Schmerzen am Innenknöchel hatte ich fast drei Monate ….jetzt geht es langsam aufwärts . Schmerzen nur noch bei Überlastung aber immer noch einen geschwollenen Knöchel .
      Gute Besserung !!!
      Tanja

  33. Gabi

    Jan 27, 2016 at 10:25

    Hallo Tanja,
    Habe gestern die Stellschraube entfernt bekommen, wurde ambulant im Krankenhaus und mit lokaler Betäubung gemacht, war nicht schlimm und hat auch nicht lange gedauert! Man spürt natürlich schon, dass da etwas gemacht wird und mein Arzt war auch etwas grob. Danach und auch heute noch brennt es ziemlich, aber kein Vergleich zur 1. Operation! Ich habe auch die Krücken gleich weggestellt, aber ordentlich laufen kann ich noch nicht und Treppensteigen geht auch noch nicht richtig, aber es ist sooo schön, wenn man wieder die Hände frei hat! Der Knöchel ist, seit ich einen Kompressionsstrumpf trage, auch nicht mehr geschwollen.
    Mit der restlichen Metallentfernung lasse ich mir auf jeden Fall Zeit bis zum Herbst!
    Gute Besserung an Alle!

    • Tanja

      Jan 28, 2016 at 13:56

      Hallo Gabi ,
      Na das hört sich doch gut an ..jetzt geht es aufwärts !!!
      Mit den Treppen habe ich bis heute Probleme , hoch kein Problem aber runter nur ab und zu im Wechselschritt …und mit festhalten . Mein Knöchel ist mit und ohne Strumpf gleich stark geschwollen , so dass ich den Strumpf jetzt weglasse ..bekomme weiterhin Lymphdrainage und manuelle Therapie . Ansonsten ist es wohl tagesformabhängig …mal laufe ich ohne Probleme und an manchen Tagen tut es immer noch weh ….aber ich bin zuversichtlich …das wird noch besser !!
      Alles Gute weiterhin !
      Tanja

  34. Niklas

    Jan 28, 2016 at 00:06

    Sehr schön geschrieben. Kann meine Erfahrung mit Op und warten des Rückgangs der Schwellung nur teilen genauso wie die Schmerzfreiheit. Ich hatte Weber B/C durch den lieben Fußball allerdings ohne Stellschraube. Ich wurde am 29.10.15 operiert und steige Anfang Februar wieder ins Mannschaftstraining ein, ich bin erstaunt wie schnell meine Verteilung im Vergleich zu den meisten anderen hier abläuft aber mag auch an meinen jungen 19 Jahren liegen und sehr gutem Heilfleisch.
    Schönen Dank nochmal für den tollen Bericht, bin per Zufall nochmal drauf gekommen und hab den damals im Krankenhaus mehrmals gelesen

  35. Gabi

    Feb 4, 2016 at 08:30

    Nachdem ich nun wieder fast richtig laufen kann, ein paar Tipps für alle Leidensgenossen:
    – wenn nach der OP der Fuß schmerzt, Schmerzmittel nehmen, nicht zu lange warten!
    – Die Krücken nicht zu hoch einstellen, anfangs ist das Laufen mit Krücken sehr anstrengend, aber man gewöhnt sich schnell daran, wenn möglich mit einer Hand am Geländer festhalten, besonders die Treppe hinunter, die nicht gebrauchte Krücke die Treppe hinunterschieben, wenn man nicht beide Krücken in die Hand nehmen mag/kann
    – Bürodrehstuhl war eine gute Alternative in der Wohnung, aber Vorsicht bei Türschwellen!
    – mit Duschhocker kann man bequemer im Sitzen duschen und der operierte Fuß bleibt trocken
    – Kompressionsstrumpf hat bei mir die Schwellung des Knöchels verringert und Halt gegeben
    – und Geduld haben, die Zeit vergeht dann doch sehr schnell
    – keine Angst vor der Entfernung der Stellschraube, geht ambulant mit Lokalanästhesie
    – regelmäßig Lymphdreainage und Krankengymnastik, die Therapeuten nehmen sich mehr Zeit als die Ärzte und haben gute Tipps, Ärzte wollen meist nur Röntgen!
    Ich wünsche allen gute Besserung und Kopf hoch, es gibt mit Sicherheit Schlimmeres!

  36. Nina

    Mrz 7, 2016 at 22:30

    Vielen Dank für den aufschlussreichen Erfahrungsbericht. Habe Weber C mit Syndesmoseruptur (zugezogen beim Capoeira am 27.01.2016, operiert am 02.02. mit Platte und Stellschraube) und warte sehnsüchtig auf die Entfernung der Stellschraube am 15.03.! Habe in den ersten Tagen nach dem Bruch auch viel im Internet gelesen und die ganzen Horrorstories haben mich erst mal ziemlich fertig gemacht.
    Die letzten Wochen vergingen dann aber doch rascher als befürchtet, zumal man sich ja an eine völlig veränderte Lebensführung gewöhnen muss und auch die einfachsten und alltäglichsten Handgriffe einen plötzlich vor schier unüberwindliche Schwierigkeiten stellen.
    Jetzt kriege ich aber doch deutlich die Hummeln und warte sehnsüchtig auf die OP nächste Woche und die Therapie, die danach noch folgt. Wann werde ich wohl wieder autofahren können? Wann schwimmen und -oh mein Gott- joggen? Ob ich direkt ohne Krücken losmarschieren darf nach der OP?
    Kriege momentan leichte KG (darf an Krücken auch nur bis 20 kg belasten) und Lymphdrainage und auch wenn ich das Gefühl habe, viel Bewegung würde mir guttun, rächt sich ebendiese in Form eines dick geschwollenen und leicht schmerzenden Gelenks am nächsten Tag. Gestern habe ich zum Beispiel einen „Spaziergang“ zum Wahllokal gemacht (Hin und Rückweg insgesamt roundabout 4 km) und den habe ich heute den ganzen Tag deutlich gemerkt.
    Ich hab so Lust, ohne Krücken zu laufen und gleichzeitig mittlerweile richtig Angst, meinen Fuß zu belasten, dass ich schon gar nicht mehr weiß, wie sich das Laufen auf zwei Beinen ohne Krücken anfühlt. Vor zwei Tagen habe ich das erste Mal im Traum Krücken gehabt, so sehr habe ich mich an die Dinger mittlerweile schon gewöhnt. Man kriegt übrigens ganz schön gute Oberarme durchs Krückenlaufen- auch wenn ich vorher schon Krafttraining gemacht habe, schaffe ich jetzt mindestens doppel so viele Liegestütze am Stück wie noch vor vier Wochen 🙂

  37. Gabi

    Mrz 15, 2016 at 20:14

    Liebe Nina,
    Ich durfte nach der Entfernung der Stellschraube, die ambulant und in Lokalanästhesie durchgeführt wurde, sofort voll belasten und habe die Krücken und den Vacoped nach der Rückkehr aus dem Krankenhaus sofort weggestellt und nicht mehr angerührt! Aber bis ich wieder länger schmerzfrei und ohne Hinken laufen konnte, dauerte noch rund 3 Wochen. Aber es ging immer aufwärts, ich hatte 2 x die Woche Physiotherapie, das ist wichtig zum Muskelaufbau. Da ich die Fraktur am linken Fuß hatte, bin ich ein paar Tage später wieder Auto gefahren, das Kuppeln war auch nicht schmerzhaft, nur der Fuß noch etwas ungelenkig. Nordic Walken im Wald geht nun nach 6 Wochen wieder gut und schmerzfrei, aber bei unebenen Boden ist immer die Angst im Hinterkopf, ja nicht umzuknicken.
    Skifahren werde ich heuer nicht, obwohl es vielleicht gehen würde und Joggen traue ich mir ebenfalls noch nicht zu. Wenn ich tagsüber viel gelaufen bin, ist der Knöchel abends etwas geschwollen, aber auch das wird täglich besser. Die Platte und Schrauben stören mich überhaupt nicht, sie Schränken auch nicht die Beweglichkeit des Fußes ein. Ich werde sie auch erst im Herbst ambulant entfernen lassen, man darf ja wegen der OP-Naht wieder nicht ins Wasser und geht vielleicht wieder ein paar Tage mit Krücken.
    6 Wochen mit Krücken zu laufen war wirklich anstrengend und mühsam und ich war sehr froh, als alles vorbei war, aber im Rückblick ist die Zeit dann doch schnell vergangen und der gewohnte Alltag kommt schnell wieder!

    • Tanja

      Mrz 16, 2016 at 12:27

      Ich melde mich auch mal wieder ……
      Mein Unfall ist jetzt 6 Monate her ( Weber C rechts ).
      Seit gut drei Wochen ist mein Sprunggelenk ziemlich geschwollen …ich vermute , dass mich das viele Metall im Fuß ärgert . Aber so lange ich schmerzfrei bleibe lasse ich noch nichts daran machen .
      Die Kraft im Fuß ist wieder ganz gut hergestellt , sogar Treppe runter geht jetzt ohne festhalten ..wieder ein Erfolg ….ich habe weiterhin Physiotherapie , normal gehen funktioniert gut . es gibt Tage da vergesse ich meinen “ kaputten “ Fuß komplett und paar Tage später rebelliert er wieder …ich denke dass es erst richtig gut wird , wenn das Metall raus ist ( September ).
      Nach der Stellschraubenentfernung habe ich sofort vollbelastet , gearbeitet habe ich wieder 6 Wochen nach Unfall und Autofahren habe ich mir nach gut zwei Monaten wieder getraut .
      Ich wünsche allen weiterhin eine gute Genesung und eine große Portion Geduld !!!!

  38. Susanne Klein

    Mrz 17, 2016 at 16:44

    Hallo,
    toll, ein aktuelles Diskussionsforum zu finden. Meine Weber-C-Fraktur links – also mit abgerissener Syndesmose – geschah am 9.Januar 2016 auf einer kleinen Glatteisfläche. Leider mußte ich nach der Einlieferung ins Krankenhaus so lange warten, daß es dann zu sehr geschwollen war, so daß die OP erst am 18.Januar stattfand. Lochplatte mit 8 Schrauben + 2 Stellschrauben, weil meine Knochen so schmal sind, sowie Schrauben im Schienbeinknöchelchen.
    Die Schmerzen nach der OP ließen sofort nach Entfernung der Drainageschläuche nach. Spaltgips , zwei lange Nähte. Keine Belastung erlaubt, bzw. später dann mit Physiotherapeut „Abrollen“, das Gehen bzw. Hüpfen mit Unterarmstützen war so gar nicht meins, und ich hatte auch tierische Angst, hinzufallen und die Stellschraube zu zerbrechen. Die Ärzte machten mir aber auch Angst und widersprachen sich gegenseitig mit „konsequent hochlegen“ und „viel Bewegung“.
    Ich war drei Wochen lang im Krankenhaus, dann kam das Abenteuer: ich wohne im 3. Stock ohne Fahrstuhl, und die Hausärztin wollte keinen Hausbesuch machen. Nachdem ich mitbekam, wie schwierig es war, meine ca. 90 kg + Gips die Treppe raufzukriegen, hat mich die ganze Zeit über nur die Panik vor dem nächsten Mal verfolgt. In der Wohnung bin ich mit einem alten Bürorollstuhl rumgefahren, das ging prima. Ich habe den Vacoped-Schuh verweigert, weil er nicht an mein geschwollenes Bein anzupassen war und nach dem ersten Versuch die Nähte wieder geblutet hatten.
    Am 1. März war die Stellschrauben-Entfernung, und obwohl es bei mir 2 waren und der Knochen schon versucht hatte, sie sich einzuverleiben, hat es dank des tollen ambulanten Chirurgen gar nicht wehgetan, auch nicht die Spritze vorher.
    Gleich hinterher ließ er mich auftreten und grinste, als ich kein Gefühl hatte und mich an ihn hängen mußte. Mit den Krücken ging es dann aber prima, und die 3 Stockwerke zu Hause bin ich alleine hoch, wie ein Kind zwar, aber ohne zu straucheln und zu keuchen.
    Physio hab ich auch, kann auch seit 1 Woche ganz gut draußen mit Krücken rumlaufen, kriege Oberarme wie Michelle Obama und hab abgenommen. Ich hoffe, daß ich zu Ostern wieder autofahren kann – es ist der Kupplungsfuß…sonst kann ich nicht zur Arbeit kommen. Mal sehen, was der Arzt am 21.März sagt, dann ist Röntgenkontrolle.
    Geduld ist auch nicht meine Sache, von daher habe ich oft einen stark geschwollenen Knöchel und auch das Gefühl des starken Gummibandes herum. Er sieht auch anders aus als der heile Fuß… Aber ich habe mir eine Pütter-Binde gekauft und wickel den Fuß, wenn ich rausgehen will, das hilft. Das Schönste war, als ich wieder im Stehen die Wäsche auf den Wäscheständer hängen konnte… Mir waren im Sitzen fast die Arme abgefallen. Und als ich zum ersten Mal meinen Kaffee wieder mit ins Wohnzimmer nehmen konnte in meiner Lieblingstasse, weil ich mit 1 Krücke gehen konnte… Hoffe, daß ich bis Ostern dann ganz freihändig gehen kann.
    Es ist eine furchtbar langwierige Sache, finde ich, und mir fehlt sogar die Arbeit …
    Allen alles Gute
    Susanne

  39. br

    Mrz 22, 2016 at 12:57

    Habe mir am 13.2. bei einem Treppensturz eine Weber b Fraktur zugezogen, die konservativ mit Gips behandelt wird. Der Gips wird am 24.3. abgenommen. Wann kann ich wohl wieder ohne Krücken laufen. Ich bin eigentlich recht sportlich.

    • Susanne Klein

      Mrz 29, 2016 at 18:49

      Juchhu, seit einer Woche gehe ich „freihändig“, bin heute über eine Stunde lang Auto gefahren und Teppen gestiegen … Fuß wird aber immer noch dick, daher hab ich mir eine Sprunggelenksbandage zugelegt.
      br: Kommt darauf an, wie schnell Deine Muskulatur, die unter dem Gips ja ganz ruhig gestellt war, wieder aktiviert wird.
      Meine weigert sich, wieder Verantwortung zu übernehmen, bin aber auch nicht besonders sportlich gewesen.

      • Gabriele

        Apr 7, 2016 at 21:09

        Hallo br,hallo Susanne,

        ich habe mir am 13.3.mein Sprunggelenk innen und aussen am rechten Fuß gebrochen.2 OPs(am 14.3 das Innengelenk,am 18.3 das Aussengelenk mit Stellschraube).Trage nun einen Vacoped.Soweit alles ok.Was mich stört,ist dieses hochlagern des Fußes nachts im Bett.Es ist unheimlich störend.Wie lange habt ihr den Fuß hochgelagert?Ansonsten bewege ich mich eigentlich viel,mache leichte Gymnastik,damit die Muskeln nicht so arg abbauen.Habe aber auch ein wenig Angst dass ich zu viel an Krücken laufe.Wie war das bei euch in der anfangszeit (zeitraum so 3 Wochen nach OP?

  40. Susanne Klein

    Apr 13, 2016 at 20:41

    Hallo Gabriele, ich habe den Fuß konsequent relativ hoch gelagert, auch im Bett, das einzige, was mich dabei störte, war, daß ich auf dem Rücken schlafen mußte. Das konnte ich noch nie, und es war ein Fest, als ich irgendwann feststellte, daß man auch auf der Seite liegen kann – Kissen zwischen die Beine, alles gut!
    Ich bin fast gar nicht auf Krücken gelaufen, als ich noch die Stellschrauben drin hatte, viel zu viel Angst hinzufallen bzw. die Schraube zu zerbrechen. Leichte Gymnastik ist bestimmt nicht verkehrt. Allerdings wird durch die ungleichmäßige Belastung der Rest des Körpers in Mitleidenschaft gezogen, ich habe mir die linke Schulter überlastet und am heilen Fuß die Faszien und den Sehnenkanal der Achillessehne – sagt die Krankengymnastin. Läßt sich aber alles beheben. nur Mut. Und plötzlich ist die Stellschraube raus und du kannst wieder allerlei selbst machen, insbesondere Treppen steigen.

  41. Gabriele

    Apr 13, 2016 at 22:31

    hallo Susanne,
    vielen Dank für deine Antwort.
    Mit den Krücken laufen ist für mich kein Problem.Es geht eben langsam und gemächlich.Angst vor hinfallen hab ich nicht.Gehe nun auch schon auf die Terrasse,was bedeutet 12 Treppenstufen mit den Krücken zu überwinden.
    Am 21.3 wird bei mir entschieden wann die Stellschraube rauskommt.Irgendwie freue ich mich darauf,dann wieder mit Vollbelastung laufen zu dürfen.
    Meinen Fuss lagere ich nun seit 4 Tagen nicht mehr hoch.Es schläft sich besser. 🙂
    Mal schauen,wie sich alles entwickelt in den nächsten Wochen. Mir wird langsam langweilig und ich vermisse die Arbeit.

    • Tanja

      Apr 16, 2016 at 07:54

      Na das hört sich doch bei Euch schon ganz gut an ….Schritt für Schritt geht es aufwärts ..aber trotzdem braucht Ihr noch eine große Portion Geduld .
      Mein Bruch ( Weber C) ist jetzt 7 Monate !!!! her und erst die letzten Wochen merke ich einen großen Fortschritt …ich habe wieder Kraft im Fuß ..kann normal gehen , auch Treppen freihändig ..laufen , springen ….ich habe mir gesagt , ich behandele den Fuß wie den anderen und es gibt Tage , da denke ich auch nicht mehr daran .
      Bekomme jetzt meine letzte Physio ( hab das strikt durchgezogen manuelle Therapie und Lymphdrainage ) …möchte jetzt einfach mal versuchen wie es ohne geht .
      Natürlich ist der Fuß immer noch etwas unförmig und je nach Belastung etwas geschwollen ..aber ist ja auch jede Menge Metall drin ( metallentfernung im September ).
      Die Großen Narben sieht man kaum noch 👍
      Wünsche Euch allen weiterhin alles Gute !!!!

  42. Gabriele

    Apr 16, 2016 at 09:19

    Wie ist das mit der KG? Ab wann habt ihr die von Arzt verordnet bekommen? Mir hat man gesagt,sobald die Stellschraube herausgemacht wurde würde die KG anfangen? (meine wird vieleicht in den nächsten 2 Wochen herausgemacht) Lympfdrainage hab ich nur bekommen solange ich im KH war.(dort hätt ich dann erst wieder 2 Wochen nach der Entlassung einen weiteren Termin bekommen,was für mich keinen Sinn machte nach so langer zeit )
    Ansonsten mache ich einige Übungen für die Muskeln.Bei Youtube gibt es von Vacoped einige Videos mit guten Übungen, die ich mache.

    • Tanja

      Apr 16, 2016 at 12:33

      Hallo Gabriele,
      Ich hatte von Anfang an KG und Lymphdrainage und dann Manuelle Therapie und Lymphdrainage – sprich seit September 2015 2x wöchentlich und das hat mir wirklich sehr viel gebracht …anfangs das richtige Treppensteigen mit Aircast ..Fuß dehnen ..zuletzt Beweglichkeit des Fusses und Blockaden lösen im Mittelfuss durch die lange Schonhaltung . Nach der Lymphdrainage hat sich mein Fuß gleich viel besser angefühlt und ist nicht so angeschwollen . Du kannst Dir 6 Monate postoperativ Physiotherapie verschreiben lassen

  43. Susanne Klein

    Apr 19, 2016 at 19:57

    Mein nachbehandelnder Chirurg und Orthopäde hat mir genau 12 x KG und Lymphdrainage verordnet. Seit gestern , also genau 3 Monate nach der OP, darf ich „alles“ wieder machen, bin gerade Rad gefahren. Er meint „Das läuft sich zurecht“ und ich soll Dehnübungen für die Rückseite der Waden machen und öfter mal auf den Zehenspitzen gehen, es sei nicht bewiesen, daß lange KG den Heilungsprozeß befördert… Werden wir sehen. Ich glaube auch, daß die alltäglichen Belastungen den Muskeln und Sehnen schon zeigen werden, wie es wieder geht, und gegen alltägliche Fehlbelastungen durch Schonhaltung kann die KG auch nicht viel tun.

  44. Gabriele

    Apr 22, 2016 at 17:28

    So,am kommenden Donnerstag kommt die Stellschraube raus.Ambulant und mit Spinalanästhie(auf meinen Wunsch hin) Termine für KG hab ich auch schon.Soweit also alles ok.
    Wie lange wart ihr Arbeitsunfähig) Mir sagte man es würde noch gut 6 Wochen dauern bis ich wieder arbeiten könnte.(Muss mit dem Auto 35km fahren und habe einen Bürojob) Habt ihr auch wieder mit dem Eingliederungsprogramm angefangen?

    • Kevin

      Apr 22, 2016 at 19:57

      Also da ich selbstständig bin und es somit leider auch keine Krankschreibung gibt 😉 war ich natürlich an einer schnellen Wiederaufnahme der Arbeit interessiert. Prinzipiell ist das Autofahren in den ersten Wochen problematisch, vor allem wenn Du Dir eine Notsituation vorstellst. Könntest Du z.B. schon eine Notbremsung durchführen? Also alleine deswegen ist das in den ersten Wochen schon fast unmöglich (außer Du wirst gefahren).
      Egal, zurück zur Frage: auch ich hab mehrere Wochen ausgesetzt, das Problem ist der Fuß am Anfang, der mag einfach nicht stundenlang abgeknickt unter dem Bürostuhl rumbaumeln – man muss versuchen sich ein Türmchen zum Hochlagen zu basteln und dann echt oft aufstehen und rumgehen. Ich bin glaube ich nach 3 Wochen wieder arbeiten gegangen (Taxi zum Büro) und hatte die ersten Wochen wirklich keinen Spaß dabei. Wäre ich Angestellt und hätte mich mit Lohnfortzahlung krankschreiben lassen können, hätte ich das sofort gemacht – der Fuß heilt einfach besser in Ruhe zu Hause als mit „Blutstau“ im Büro.
      Was ist denn ein „Eingliederungsprogramm“?

  45. Susanne Klein

    Apr 22, 2016 at 22:02

    Hallo Gabriele, da Du den rechten Fuß gebrochen hast, glaube ich nicht, daß Du sehr schnell wieder sicher autofahren kannst. Zwar ist es von Mensch zu Mensch verschieden, aber durch das ganze Metall im Bein und die lange Schonhaltung ist das gewohnte Gefühl weg. Manchmal fühlt es sich taub an und bei vor allem kleineren Bewegungen weiß es oft nicht mehr, wie die gehen… das ist beim Wechsel von Gas zu Bremse bestimmt problematisch. Meins ist ja links, und ich habe wirklich merkwürdig die Kupplung getreten (vier Wochen nach der Stellschraubenentfernung). Bremsen und Gas lange halten hätte ich mir definitiv nicht zugetraut. Aber versuch es ruhig mit jemandem zusammen, der notfalls zurück fährt.
    Außerdem weiß ich nicht, wieso Du eine Spinalanästhesie brauchst – es ist nur ein kleiner Schnitt und ca. 2 Minuten schrauben und nähen, nicht schlimmer als die Entfernung eines Leberflecks und lange nicht so schlimm wie eine Oberkieferspritze beim Zahnarzt.
    Ich bin 10 Wochen nach der OP wieder zur Arbeit gegangen, ganztags ohne Eingliederung. Habe eine Sportbandage angeschafft, das hilft. Lymphdrainage tut ein weiteres, und ein ständiger Wechsel zwischen Rumlaufen, Sitzen und Hochlegen hat auch geholfen.
    Frag Deinen Arzt nach Wiedereingliederung, er muß es verschreiben, sonst zahlt es die Krankenkasse nicht. Du bist nämlich währenddessen weiter krank geschrieben und kriegst nicht wieder Deinen vollen Lohn!
    Kevin: Lohnfortzahlung geht genau 6 Wochen lang, dann greift die Krankengeldzahlung der Krankenkasse, das sind nur 70 %. Auch als Selbständiger kann man sich entsprechend versichern.
    Ich finde, wenn man abgelenkt ist, und nicht mehr alle Gedanken um den Fuß kreisen, stellt sich der „Normalzustand“ beim Gehen viel schneller ein. Es spielt sich viel im Kopf ab, vor allem Schonhaltung und Vermeidung… Wenn der Chirurg sagt, daß die Heilung der Knochen super ist und man darf wieder bis zur Schmerzgrenze belasten oder sogar voll, dann kann da nichts mehr kaputt gehen.

  46. Gabriele

    Apr 22, 2016 at 22:52

    vielen Dank für eure schnellen Antworten
    Kevin:Widereingliederung besteht darin,sich wieder langsam an das Arbeitsleben zu gewöhnen (oder der Fuß) man fängt zum Beispiel mit 3 Stunden an und dieses wird Woche für Woche gesteigert bis wieder die Vollzeit hergestellt ist.

    Sabine: ich hab die Spinal gewählt,da mich der Arzt fragte welche Narkose ich möchte.Vor einer örtlichen Betäubung hab ich Angst,das sie nicht so gut wirkt.Muss aber noch mal mit dem Narkoseartz reden,mal warten was er meint.

    Autofahren werd ich wirklich nur wenn ich mich ganz sicher fühle.Wenn es mit dem Gehen gut geht,kann ich ja auch eine Weile mit dem Zug zur Arbeit fahren.Definitiv werd ich meinem Fuß die zeit geben,die er braucht um wieder gesund zu werden.

  47. Alexia

    Apr 23, 2016 at 13:59

    Zuerst einmal einen lieben Gruß an alle Leidensgenossen, ich finde mich sehr in euren Schilderungen wieder. Mich (weiblich, 37 Jahre, nur bedingt sportlich aktiv) hat es am 10. März erwischt, durch einen Sturz vom Pferd. Diagnose Weber B. Operiert wurde ich neun Tage später, da es zunächst abschwellen musste (und ich zwischenzeitlich vermutlich verloren gegangen bin, aber das ist ein anderes Thema). Nun wurde mein Fußgelenk mit 10 Schrauben und einer Platte veredelt und mit zwei bezaubernden Narben aufgehübscht. Fünf Tage nach der OP durfte ich das Krankenhaus endlich wieder verlassen. Positiver Nebeneffekt, des langen Aufenthaltes, minus 8 KG auf der Waage, verursacht durch die Medis und mein Heimweh. Weniger positiv die damit einhergehenden Kreislaufprobleme. Im Krankenhaus konnte ich das Bett kaum verlassen, beim ersten Gehversuch auf Gehhilfen (noch vor der OP) habe ich mir die Nase gebrochen, weil mir plötzlich schwarz vor Augen wurde, dem Physio wäre ich fast von der Treppe gekippt und der Besuch im Bad war ein echter Kraftakt. Nach der Entlassung hat es noch drei Tage gedauert, dann wurde es deutlich besser (was Heimatluft so alles Ausmacht!). Seit dem Unfall trage ich einen Vacoped Schuh. Ich bekomme Lymphdrainage, Pysiotherapie und darf den Fuß sechs Wochen lang nur mit 20 kg teilbelasten. Die sind nächste Woche rum, wobei ich mir grade noch nicht wirklich vorstellen kann, ab Ende nächster Woche wieder eine Vollbelastung hin zu bekommen (ich bin leider ein Schmerzweichei). Die Beweglichkeit gegenüber dem gesunden Fuß würde ich jetzt mal auf vielleicht 40% einschätzen, obwohl ich täglich Dehnübungen mache.

    Vielleicht noch ein paar hilfreiche Tipps. Arnica und Silicea unterstützen den Heilungsverlauf! Zudem ist es für allein lebende Personen möglich für vier Wochen eine Haushaltshilfe über die Krankenkasse zu finanzieren! Gerade am Anfang sehr hilfreich. Inzwischen ist der Alltag im Haus dank eines Bürorollstuhls aber gut allein zu bewältigen. Für draußen habe ich dank eines lieben Nachbarn ein E Mobil zu Verfügung. Ein echter Gewinn, um wenigstens in eingeschränktem Maße Mobil zu sein.

    Schmerzverlauf:
    Nach dem Sturz wusste ich sofort, dass etwas kaputt gegangen ist. Nie im Leben wäre ich auch nur einen Meter gelaufen. Blöd, wenn man mitten auf einem Acker sitzt und die Sanitäter rätseln wie man in den Krankenwagen kommt. Obwohl der Schmerz an sich erträglich war, aber der Kopf hat sogleich jegliche Funktionsweiterleitung an das Bein verweigert.
    Im Krankenhaus bis zur OP bekam ich Novalgin, aber ich glaube mit oder ohne hat kaum einen Unterschied gemacht. Der Schmerz war nicht so stark, solange ich das Bein still gehalten habe.
    Für die OP habe ich mich für eine Vollnarkose und einen Block entschieden (hierbei werden die Nerven ab dem Knie komplett betäubt). Meine Bettnachbarin, die einen Tag vor mir am Fußgelenk operiert wurde, kam damit nach der OP super zurecht. Sie hüpfte aus dem Bett und war komplett Schmerzfrei. Das wollte ich auch. Leider war die Wirkung bei mir weniger erfolgreich. 12 Stunden nach der OP war alles super, auch das Drainage ziehen war absolut harmlos. Dann baute sich, obwohl ich äußerlich das Bein nicht spüren konnte, im Mittelfuß ein Druck auf. Erst fühlte es sich an als hätte man versehentlich die Blutdruckmanschett angelegt schließlich parkte dann ein LKW auf meinem Fuß. Kein Medikament konnte Abhilfe schaffen. Auch ein morphinhaltiges Präparat nicht. Allerdings kam das dann im Kopf an und ich hing mehr oder weniger sabbernd für den Rest des Tages im Bett. Nach dem ersten überstandenen Tag wurde es zunehmend besser. Tatsächlich ist auch jetzt noch das wirkunsvollste Medikament bei mir das einfache Paracetamol. Aber das zeigt sehr schön, das jeder Körper anderes reagiert.
    In den ersten zwei Wochen Zuhause habe ich noch Paracetamol genommen. Jetzt brauche ich eigentlich keine Schmerzmittel mehr.

    Ein Symptom vermisse ich jedoch in den vorhergehenden Schilderungen. Bei mir ist die Haut an der Wade und am Schiebein seit der OP extrem empfindlich. Es fühlt bei Berührung an, als würde ich durch Brennessel laufen. Habt ihr das auch?

    • Angelika

      Aug 19, 2016 at 19:27

      Hallo Alexis,
      Ich bin vor 17 Tagen an einer Weber B Fraktur ohne Stellschraube operiert worden. Nach etwa 4 Tagen stellte sich bei mir auch ein Taubheitsgefuehl und kribbeln ein. Der Hausarzt sagt, dass ist normal und vergeht mit der Zeit wieder (könnte aber etwas dauern).
      Obwohl ich keine Stellschraube habe, darf ich die ersten 6 Wo. nicht belasten. Sobald ich den Vacoped Schuh anhabe drückt es am Aussenbein so dass ich schreien könnte. Wird es noch besser?
      LG
      Angelika

      • Kevin

        Aug 19, 2016 at 22:58

        Hallo Angelika,
        es wird definitiv besser! Vor allem die Schmerzen sind sehr individuell, bei mir waren sie anfangs auch heftig. Ich hab sie aber so weit ignoriert, wie es sich für mich „gesund“ angefühlt hat. Ist halt viel kaputt gegangen, das Gewebe und die Nerven sind schon arg traumatisiert so kurz nach der OP … aber Dein Körper wird, mit genügend Zeit, alles wieder herstellen. Nur das komische Taubheits-Kribbelgefühl ist bei mir bis heute nicht 100% verschwunden. Ein paar Nervenstränge im Bereich der Narbe sind wohl nachhaltig gestört. Aber auch das ist nicht vergleichbar mit dem Zustand kurz nach OP. Nach ein paar Jahren ist wirklich nur noch sehr wenig vom ursprünglichen „Fehlgefühl“ übrig.
        Grüße Kevin

  48. Susanne Klein

    Apr 25, 2016 at 10:42

    hallo Alexia, das Symptom der „Brennnesselhaut“ hatte ich so ähnlich auch. Bei mir ging es so weit, daß ich mir mehrfach wegen des starken Juckreizes die Haut blutig gekratzt hatte. Es hörte aber irgendwann wieder auf, ich kann gar nicht sagen, wann – nehme an, daß es mit den Lymphbahnen zusammenhängt, die ja durch den Bruch und die OP schwer geschädigt waren und erst wieder „aufwachen“ mußten… Nur Geduld.

    • Kevin

      Apr 25, 2016 at 10:58

      Ich hatte sowas ähnliches auch.
      In den ersten Wochen nach der OP würde ich bei der Beschreibung auch eher Richtung brennender Juckreiz mitgehen => das sind meines Erachtens nach ganz normale Heilungsphänomene. Das gesamte Gewebe wurde ja durch OP, Schwellungen etc in Mitleidenschaft gezogen. Das ging aber relativ schnell weg (hab Fuß und Unterschenkel regelmäßig mit Cremes „massiert“).

      Was ich noch hatte (und da finde ich die Brennesselbeschreibung passender) war ein sehr unangenehmes bis leicht schmerzendes Kribbeln bei bloßer Berührung rund um die Narbe. Mein Arzt meinte, das es an den zerstörten Nerven liegen würde, die deutlich langsamer heilen als Haut/Gewebe und Knochen. Ich kann sagen, das es bei mir mittlerweile wieder weg ist, hat sich aber tatsächlich sehr lange gezogen.

  49. Alexia

    Apr 26, 2016 at 15:08

    Vielen lieben Dank für eure Antworten, da fühlt man sich gleich etwas ruhiger. Scheint also alles normal!

    • Tanja

      Apr 26, 2016 at 15:27

      Dieses Gefühl kenne ich auch ..ein Brennen , Kribbeln , Jucken ..hat bei mir ziemlich lange angehalten …naja bei meiner Weber C Fraktur ( 13.09.15 ) ist ja auch einiges kaputt gegangen ……ich kann sagen , dass ich vor gut 6 Wochen einen enormen Fortschritt gemacht habe …ich habe wieder Kraft in dem Fuß , kann laufen ..Treppen ganz normal gehen ….allerdings ist mein Fuß dicker als der gesunde und steht auch ein bisschen schief aber damit kann ich leben

  50. Gabriele

    Apr 29, 2016 at 16:47

    hallo , ich bins nochmal.

    Nun bin ich die Stellschraube seit gestern los.Der Narkosearzt hat eine leichte Vollnarkose gemacht.Ich konnte um 14 uhr die Klinik wieder verlassen.

    Heute war ich noch mal zum Verbandswechsel in der Klinik ( warum weis ich nicht) Als ich ihn darauf ansprach wie lange ich noch Arbeitsunfähig bin? war seine Antwort :Sie dürfen ihren Fuß seit gestern wieder Vollbelasten also gehn sie am Montag wieder arbeiten! Als ich ihn fragte wie ich dort hinkomme,da ich ja kein Autofahren kann,meinte er :dann fahren sie mit einem Arbeitskollegen!! ??????????Ähm,ich habe hier in der Nähe keine Kollegen, der Fuß ist noch total steif,ich kann noch keine 50 meter laufen,habe am Montag meine erste KG . Also ich verstehe die Welt nicht mehr.Auch mein Hausarzt hat was in die Richtung gesagt:Sie haben ja eine Sitztende Tätigkeit,da geht das dann wohl!
    Meine Option ist ja noch mit dem Zug zu fahren,nur ist der Weg von Bahnhof zur Arbeit ca.400m lang.
    Ich verstehe die Welt nicht mehr.

    • Susanne Klein

      Apr 29, 2016 at 17:29

      Hallo Gabriele, der Arzt spinnt wohl. Dann geh halt zu Deinem Hausarzt. Der wird sich sicherlich mehr Zeit nehmen, diese Widrigkeiten mit Dir zu diskutieren.
      Ich durfte 5 Wochen nach der Stellschraubenentfernung erst wieder arbeiten, obwohl ich immer gedrängelt hab. Der Chirurg sagte, drei Monate Krankschreibung nach dem Unfall / der OP seien Standard, da solle man der Krankenkasse keine Flausen in den Kopf setzen von wegen „früher gesund sein“. Zwar darfst du wieder voll belasten – aber sag das mal den Muskeln und Sehnen! Das ist ja auch ein Sicherheitsrisiko. Kannst Du denn schon ohne Krücken gehen?

  51. Gabriele

    Apr 29, 2016 at 20:40

    hallo Susanne,

    ohne Gehhilfe ist das gehen nicht so doll.Mir klappt das Knie dann immer nach hinten.
    Mir wurde im KH auch gesagt das es gut 10-12 Wochen dauert bis ich wieder Arbeiten kann.Deshalb habe ich den Arzt nicht ganz verstanden(er arbeitet im KH)
    Am Dienstag muss ich zu meinem Hausarzt zur Kontrolle.Da werd ich noch mal mit ihm reden.
    Heute ist mein Fuß so gut wie ko.Bin mit Gehilfen gelaufen und hatte Schuhe an. Ergebniss:Schmerzen an der Seite und starke Schwellung.Morgen werd ich dann wohl eher den Fuß schonen als ihn beanspruchen.

    • Susanne Klein

      Apr 30, 2016 at 09:19

      Hallo Gabriele
      ich habe inzwischen schon 4 Wochen gearbeitet, und das Fußgelenk wird auch immer noch dick. Man muß tatsächlich alle 2 Stunden ihn für ca. 1/4 Std. hochlegen – richtig hoch, höher als die Hüfte, besser noch: höher als das Herz, damit er leerläuft. Dann gibt es Tage, da spür ich schon fast keine Einschränkung mehr, und an anderen ist es so, als wäre der Unfall erst gestern passiert… Hab gehört, daß es sich über ein halbes Jahr lang so hinziehen kann, und das Gelenk auf ewig anders aussieht wie das gesunde. Das ist wohl bei jedem verschieden.
      ich hab mir eine Kompressionsbandage angeschafft, man kann das Gelenk wickeln oder eine Sportbandage überziehen. Einige Ärzte finden das aber nicht so gut, weil es angeblich das Muskelwachstum behindern könnte. Das Knie hat bei mir auch lange nicht gewußt, was es tun sollte, ich nehme an, daß es vom Hochlagern und dadurch resultierenden Durchhängen kommt. Eisern Gymnastik machen, Kniebeugen, „Damen“- Liegestütz… Es dauert halt, bis von der Erlaubnis zur Vollbelastung eine voll-funktionale Wiederherstellung erreicht wird. Von daher ist es meiner Meinung nach total abwegig, dich jetzt schon wieder zur Arbeit zu schicken. Setz dich durch! Ich kann inzwischen wieder radfahren. Nicht so lange, und das Auf- und Absteigen sieht noch arg krüppelig aus, aber es wird jedesmal besser, finde ich. Da zu-Fuß-Gehen aber noch nie zu meinen Stärken und Leidenschaften gehört hat, ist es für mich bis zu 3 km aber die Alternative. Die Elastizität beim Absteigen ist noch nicht wieder da im kaputten Gelenk, es hat ganz schön geholpert. Aber autofahren geht wieder ganz toll (Kupplungsfuß), auch Treppe abwärts wird immer besser. Man muß nur mit Bewußtsein die Fehlhaltungen korrigieren. Und sich gut festhalten und nicht überschätzen. Geduld Geduld und noch mehr Geduld, dann wird es schon.

  52. Gabriele

    Mai 7, 2016 at 14:27

    Hallo Susanne,
    heute ist der neunte Tag meiner Stellschraubenentfernung.Es wird von Tag zu Tag besser mit der beweglichkeit des Gelenkes und dem Gehen.Treppen hoch gehen klappt gut,runter geht nur immer Stufe für Stufe.Die Gehhilfen habe ich heute noch nicht benutzt.Schmerzen hab ich keine (ausser Muskelkater)und der Fuß sieht gut aus und wird auch bei beanspruchung nicht dick.Die Narben werden drei mal am Tag massiert und mit Melkfett eingerieben.(Ein Tipp vom Pysioterapeut)KG stehen auch dreimal am Tag auf meinem Plan.

    • Susanne Klein

      Mai 12, 2016 at 20:11

      hallo Gabriele, toll, daß es dir so gut geht! ich habe gerade ein wenig dickere Knöchel beidseitig, weil es hier in HH schon sehr warm ist.
      Habe gerade von meinem Operateur erfahren, daß dies noch Monate andauern kann. Außerdem solltest Du die wissenschaftliche Diskussion wg. evt. Metallentfernung verfolgen . Er meinte, der Trend gehe nun eher dahin, das Metall großzügiger im Körper zu belassen, wenn es nicht im Alltag stört. Das hat mich sehr beruhigt, denn auf einen neuen langen tiefen Schnitt mit allen Begleiterscheinungen hatte ich ehrlich gesagt keine Lust. Mal sehen, wie sich das alles entwickelt.
      Gute Besserung weiterhin und einen langen Atem wünsche ich Dir !

  53. Uschi Paul

    Mai 18, 2016 at 17:13

    Hallo Kevin,
    nach meiner Operation habe ich im Netz nach Informationen zu meiner Verletzung gesucht und bin über deinen Beitrag gestolpert. Er ist interessant, unterhaltsam und informativ geschrieben und hat mir das Gefühl vermittelt, das es bald wieder aufwärts gehen wird.

    Ich habe mir am 08.02.2016 eine trimalleolar Fraktur  (Bruch des Außen- u. Innenknöchels plus Fraktur der Schiebeinhinterkante) zugezogen. Wollte  einfach nur einen Abhang hinunter gehen und bin auf dem sehr nassen Untergrund weg gerutscht. Ich hatte unseren, noch sehr ängstlichen Hund aus dem Tierschutz dabei, Gott sei Dank doppelt gesichert, er hätte sonst die Flucht ergriffen. Mein Mann hat uns dann aus dem Feld abtransportier (dank Handy konnte er uns finden).

    Ich wurde nach Röntgen Diagnose und Narkosegespräch sofort für den OP vorbereitet, es war noch ruhig im Krankenhaus (Rosenmontag morgens im Rheinland). Aufgewacht bin ich mit zwei hübschen Narben,  Drainageschläuchen, einer Platte, fixiert mit fünf Schrauben für den Außenknöchel, zwei Schrauben für den Innenknöchel und einer, die das „Gebrösel“ der abgebrochene Schienkante fixiert.
    Da ich kaum Schmerzen hatte  und außer Verbandwechsel, Zuteilung der Medikamente (Ibuprofen und Trombosespriten) und Bereitstellung der Kühlpacks für den Fuß im Krankenhaus nichts geschah, habe ich mich freitags selbst entlassen. Das Dreibettzimmer hat sein übriges dazu getan 😞
    Nach erfolgter Einweisung im Treppensteigen und Gehen mit Gehilfen durfte ich das Krankenhaus verlassen.

    Mit Vacomed Schuh, bei null Belastung  (nur abrollen), auf Gehilfen durfte ich die nächsten 8 Wochen „mobil“ sein. Ein Rollstuhl, den eine Nachbarin gerade nicht benötigte, hat mir das Leben im Haus sehr erleichtert.
    Nachdem die Fäden gezogen wurden (nach ca. 4 Wochen), habe ich Lymphdrainagen bekommen und nach 8 Wochen,  nachdem ich Teilbelasten durfte, konnte ich mit der Krankengymnasik beginnen.

    Ich habe im Vorfeld schon mit einem Theraband versucht meine schnell schwindende Muskulatur des Beins zu retten. Übungen die man auch im Sitzen machen kann findet man bei YouTube.  Dehnübungen für den Fuß kann man damit auch hervorragend machen. Dazu unter dem Vorderfuß das Theraband herum führen, das Band mit den Händen auf Zug bringen und den Fuß gegen den Druck des Bandes nach unten führen, anschließend den Fuß mit Hilfe des Bandes nach oben bewegen und soweit nach oben biegen wie es ohne Schmerzen geht. So kann man schon einmal das Gelenk schonend mobilisieren.

    Sehr gut geeignet ist auch eine Art Wippe (z. B. aus einer Handtuchrolle und einem Brett,  beides fixiert mit einer Schnur). Damit habe ich trainiert,  wenn ich am Schreibtisch gesessen habe.

    Zehenübungen wie Spreizen und Rollen der Zehen sowie Greifübungen mit den Zehen (z. B. ein Tuch vom Boden hoch heben) trainiert auch die Mobilität des Fußes.

    Seit letzte Woche (10.05.2016) darf ich den Fuß voll belasten, was nicht bedeutet,  dass alles bestens funktioniert.  Ich habe das Gefühl, eine Metallmanchette um das Gelenk zu haben, der Fuß ist morgens früh rot-blau. 
    Damit ich nicht umknicke habe ich eine Fußgelenkschiene verordnet bekommen. Die drückt allerdings im Schuh. Geht man auf unebenem Untergrund oder schrägen Bürgersteigen schmerzt das Gelenk schnell und wird dick. Der Trombosestrumpf verhindert hier das Schlimmste,  hoch lagern und kühlen ist dann aber unbedingt notwendig.  Autofahren ist leider auch tabu ( Bruch rechtes Sprunggelenk ). Ich übe jeden Tag und dehne meine Spaziergänge kontinuierlich aus. Um wieder Kondition aufzubauen habe ich unseren ungeliebten Heimtrainer zu neuem Leben erweckt. Nun strampele ich darauf jeden Morgen so meine Kilometer. Auf dem Fahrrad draußen traue ich mich das nicht, da das Absteigen mir noch Probleme macht. Ich möchte so gerne wieder mobil und unabhängig sein und mit unserem Hund wieder durch Wald und Felder streifen. Geduld ist leider nicht so meine Stärke,  aber man hat in so einer Situation keine Wahl. Ich hoffe, dass ich wieder so mobil wie früher sein kann und wünsche euch allen hier gute Genesung!
    Uschi

  54. Mona

    Jun 1, 2016 at 12:15

    Hallo Kevin,
    ich habe die gleiche bimalleolare Fraktur wie du, allerdings durch Abflug vom Pferd 😉
    Ein paar Fragen hätte ich an dich:
    Bei mir: OP 8 Tage nach Unfall, dann 6 Wochen Ruhigstellung im Cast bzw. Vacoped ohne Auftreten. Danach war 1 Woche 10 kg, dann 1 Woche 20kg, dann soll ich 30 kg beim Auftreten belasten . Bin also jetzt bei Woche 2 mit 20 kg.
    1.Frage:
    Da habe ich so meine Probleme, vor allem am Innenknöchel. Der war von Anfang an der schmerzhaftere. Der Bruch dort ist mit einer Zuggurtungsosteosynthese befestigt. Ich habe das Gefühl, dass die Metallenden, die in das Fleisch hineinragen, beim Gehen stören, ziepen, reißen, wie immer man das beschreiben soll. Der Arzt sagt, der Körper heile alles ein. Das nervt sehr.
    Was das bei dir auch so? Und wird das bald besser, oder muss ich das Aushalten bis zur Metallentfernung in ca. 1 Jahr? Deine beiden Schraubenköpfe innen guckten ja auch etwas heraus.
    2. Frage:
    Das Abrollen ist insgesamt schwierig. Ich kann die Ferse inzwischen fast schmerzfrei belasten (nach reichlich üben und Zähnezusammenbeißen, jetzt ist der Ballen dran), aber das Abrollen insgesamt wirkt steif. Ich gehe deshalb mit komischer Hüftbewegung, um das irgendwie auszugleichen. War das bei dir auch so, oder sollte ich das ganz anders angehen? Oder bin ich nur zu ungeduldig?

    Danke und VG
    Claudia

    • Caro

      Jul 24, 2016 at 23:00

      Hallo Claudia,

      Ich habe auch eine bimalleoläre OSG Fraktur. Meine Röntgenbilder sehen so aus wie die oben. Nur habe ich bei der Platte nur die Schrauben in den Löchern und keine auf der Seite extra.
      Bei mir ist es an 28.05 passiert vom Pferd gesprungen und blöd aufgekommen und umgeknickt.
      Eine Woche so mit Gips zuhause und dann OP. 5 Tage Krankenhaus und dann gleich mit Krankengymnastik angefangen. Ich habe 3 Tage nach der OP einen Airselect bekommen. Ist so ein Stiefel. Den musste ich bis Dienstag tragen und bis dahin dürfte ich auch nur 15 kg belasten. Nun darf ich nach Schmerzempfinden belasten und glücklicherweise tut da auch nichts weh. Mein Sprunggelenk ist relativ steif und man meinte das kommt mit der Zeit. Metallentfernung frühestens nach einem halben Jahr mit gehen die außen ziemlich auf die Nerven da fühle ich sie…
      Wenn ich ganz langsam gehe kann ich auch halbwegs vernünftig abrollen sonst geht das noch nicht. Treppe rauf kein Thema runter ist da schon viel schwieriger
      Morgen habe ich wieder Krankengymnastik da mal weiter sehen ich will die Krücken endlich loswerden

      • Kevin

        Jul 24, 2016 at 23:27

        Hey Caro, ich würde sagen Du hattest Glück im Unglück. Den Fall klingt nach einem eher unproblematischen Verlauf, wenn Du so schnell schon wieder relativ schmerzfrei bist. Treppe runter ist mühselig, ich erinnere mich 😉 Gute Besserung weiterhin!

  55. Axel

    Jun 28, 2016 at 17:48

    Hallo

    Ich hatte eine Weber c Fraktur ist bei Fußball passiert worde direkt gerichtet und operiert Metall Platte 12 schreiben …
    Und jetzt nach 5 Monaten ist mir auf gefallen das mein Schienbein Knochen zu weit raus steht bin zum Arzt geröntgt worden und er meint das mein Sprunggelenks Gabel zu weit auseinander steht
    Und er meint das hätte keine folgen soll das gut Trainren das wars(hab aber bei laufen noch schmerzen )
    Und mein Problem ist ich kann mir das nicht vorstellen das es keine Folgen hat weil die Abständen stimmen und und habe noch schmerzen
    Was würdet ihr tun ?

    • Kevin

      Jun 29, 2016 at 13:32

      Hi Axel, geh doch nochmal zu einem anderen Arzt, Bilder mitnehmen und Probleme schildern.
      Ich drücke Dir die Daumen das alles gut heilt!

      • Axel

        Jul 17, 2016 at 16:43

        Danke
        Ja mach die Tage

  56. Benthe

    Jun 28, 2016 at 21:39

    Hallo Kevin,

    zuerst einmal vielen Dank, dass Du so ausführlich von Deiner Leidensgeschichte berichtet hast. Denn wie Du schon angemerkt hast, liest man sonst nur Horrorgeschichten, die einem unglaublich Angst machen(mir auch).

    Nun möchte ich endlich auch meine Geschichte zum Besten geben. So passiert am ersten Aprilwochenende diesen Jahres.

    Ich bin nach einem Salto beim Trampolin springen mit dem rechten Fuß umgeknickt. Dabei habe ich mir eine sogenannte trimalleolare Sprunggelenkluxationsfraktur inklusive Syndesmoseriss zugezogen -> Komplett kaputt 😉
    Aber sowas passiert leider, wenn man seit früher Jungend überdehnte Bänder in den Füßen hat und im Eifer des Gefechts nicht bedenkt, dass man eventuell Bandagen mitnehmen sollte.

    Natürlich musste ich in der Notaufnahme recht lange warten bis die Diagnostik durch war, zum Glück gab es nette Schmerzmittel aus dem Tropf.(Dazu muss man sagen, dass meine Venen keine Lust haben sich zu zeigen und die Assistenzärztin war nicht sehr talentiert -> 3 Versuche mit einer durchstochenen Vene, Hand war blau :/) Der Fuß war nun schon soweit geschwollen, dass eine direkte Osteosynthese des Bruches nicht mehr möglich war. Also auf in den Gipsraum. Der Arzt versuchte das Sprunggelenk soweit zu reponieren, dass es eingegipst werden kann. So hätte ich nach hause gekonnt, bis zur endgültigen OP. Das Sprunggelenk konnte aber einfach nicht genügend stabilisiert werden im Gips. So wurde ich schlafen gelegt und kam in den OP, um einen Fixateur extern zu bekommen -> 4 große Schrauben in Verse, Mittelfußknochen des gr. Zehs und im Schien-/Wadenbein

    Nach 5 Tagen im 4-Bett-Zimmer (zum Glück mit sehr netten Zimmergenossinnen) kam die endgültige Osteosynthese-OP. Ich bekam folgendes Metall eingesetzt:
    Wadenbein: Platte mit 4 Schrauben, 1 Zugschraube
    Schienbein: 2 große Schrauben
    Volkmannsch. Dreieck: 1 Zugschraube
    zusätzlich die beliebte Stellschraube

    2 Tage sollten eigentlich die Redon-Drainagen raus. Am Außenknöchel war das Ziehen kein Problem. Aber innen war die Naht so fest, dass ich nochmal in den OP musste, um sie zu entfernen. Aber war vollkommen okay soweit.

    Nun habe ich kleine Narben vom Fixateur, am Innenknöchel eine Narbe von ca. 4cm und außen eine große Narbe von ca. 7cm. Außen mussten die Ärzte leider mein schönes Tattoo zerschneiden (ein Ornament mit Blüten, nur das Ornament ist betroffen). Aber sie haben es soweit wie möglich wieder passend zusammengefügt und die Narbe ist gut kaschiert. Trotzdem werde ich mich noch mit dem Thema „Narben tätowieren“ beschäftigen, sobald das Metall nächstes Jahr raus ist.(Falls jmd. einen Tätowierer in Berlin weiß, der sich damit auskennt, meldet Euch 😉 )

    Es folgten weitere 4 Nächte im Krankenhaus. Ich erhielt einen Vacoped für die folgenden 7,5 Wochen, bis zur Entfernung der Stellschraube(Hat etwas länger gedauert bei meinem niedergelassenen Orthopäden).
    In dieser Zeit sollte ich den Fuß nicht belasten.
    An dieser Stelle einen großen Dank an meinen Freund, welcher die ganze Zeit für mich die Einkäufe erledigt und sich rührend gekümmert hat, ich wohne im 4. OG Altbau ohne Aufzug und wir sind noch nicht zusammengezogen…
    Ich bin dann im Bürostruhl durch die Wohnung gerollt die meiste Zeit.
    Einmal bin ich gestolpert und hab mich mit dem kaputten Fuß im Vacoped aufgefangen -> Ohgott, ist die Stellschraube gebrochen? Kontrolle beim Arzt -> Puh, nichts passiert. Hält doch mehr aus, als gedacht.

    Die Entfernung der Stellschraube war meine erste OP mit örtlicher Betäubung, davor hatte ich mehr Angst, als vor einer Vollnarkose 😉 Aber alles halb so schlimm. Bis die Betäubung wirkte dauerte es ca. 15-20Min, die Entfernung der Stellschraube war dann eine Sache von 5 Min, inkl. nähen.
    Seit dem arbeitete ich mit meiner Physio an Beweglichkeit und Belastung. Nach jetzt 5 Wochen laufe ich noch nicht ganz flüssig, aber ohne Stützen. Trepp ab muss ich mich noch am Geländer abstützen, aber es geht.
    Ich kann nur allen sagen: Ja, es gibt Momente, da denkt man, es wird nie wieder was mit dem Laufen…zwischenzeitlich war ich einmal gestolpert und hatte danach mehrere Tage Schmerzen auf der Innenseite. Vorsichtshalber habe ich den Fuß nochmal checken lassen. Aber der Knochen war „lediglich“ durch die Stauchung beim Auffangen etwas überlastet. Das hat mich emotional tierisch erwischt, weil ich eben dachte, dass sich das noch ewig zieht. Dann geht es aber plötzlich ganz schnell. Je mehr man den Fuß soweit belastet, wie man sich zutraut(„Bis zur Schmerzgrenze“ hat mein Arzt gesagt, habe ich gemacht), desto mehr kehren Muskeln und Beweglichkeit zurück und plötzlich merkt man: Juhu, ich kann fast flüssig laufen, Trepp auf geht auch problemlos und Trepp ab auch fast. Das war so befreiend für mich! Jetzt bin ich einfach nur happy, dass es wieder alles funktioniert.
    Klar stört es mich, dass ich noch nicht wieder so schnell gehen kann, wie früher und auch noch nicht ganz flüssig. Aber ich werde weiter auch zuhause ein paar Übungen machen und dann wird das schon.

    Was ich jedem in dieser Situation rate: Positiv denken! Und ein bisschen Galgenhumor hilft ungemein. Im Krankenhaus war mein Running Gag, wenn ich warten musste(beim Röntgen, vorm OP, usw.):“Ich lauf schon nicht weg“ 😉

    Solltet Ihr Fragen haben, fragt einfach. Ich helfe gern.

    Viele Grüße
    Benthe

  57. Markus

    Jun 29, 2016 at 23:57

    Hallo Kevin,

    einen richtig tollen Bericht hast Du geschrieben! Danke!

    Ich hatte so einen ähnlichen Unfall und da ich mich mit jedem Tag wohler fühlte, stellte sich öfters die Frage: Darf es ein bisschen mehr sein?

    Werte Leser: Bitte unbedingt beachten, was ich hier beschreibe, ist meine persönliche Erfahrung. Das hier ist kein Wettkampf. Jeder Fall ist anders und es gibt keine einheitliche Heilpraxis. Die Behandlung ist vom OP-Bericht abhängig.

    Hier „kurz“ zusammengefasst wie es bisher bei mir so lief:

    – Fallschirmsprung (totaler Anfänger) (20.05.2016) … ja mei, nächstes Jahr geht dann halt weiter
    – Landefall
    – Sprunggelenksfraktur Typ Weber-B (absolut keine Schmerzen nach dem Unfall)
    – OP am gleichen Tag (Spinalanästhesie => Betäubung von Beinen, Hüften, Unterleib => kann ich nur empfehlen … )
    – Drittelrohrplatte + Draht-Zuggurtung OHNE Stellschraube
    – ohne Drainageschlauch
    – diese erste Nacht nach der OP … aua … Schmerzmittel, ja danke, dabei wollte ich eigentlich nur die hübsche Krankenschwester wiedersehen … ja wann denn sonst … um 6 Uhr gab’s wieder Schichtwechsel
    – Gipsschiene
    – 3 Nächte im Klinikum
    – Entlassen mit Vacoped und Unterarmgehstütze bis 20kg; schmerzfrei (23.05.2016)

    *** hier werte Mitleserinnen und Mitleser Achtung! Unterarmgehstütze und nasse Gehwege => nur in SEHR kleinen Schritten! Davor warnte mich keiner *** Ich hatte so einen Fall, wo ich aus dem Taxi stieg, dann 3m über nassen Gehweg bis Treppenhaus hüpfte, da hielte mir eine nette Dame die Tür auf, ich wollte sie wegen mir nicht lange aufhalten und hüpfte deshalb so fleißig ins Treppenhaus rein wie ich konnte … fataler Fehler: das Treppenhaus hatte ja tolle glatte Fliesen .. da hat mein Sprunggelenk definitiv gutes 90kg abgekriegt … => da hätte ich mir Zeit lassen müssen, um die Gummis von Unterarmgehstützen trocken reiben zu können!!! Passiert halt …

    So ging’s weiter…

    – Schmerzmittel Ibuflam 600 morgens und abends + Thromboseprophylaxe (jeder Abend, bis dato);

    – Breitflächige Blutergüsse am Waden und in der Kniekehle (3 Wochen lang)

    – für die Narbenheilung Medigel + Wundpflaster (nicht austrocknen lassen);

    – Vacoped nur nachts und Outdoor getragen (im Bett … ein Alptraum, Outdoor .. super Sache)

    – Was die ersten eineinhalb Wochen betrifft, kann ich dem Mark (Okt 10, 2015) und Kevin gut zustimmen … dieses wundervolle Gefühl, wenn das Blut beim Aufstehen in den Fuß läuft … mmm …

    – nach ca eineinhalb Wochen komplett schmerzfrei

    – in 2 Wochen 8kg abgenommen; Ganz schönes Workout mit den Unterarmgehstützen; 1km mit Krücken fühlt sich wie 7km Laufen an;

    – ab 2. Woche vorsichtige Belastungsversuche (der Fuß schwillt an und verfärbt sich); Hierfür: Coolpack maxi (240 x 110 mm) für max 10 Minuten (nicht länger, sonst ziehen sich die Venen wieder zusammen)
    – nach 3 Wochen kein Schmerzmittel mehr

    – nach 4 Wochen: Die Schwellung deutlich abgeklungen; ab jetzt 2 Mal pro Woche Physiotherapie – Lymphdrainage + Kältetherapie (Coolpack);

    – nach 5 Wochen: Das Gelenk ist noch etwas geschwollen und steif; Jetzt trage ich Vacoped auch nachts nicht mehr;

    – nach 5,5 Wochen: Ich muss keine Vacoped-Orthese mehr tragen; Unterarmgehstütze bleiben; Ich darf jetzt die Belastung auf 10kg pro Woche erhöhen … hmm, ich denke ich bin schon etwas weiter …

    – Insgesamt 10kg abgenommen (man hat mehr Zeit selber zu Kochen und übers Leben nachzudenken); Zum Glück wohne ich im Erdgeschoss, so war ich die ganze Zeit selbstständig;

    Mittlerweile mache ich bereits kurze langsame Spaziergänge im Wald. Eine richtig tolle Sache, sonst bräuchte ich bald eine andere Therapie … Ich bin jetzt seit vier Wochen absolut schmerzfrei. Es hängt ganz klar davon ab, wie schlimm die Verletzung war, wie es operiert und nachträglich behandelt wurde. Wer vom Anfang an keine Stellschraube hat, hat schon gewonnen.

    Jetzt hätte nur eine einzige Frage an Kevin: Mein Orthopäde behauptete, dass der Fuß nie so dünn sein wird wie der Gesunde? Stimmt es? Wie sieht es mit deinem Sprunggelenk heute aus?

    VG
    Markus

  58. Constanze

    Jul 2, 2016 at 17:12

    Hallo Kevin,

    das haben ihr ja schon einige geschrieben, aber war es bei dir auch so, dass der Fuß in den ersten Tagen der Vollbelastung noch arg anschwoll (ich hatte übrigens einen Weber C) ? Er tut leider auch noch sehr weh. Zum Glück geht die Schwellung über die Nacht immer weg, aber sobald ich draußen mit normalen Schuhen (Turnschuhe) und Stützen laufe, schwillt er wieder massiv an. Aber wie du schon geschrieben hast, denke ich das Bewegung und Belastung wichtig sind, damit das Gelenk und der ganze Bewegungsapparat wieder in Schwung kommen. Ich versuche jetzt immer wieder zu dehnen usw., hab aber Angst, dass ich noch auf ewig Schmerzen haben werde:S

    Liebe Grüße
    Constanze

    • Kevin

      Jul 9, 2016 at 13:08

      Hey Constanze, es dauert leider bis die Schmerzen weg sind – gerade bei unachtsamen Bewegungen kommt der noch einige Monate lang. Aber es geht weg. Jeden Tag ein wenig mehr! Wichtig ist das Du den Fuß nach der Bewegung immer erstmal hoch legst, die Schwellung verlangsamt die Heilung.
      Ich wünsch Dir eine schnelle Genesung und eine baldige schmerzfreie Bewegungsfähigkeit!

  59. Alex

    Jul 7, 2016 at 12:46

    Hallo,

    sehr schön geschrieben und toll mit der eigenen Verletzung zu vergleichen. Meine Weber-B Fraktur ist jetzt fast 4 Wochen (11.06) her, die OP 3 Wochen (15.06) her. Ich habe Glück gehabt, Syndesmose ist nicht betroffen und der Bruch ist mehr eine Absplitterung.
    Seit heute (07.07) darf ich mit Teilbelastung laufen, stehen kann ich auch schon. Dabei wundert mich, dass ich keine Schiene bekommen hab und auch nicht diesen „Schuh“.
    Das wundert andere auch. Die einzigen Schmerzen entstehen an der Wunde, was mehr ein Ziehen ist und der Heilung nicht im Weg steht. Im Knochen merke ich es nur wenn ich aus Versehen etwas mehr belaste. Ich bin ein paar Mal auch aus Versehen auf den Fuß mit wumms aufgekommen, ohne Schmerzen.

    Bin ich der Einzige, bei dem es so schnell und vor allem ohne Schiene/Schuh geht? Mein Ziel ist es bis 20.07 im Alltag nicht mehr auf die Krücken angewiesen zu sein und Auto fahren zu können.

    • Kevin

      Jul 9, 2016 at 13:02

      Hi Alex,
      wenn Du eine Schiene/AirCast haben willst, dann sag das Deinem Arzt. Der kann Dir den ja verschreiben. Klingt aber eher nicht danach, wenn Du keinen kompletten Bruch hattest, vielleicht auch nicht notwendig. Ist doch toll! Erklärt natürlich auch wieso es bei Dir dann so schnell heilt. Ein Durchbruch mit mehreren Knochenschrauben an jeder Seite (und das damit verletzte Gewebe und die ganzen zerstörten Nerven) heilt wohl einfach langsamer als „nur“ eine Absplitterung.
      Wenn Du hart aufkommen kannst ohne Schmerzen, dann dürftest Du schon ziemlich weit im Heilungsprozess sein. Ob man sich jetzt ein Datum vornehmen sollte, würde ich aber mal in Frage stellen wollen … so ein Wunsch dürfte Deinen Heilungsprozess ziemlich kalt lassen 😉 zumal 5 Wochen nach dem Unfall – auf jedenfall rekordverdächtig 😉 Alles Gute!

  60. Beate

    Aug 14, 2016 at 17:07

    Hallo Kevin,

    gut das ich deine Seite gefunden habe.Bin am 8.8.16 auf einem Geröllfeld am Berg weggerutscht und der linke Fuss ist hängengeblieben. Ich hatte sofort starke Schmerzen,(hatte aber noch nie einen Knochenbruch) habe dann versucht aufzustehen und weiterzulaufen.War nicht möglich, mein Freund hat dann die Bergrettung gerufen. Hubschrauberabtransport am Seil in Klinik, Weber-B Fraktur, eingipsen mit Richten weil die in Östereich der Meinung waren den Bruch könne man konvensionell behandeln.Kann viel aushalten aber die Schmerzen waren extrem auf der Heimfahrt.
    Nächster, Tag Besuch beim Ambulanten Chirurgen und Orthopäden: Aussage: Warum ist das nicht gleich Operiert worden? In ihrem Alter ( ich bin 54)da muß, weil sonst später Artrose usw., also was machen?
    Ich bin operiert am 11.8.16 gleich in der Früh, mit Spinalanästesie und bin heute nachhause gekommen.Ich bin mit so einem Aircast Walker und Krücken ausgestattet und fast schmerzfrei,liege auf dem Sofa mit Bein hochgelagert und Laptop auf dem Schoss.Sieht im Moment so aus als hätte ich die richtige Entscheidung getroffen.

    Allen gute Besserung und ich meld mich wieder

    • Kevin

      Aug 16, 2016 at 23:35

      Hallo Beate,
      holla die Waldfee – das klingt ja nach einem ganz speziell aufregendem Fall. Ich hoffe Du konntest den Hubschrauberflug wenigstens „genießen“ und hast jetzt keine zusätzlichen Ärger deswegen am Hals. Ich hab ja auch ein paar Tage auf die OP gewartet, das scheint nicht unüblich zu sein, so wie ich das bisher mitbekommen habe. Ärzte sind ja gerne mal etwas wenig einfühlsam mit ihrem Aussagen, ich würde mir wegen der Arthrose erstmal keine Gedanken machen. Und wenn Du jetzt schon wieder fast schmerzfrei bist, dann hast Du richtig Glück gehabt.
      Hatte auch mal einen Unfall in Österreich, die Ärzte wollten mich auch nicht behandeln. Ich will ja nicht unterstellen, das sie auf Urlauber keinen Bock haben … aber … ach auch egal, hoffe Du bist bald wieder oben auf und Deine Reha geht schnell vonstatten 🙂
      Gute Besserung

      • Beate

        Aug 18, 2016 at 12:28

        Hallo Kevin,

        da ich keine Höhenangst habe und ich von der Ärztin gleich intravenös was gegen die Schmerzen bekommen habe, war der Hubschrauberflug das Highlight bei dem ganzen Disaster. Mit den Kosten muss ich schauen wenn die Rechnung kommt. Zum Glück bin ich da hoffentlich abgesichert über DAV und Unfallvers..
        Am 23.8. werden die Fäden gezogen und Behandlung geht los, hoffe es geht weiter vorran.

        Danke Beate

  61. Gabriele

    Aug 21, 2016 at 13:25

    Hallo ihr alle,
    möchte hier einen kleinen Bericht über mein weiteres Gesundwerden abgeben.Mein Bruch (Innen und Aussenknöchel des Sprungelenkes) ist nun bald 6 Monate her.Es ist alles sehr gut abgelaufen.
    Vor zwei Wochen bin ich nun mal die ersten 8 km gewandert.Vier Tage darauf waren es schon 14km und gestern bin ich mit einer Wandergruppe 10 km gewandert.Es lief alles super gut,die letzten 2 km waren ein wenig unangenehm,nicht der Schmerzen wegen sondern die ´Narbe scheuerte ein wenig am Schuh.Muss euch sagen das ich unheimlich glücklich bin über dieses Ergebnis.Da das Wander für mich das gleiche ist wie für Kevin das Fallschirmspringen.
    Wünsche euch allen weiterhin gute Besserung !

    • Kevin

      Aug 23, 2016 at 23:55

      Hallo Gabriele, klasse zu hören! Dann erzähl doch nochmal wie es geht, wenn Du das Metall raus bekommst.

  62. Franz

    Aug 22, 2016 at 15:14

    Hallo Kevin,
    ich bin froh, auf deine Website gestoßen zu sein und möchte auch kurz meine bisherigen Erfahrungen mit einem Bruch des Sprunggelenks weitergeben. Ich habe mir im Urlaub am 26.7. beim Wandern eine Weber B Fraktur zugezogen. Nach dem Geräusch beim Sturz habe ich gleich gemerkt, dass an ein Aufstehen nicht mehr zu denken ist. Die Schmerzen selbst haben sich aber – wie bei vielen Schilderungen – in Grenzen gehalten. Der Abtransport mit der Rettung ins nächste Unfallkrankenhaus ist rasch gegangen. Nach Röntgen und der Diagnose, dass eine OP erforderlich aber erst nach Abklingen der Schwellung möglich sei, habe ich mich daher entschlossen, die OP in einem Krankenhaus in der Nähe meines Wohnortes durchführen zu lassen. Ich wurde daher mit einem Gips, zwei Krücken und ein paar Schmerzmittel wieder ins Hotel geschickt, wo ich mir den Transport ins Heimatspital durch den ÖAMTC (=ADAC) organisiert habe, was problemlos geklappt hat. Auch mein Auto wurde von einem Fahrer an meinen Wohnort überstellt. Musste dann eine Woche bis zum OP-Termin zu Hause warten. Dies gestaltete sich schon recht mühsam, da nunmehr die Schmerzen immer stärker wurden. Da das Gehen mit Krücken extrem mühsam und anstrengend ist, habe ich mir einen Rollstuhl organisiert, was das Leben erheblich erleichtert.
    Am 2.8. wurde ich schließlich operiert (mit Vollnarkose – zum Glück ohne jegliche Nebenwirkungen) und übernächsten Tag wieder mit einem Spaltgips und dem Hinweis, den Fuß keinesfalls zu belasten, entlassen. Am 16.8. wurden nunmehr die Nähte entfernt, ein Röntgen gemacht, wo festgestellt wurde, dass alles ok. sei und mir ein geschlossener Gips verpasst, den ich bis Mitte September (also 4 Wochen) tragen soll. In dieser Zeit soll ich – lt. Arzt – den Fuß ebenfalls nicht belasten. Was mich nunmehr wundert ist, dass ich – im Gegensatz zu vielen anderen Erfahrungsberichten – keine Schiene oder einen Schuh bekommen habe, sondern einen Gips. Zum Glück habe ich mit dem Gips nunmehr keine Schmerzen mehr, bin aber von der Beweglichkeit doch ziemlich eingeschränkt.
    Nach Abnahme des Gipses schätze ich, dass ich mich noch einige Zeit mit Krücken fortbewegen werde müssen. Mein Frage ist aber, wie’s dann eigentlich mit dem Autofahren aussieht? Ist das dann relativ rasch wieder möglich? Ich wäre sehr an euren diesbezüglichen Erfahrungen interessiert.
    Viele Grüße und gute Besserung an alle!
    Franz

    • Kevin

      Aug 23, 2016 at 22:55

      Hi Franz, das ist so spannend, das wirklich jede Geschichte anders abläuft. Erstmal gut zu hören, das der ÖAMTC auch so hilfreich ist und Dir zumindest der Ärger mit dem Transport erspart geblieben ist. Ich hätte die Wartezeit nicht gerne zu Hause verbracht, im Krankenhaus bekommt man wenigstens alles geliefert. Man muß sich nur um das Vertreiben der Langeweile kümmern 😉 aber hast es ja geschafft. Ich fand den Rollstuhl auch extrem hilfreich anfangs.
      Gebe Dir aber vollkommen Recht. Das Du nach dem Fänden ziehen einen geschlossenen Gips bekommst, ist schon arg seltsam. Da kommt doch gar keine Luft ran zum Heilen, mal ganz abgesehen davon das der total unbequem ist. Geh zum Arzt und sag ihm was Du willst: Einen Gips den man abnehmen kann + Schuh und/oder eine Schiene. Ich persönlich würde nachhelfen und den Gips selber runterschneiden, dann gibts keine Diskussion, sondern vollendete Tatsachen – aber das muss jeder für sich entscheiden 😉 Auf jedenfall würde ich definitiv eins machen: das fordern! Da sind Ärzte meistens sehr entgegenkommend, man weiß schließlich auch am besten was einem der eigene Körper sagt – und wenn das ist: Luft und Beweglichkeit (vor allem, wenn man auf dem Sofa oder Bett liegt) tun gut. Die Narbe reisst doch nicht auf oder sowas.
      Auch die Aussage das Du weitere 4 Wochen gar nicht belasten sollst, klingt in Verbindung mit de Gips nach einer „altbackenen Lehrmeinung“. Hast Du keine Möglichkeit zu einem anderen Arzt zu gehen für eine Zweitmeinung? Ich durfte und sollte(!) schon am Tag nach der OP mit dem Traininung und der Belastung anfangen – und ich habe das hier schon sehr oft wiederholt: mir hat das gut getan!
      So, jetzt aber zu Deiner eigentlichen Frage: das Autofahren wird einige Wochen dauern. Außer Du hast Automatik und den „richtigen“ Fuß gebrochen. Wenns Dein Bremsfuß ist: gefährlich! Du kannst definitiv nicht stark bremsen, gescheige denn eine Notbremsung machen. Das ist nicht nur kritisch, wenn dann doch der unwahrscheinliche Fall eintritt und Du einen Unfall hast, dann wird die Versicherung bestimmt nicht freundlich oder einsichtig reagieren.
      Aber alleine das normale Fahren zeckt schon ganz ordentlich am Anfang, lange Strecken kann man vergessen. Die Schmerzen machen schlicht keine Freude und vermiesen Dir das Fahren von alleine. Ich habe einen Tempomat, das hat es mir anfangs erleichtert, weil ich mit dem auch beschleunigen und abbremsen kann und ich eher ländlich wohnte zu dem Zeitpunkt der OP. Aber ich bin nur zu Hause und „ums Eck“ zum Einkaufen gefahren, alles andere habe ich mehrere Wochen nicht gekonnt. Anfangs halt Taxi bzw. Frau genervt das sie fährt 😀
      Wünsch Dir schnelle Besserung, immer trainieren und toitoitoi. Würde mich freuen, wenn Du später nochmal ein Update postest.
      Viele Grüße Kevin

  63. Eleni

    Aug 23, 2016 at 17:51

    Hallo zusammen!
    Ich würde euch gerne auch meine Geschichte erzählen :
    Am Samstag, den 13. August war ich übers Wochenende am Bodensee zum Kurzurlaub machen.
    Nun, Beachvolleyball gespielt, seitlich zum netzt gelaufen, umgeknickt und Zack Lage ich auf dem Boden. Eine schlimme Erinnerung ist, dass ich das knacksen noch gehört habe.
    Ich hatte sofort starke Schmerzen, hätte fast nicht aufstehen können, es war furchtbar! Krankenwagen kam, ins nächste Krankenhaus, Diagnose: Weber B Fraktur. Da ich dort bis Montag hätte bleiben müssen beschloss ich in der Nähe von meinem Wohnort operiert zu werden.
    Also war ich am Montag im Krankenhaus, dort wurde mir gesagt , dass ich am Mittwoch operiert werden würde. (Mittlerweile Weber C mit Syndesmoseruptut) (17.08.16). Gesagt , getan. Ich bin hin, die LMAM Pille gekriegt und siehe da, sie hat bei mir nicht funktioniert. Erklärung vom (sehr coolen) Narkosearzt: sie kann paradox wirken und die Unruhe verstärken. Trotzdem : die Ärzte haben sich mit mir unterhalten und es ging mir auch bei vollem Bewusstsein noch gut.
    Das schlimmste kam nach der OP! Sehr starke Schmerzen , weshalb ich bis 16 Uhr im aufwachraum lag! (Op war um 9:30). Die ganze Zeit Schmerzmittel gekriegt, aber geholfen hat es nicht wirklich. Da habe ich dann erfahren , dass ich ein ’seltsames Schmerzempfinden ‚ habe (lach ). Damit hab ich mir einen Namen gemacht. Also , nicht zu viel schwätzen:
    Am Freitag entlassen, schmeztabletten mitgekriegt, 8x novalgin / 3x Ibuprofen / Magenschutz / 2x Tilidin am Tag. Boah. Hat mein Hausarzt Augen gemacht, haha.
    Morgen ist die OP eine Woche her, hatte schon zwei verbandswechsel, gestern hat mir mein Doc gesagt ich kann daheim beim liegen den Stiefel weglassen, hat den Verband weggemacht und nur mit Pflaster in diesem Riesen Stiefel liegen lassen. Zu meinem Entsetzen : ich muss jede Woche zur blutabnahme wegen meiner täglichen spritzen (clexane). (Ich habe furchtbare Angst vor Nadeln !!! Hatte vor der OP am meisten Angst vor der infusionskanüle!!!)
    Nächste Woche Röntgen und Blabla, wie üblich. Ich hoffe nur, dass ich meine Stellschraube vor dem 25.09. rausbekomme, weil ich dann Abifahrt habe.
    Ich habe auch eine höllische Angst davor , dass mein Fuß nicht wie vor dem Unfall sein wird. Ich werde mein bestes geben.

    Bei mir heißt es allerdings, ich soll schon bisschen üben den Fuß zu kippen, brauche aber keine Krankengymnastik, Begründung: ich bin noch so jung (19J.). Was meint ihr dazu?

    Ich muss sagen ich hab Angst ohne den Vacoped-Schuh. Ich weiß auch nicht wie arg ich kippen kann/soll.

    Das schlimmste für mich ist das rumsitzen, ich weiß allerdings auch nicht wie ich es in die Schule schaffen soll. (Bus). Ach das ist alles so viel und ich hab so Angst.
    Habe am Wochenende beschlossen, dass ich eine Feier gebe sobald ich wieder laufen kann ! Ich hoffe einfach nur, dass die Zeit schnell vergeht und ich mit auf den Ausflug kann.

    Über Kommentare freue ich mich sehr.

    Lg und gute Besserung an meine Mitkämpfer!
    Eleni

    • Kevin

      Aug 23, 2016 at 22:31

      Hi Eleni, Danke fürs Teilen Deiner spannenden Geschichte! Ich würde da mit den Ärzten gehen, in Deinem Alter heilt das doch in null-komma-nichts und wird keine langfristigen Probleme machen. Nur das Dein Knöchel vielleicht in den ersten 2 Jahren nicht mehr ganz so hübsch sein wird wie vorher ;-(
      Das mit den Schmerzen Deiner Fraktur tut mir echt leid! Wenn Du zu den Tilidin (die kenne ich von Bandscheibenvorfällen) noch derart viele zusätzliche Klopper bekommst, musst Du ja ein überdurchschnittlich „sensibles“ Nervensystem haben – autsch. Versuch die Tilidin nichts zu lange zu nehmen, die können eine körperliche Abhängigkeit erzeugen.
      Ich verstehe aber das mit der Blutabnahme nicht, bekommst Du die Clexane jetzt wegen der OP Nachbehandlung / Thrombosevorbeuge oder wegen was anderem? Das die Unmenge an Tabletten auf die Leberwerte gehen ist klar, aber wegen Thrombosespritzen Bluttests? Hm… die Ärzte werden wohl wissen was sie tun.
      Ich weiß, ist leicht gesagt wenn es einen nicht stört, aber Thrombosespritzen sind doch wirklich harmlos, genauso wie Blutabnahme – sorry, unsensible Männeraussage 😉 aber ich kenne auch jemanden der bei Blutabnahme umkippt, schon 2x beobachtet. Das ist bestimmt sehr unangenehm, wenn man Angst davor hat. Sag der Arzthelferin zumindest, das Du dabei liegen willst und schau zur anderen Seite.
      Kann Dich in den ersten Wochen nicht jemand zur Schule fahren? Mit dem Bus ist schon ätzend, lange Strecken sind mit trotz Krücken ziemlich unbequem und kräfteraubend.
      Mir wurde auch keine Krankengymnastik verschrieben, hab aber auch nicht drum gebeten. Halte ich auch für überflüssig. Wenn man sich nicht hängen lässt und einem die Heilung wichtig ist, das bekommt man das selber gut hin. Ich hab das hier schon ein paar mal geschrieben: ich habe immer soweit gedehnt und belastet wie es ging… konsequent jeden Tag ein wenig mehr. Schon am Tag nach der Op bin ich den Flur hoch und runter gewankt, hab auf 50 Metern mehr geschwitzt als bei einer Stunde Jogging 😉 Ja, das ist schmerzhaft, mitunter auch sehr autsch. Man erkennt aber meiner Meinung nach sehr gut, ob es ein „gesunder“ Belastungsschmerz ist oder ob es gerade „zuviel“ ist. Mir ist das öfters aus Schusseligkeit passiert. Versehentlich am Knöchel gestoßen oder auch mal unachtsam gewesen und irgendwo hängengeblieben, zu stark aufgetreten etc. – da lernt man schnell den unguten Schmerz von dem Anregenden zu unterscheiden. Ob meine Tipps gut sind, mag ich natürlich nicht beurteilen. Das ist rein persönliche Ansicht. Aber was ich sagen kann ist: durch das frühe Dehnen und das viele anstrengende Laufen üben (trotz Schmerzen), ist es bei mir sehr schnell besser geworden und ich habe den vollen Bewegungsradius auch fix wiederbekommen. Aber das kommt sicher auch stark auf die individuelle Verletzung, die Art und Menge des Metalls und das Schmerzempfinden an, wie schnell man vorwärts kommt und geht.
      Wünsche Dir ganz-ganz schnelle Heilung und auch schnelle Besserung Deiner Schmerzen!!! Lass doch mal in den nächsten Wochen von Dir hören, bin neugierig wie die Heilung bei Dir verläuft.
      Grüße Kevin

  64. Gabriele

    Aug 24, 2016 at 19:49

    Hallo Franz,
    du fragst ab wann das Autofahren möglich ist.Bei mir war das rechte Sprunggelenk gebrochen.Am 13.März ist es passiert ,Op am 14.3 und am 18.3.2016,Stellschraube raus am 27.4 dann wiederVollbelastung.Auto gefahren bin ich zum ersten mal (auf einem nicht befahrenen Seitenweg) mitte Juni,also gut 3 Monate nach der ersten Op.Früher wäre es wegen der fehlenden Mobilität des Fußes nicht möglich gewesen.

    • Carsten

      Aug 27, 2016 at 20:33

      Hallo Tom,

      vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht am 02.07.15 über Deine Weber C Fraktur. Diese habe ich mir auch zugezogen und wurde am 05.08.16 operiert mit Metallplatte am Wadenbein und einer Stellschraube, die nach 6 Wochen entfernt wird. Mich interessiert ganz speziell, wie es sich mit Deiner Taubheit auf dem Fußrücken und auf den Zehen weiterentwickelt hat. Denn ich habe hier seit der OP gefühlstechnisch ebenfalls wie Du eine vollkommene Taubheit auf der Oberfläche zu verzeichen. Die Fußsohle hat dagegen Gefühl.

      Gruß Carsten

    • Franz

      Aug 30, 2016 at 17:29

      Hallo Kevin, hallo Gabriele,
      vielen Dank für eure Erfahrungen und Tipps bezüglich Autofahren – das klingt überhaupt nicht erbaulich. Bei mir ist es leider auch das rechte Sprunggelenk, was die Sache höchstwahrscheinlich schwierig macht. Ihr habt sicher Recht, dass es neben der eingeschränkten Beweglichkeit des Fußes vor allem ein Versicherungsproblem ist, für den Fall, dass was passieren sollte.
      Nun ein kurzes Update: Hatte heute (4 Wochen nach der OP) wieder eine Kontrolle im Spital mit Röntgen – soweit alles ok – zum Glück, keine Schmerzen, nur Schiene hab ich trotz wiederholtem Wunsch keine bekommen (gäbe es nur bei Bänderverletzungen). Der Gips soll erst am 13.9. abgenommen werden, d.h. 6 Wochen nach der OP. Ich werde mich mal an die Anweisungen des Arztes halten, mal sehen wie es dann wird, wenn der Gips weg ist. Ich werde dann berichten.
      Bis dann alles Gute und baldige Besserung für alle Leidtragenden.
      Franz

  65. Eleni

    Aug 28, 2016 at 03:20

    Hallöchen, ich schon wieder!

    Also die Spritzen kriege ich zur Thromboseprophylaxe, solange ich nicht voll belasten darf sind die ein Muss. Aber die können Nebenwirkungen haben, weiß nicht genau was. Die Blutuntersuchungen dienen dazu, meinen thrombozytenwert zu kontrollieren, der sich sonst bei einer Nebenwirkung verändert. Ich glaube so war das.
    Mit den spritzen geht es mittlerweile, aber blutabnahme war Horror. Musste drei mal gestochen werden, weil die ersten beiden Male eine unfähige Frau dran war. Die Assistentin, die bei mir sonst immer Blut abnimmt hats beim ersten Anlauf geschafft. Puh!

    Ich war letzte Woche noch arbeiten (sitzende Tätigkeit/Ferienjob) und muss sagen , dass das natürlich der Schwellung nicht sehr geholfen hat. Aber heute war mein glücklichster Tag seit dem Vorfall; die Schwellung ist von einem Tag auf den anderen einfach weg!!! Gestern noch (offenbar) Wasser im Fuß , äußerst druckempfindlich usw und heute morgen war es futsch!! Das ist echt ein gutes Gefühl.

    Am Mittwoch geh ich wieder zur blutabnahme, zum Fäden ziehen und röntgen. Meine Naht sieht anscheinend tip top aus.
    Übrigens: novalgin hab ich abgesetzt , weil das offensichtlich nicht gewirkt hat bei mir und ich nehme jetzt nur noch Tilidin und Ibuprofen.

    Was ich ebenfalls vergessen gab: ich hab ne 8-Loch-Platte mit 7 Schrauben und einer Stellschraube verpasst bekommen. Werde auf jeden Fall fragen ob ich das Metall behalten darf hihi.

    Ich würde gern noch eine Frage stellen. Ich würde gern näheres zur Entfernung der Stellschraube von den Leuten hier erfahren. Bin mir äußerst unsicher was die örtliche Betäubung angeht, mir wäre es lieber einfach eine Narkose verpasst zu kriegen , da besteht nicht mal das Risiko (ja ok, ein bisschen schon) , dass ich was spüren werde und bei dem Gedanken , dass ich wach bin wenn die mich aufschneiden, fühl ich mich unwohl.
    Was sagt ihr dazu ?

    PS: ich werde auf jeden Fall weiter berichten!

    Liebe Grüße,
    Eleni

  66. Gabriele

    Aug 29, 2016 at 12:15

    Hallo Eleni,
    bei mir wurde die Stellschraube unter kurzer Vollnarkose und ambulant im KH gemacht.Spinalanästhesie wollte mein Arzt nicht,da die wirkung dieser Betäubung doch mehrere Stunden dauern kann.(und er mich erst nach Hause lassen darf wenn das volle gefühl in den Beinen wieder da ist)Ich durfte dann auch 2Stunden nach der Entfernung (mit Vollnarkose)wieder nach Hause und gleich Vollbelasten.

  67. Doritt Kleinau

    Sep 1, 2016 at 13:02

    Hallo Kevin, danke für die tolle Seite, die du erstellt hast. Ich habe mir am 28.06.2016 eine Weber B Fraktur im Urlaub zugezogen. Wir waren mit dem Bike in Österreich unterwegs und ehe man dort am Wochenende einen diensthabenden Arzt findet…Bike hoch, Bike runter. Nach 4 Stunden unendlichem Suchen, Laufen und auf- und absteigen habe ich nur noch geheult- vor Schmerzen! Endlich im Krankenhaus, zu Fuß reingehumpelt wurde ich dann gleich geröngt und da stand er dann, der Rollstuhl. Toll, langer Bruch, mehrere Splitterbrüche und Muskeln und Sehnen durch. Spaltgips wurde angelegt und am 29.06. ging es dann im Auto 700 km nach Hause-oh Schmerz lass nach. Am 01.07. wurde ich operiert, lange Platte mit 6 Schrauben und mittig eine für die Bänder. Die Narbe zieht sich bis zur halben Wade hinauf und mein Fuß kribbelt bis heute und belasten kann ich ihn auch noch nicht.

  68. Katha

    Sep 4, 2016 at 14:28

    Hallo zusammen, wow, ich habe nur den ersten beitrag und einen weiteren gelesen. Interessant, wie unterschiedlich so eine Sache verlaufen kann.
    Ich habe mir am 9.8.2016 einen dreifachen bruch des sprunggelenks mit riss des synesmosebandes zugezogen. Ich war in Sizilien und musste 2 Tage noch dort im hotel verbringen, bis ich mit dem adac nach Deutschland ins kh kam. Im Krankenhaus bin ich heute, am 4.9.2016 nach 2 ops immer noch…
    Zunächst hatte ich unerträgliche schmerzen, die nur noch mit opiaten in den Griff zu kriegen waren (TARGIN). 9 Tage nach Einlieferung wurde zunächst der wadenbeinbruch operativ versorgt. Ich bekam einen schmerzkatheter und weiterhin opiate. Eine Woche später die zweite op mit einem 2. Schmerzkatheter. Ab dem 1. Postoperativen tag aufstehen und auf Krücken hoppeln. Nun bin ich in der 4. Woche im kh und die Schwellung am fuss geht nicht ausreichend zurück. Vom schmerzkatheter und den opiaten bin ich entwöhnt, aber ich schlucke immer noch das volle Programm ( iboprofen, novalgin und parazetamol). Die Ärzte streiten sich, ob man mich entlassen kann. Der gipsschuh kann noch nicht angepasst werden, wegen der Schwellung. Wann kann ich nur endlich wieder raus? Von einem normalen Leben garnicht zu sprechen… herzliche Grüsse katha

  69. Eleni

    Sep 6, 2016 at 11:17

    Ich bin’s wieder !

    In exakt zwei Wochen bekomme ich die Stellschraube ambulant und unter Narkose raus. Mittlerweile kann ich mir selbst das Heparin spritzen und das macht mich auch stolz hihi. Sonst ist alles in bester Ordnung, ich bekomme dann Krankengymnastik und kann mit auf die Abifahrt.
    Bin nur gespannt, ob ich direkt nach der OP belasten darf.

    Liebe Grüße ,
    Eleni

  70. Miriam Wagner

    Sep 20, 2016 at 14:36

    Hallo Kevin
    Hallo Leidensgenossen

    Bin am 8.6 im Haushalt gestützt Diagnose dreifacher sprunggelenkbruch…Operation mit Platten, schrauben und Drähte. Ich beiße mich wirklich durch gehe ins Schwimmbad auf den Hometrainer und laufe viel. Dehne den fuss Schmiere Annika und esse wobenzym. Sehne mich sehr nach Genesung. Nicht zu glauben wie man Menschen beneidet die gut laufen können. Eure Kommentare haben mir trotzdem gut gemacht. Vor allem Kevin vielen Dank. Das schlimmste an der ganzen Sache für mich ist jedoch das eine Angst die geblieben ist wieder zu fallen. Mein Unfall war auf nassem Boden. Wenn ich irgendwo nasse Fliesen sehe bekomme ich wirklich Zustände hat da jemand ähnliche Erfahrungen und eventuell Tipps. Ich laufe viel humple jedoch manchmal und gehe ab Montag auf Reha. Bin 46 Jahre. An alle trotzdem Kopf hoch man nimmt aus jeder Krise auch etwas mit. Liebe grüße

  71. Gabriele

    Sep 22, 2016 at 20:45

    Hallo Miriam,
    ich kann mit der Angst nur für mich reden.Mein Bruch ist nun schon über 6 Monate her.Die Angst wieder die STufe abzurutschen ist immer noch da,wobei ich auch vor dem Ausrutschen im allgemeinen Angst habe.Meine Strategie ist die: langsam die Treppe herunter gehen,auf nassem Boden langsam darüber gehen. Mit der zeit geht die Angst weg,das vorsichtig sein ist aber bei mir immer noch da.
    Es braucht zeit den Sturz/Fall oder das Ausrutschen zu verarbeiten.

    • Miriam Wagner

      Sep 23, 2016 at 14:03

      Liebe Gabriele
      Vielen Dank für Deine Antwort. Ich hoffe es geht irgendwann ganz weg..Man muss wirklich achtsam sein. Ich war neulich im Bad um mich meiner Angst zu stellen. War nicht leicht aber natürlich habe ich es geschafft. Ich werde dran bleiben. Gehe ab Montag in der Reha und muss dort auch in ein Bad. Habe dort aber niemanden der mich führt..oh weh.
      Wie geht es einem generell nach 6 Monaten? Vielen Dank und liebe Grüße und weiterhin gute Besserung

  72. Eleni

    Sep 22, 2016 at 22:57

    Hallo ihr lieben !

    Um euch jetzt mut zu machen: ich kann seit gestern wieder gehen ! Am Dienstag wurde die Stellschraube entfernt, total unkompliziert, um 8 zum Doc und um 10 auf dem Weg nach Hause. War top fit nach der Narkose.
    Dienstag noch die frische Wunde geschont, gestern schon gelaufen. Gut, es ist grad eher ein humpeln aber Hauptsache keine Krücken mehr! Heparin muss noch knapp eine Woche gespritzt werden und das wars dann. Krankengymnastik geht jetzt auch los.
    Also alles bestens! Ich hoffe , ich konnte jemandem helfen.

    Liebe Grüße ,
    Eleni

  73. Aileen

    Sep 23, 2016 at 09:49

    Moin Moin,
    Ich habe mal eine Fragewisse u.evtl. kann mir jemand von euch helfen. Meine OP ist jetzt 4.5 Wochen her u.die Schwellung im Fuß wird immer weniger. Habt ihr am Knöchel auch ein wenig die Schraube gespürt u.gesehen,wie ein Hubbel? Habe eine Platte auf der rechten Seite u.2 Schrauben auf auf der linken Seite des rechten Knöchels bekommen.
    Danke im Vorfeld u.gute Besserung. .

  74. Gabriele

    Sep 23, 2016 at 17:29

    Hallo Miriam,
    nach 6 Monaten geht es generell sehr gut.Der Fuß ist wieder dünn,wird auch bei größerer Anstrengung nicht dick (habe vor fünf wochen wieder mit dem Wandern angefangen.Im Schnitt ca.12-14 km,keine Schmerzen kein dickwerden des Fußes)Treppe herunter gehen ist auch wieder ohne viel Angst möglich.Also soweit alles im grünen Bereich.Das einzige minus an der Sache ist,die Narbe am Aussengelenk die ist empfindlich gegen Druck.(aber das ist schon von anfang an so)(übrigens ich bin über50,und du siehst , auch in diesem Alter wird man nach einem Bruch wieder fit.) 🙂

  75. Miriam Wagner

    Sep 24, 2016 at 08:45

    Guten Morgen Gabi,

    Danke für Deine Prompte Antwort.
    Ich bin auch 46 also kein Jungspund mehr. Aber, wie Du, sehr Mobil. Auch ich liebe wandern usw…Der Jetzige Zustand ist der Horror für mich.bin direkt neidisch auf alle fitten Fussgänger Grad momentan tun mir alle Sehnen usw. Weh..Ich glaube ich bin zuviel gelaufen. Ab Montag ist reha. Ich merke leider das Eisen im Knöchel sehr. Gerade im Innenbereich. Soll gut sein wenn das raus kommt. Ganz annehmen kann ich das Ganze noch nicht, was für die Heilung sehr wichtig wäre. Es tut mir gut positiv von Dir zu hören und mich auszutauschen. Danke dafür. Was haben sie dir alles reingebastelt und wann kommt das raus? Liebe grüße….

  76. Gabriele

    Sep 25, 2016 at 21:03

    Hallo Miriam,
    meine Verschraubungen sehen fast so aus wie die von Kevin.Meine Metallplatte wurde mit 6 Schrauben festgemacht.Ich hatte auch noch eine Stellschraube drin,die nach 6 Wochen wieder entfernt wurde.Von da an durfte ich den Fuß wieder voll belasten.In der siebten Woche nach den Bruch bin ich dann ganz ohne Gehhilfen gelaufen(eher mehr gehumpelt)
    Die Ärzte wollen das ganze Gedöns eigentlich im Oktober wieder rausmachen.Nur ich möchte dies nicht.Zur zeit möcht ich eigentlich nur meine wiedergewonnene Mobilität und meine Wanderungen genießen.Werde mich mal im Frühling mit dem Gedanken auseinander setzen alles entfernen zu lassen.Mir macht es soweit ja keine großen Beschwerden,ausser eben die schon gewohnte empfindlichkeit an der äußernen Narbe.
    Sei nicht neidisch auf die fitten.Freu dich über jeden kleinen Erfolg den dein Fuß macht. Es wird wieder werden,nur braucht es seine zeit,

  77. Miriam Wagner

    Sep 27, 2016 at 08:33

    Hallo Gabi

    Mein fuss sieht auch fast so aus. Nur habe ich noch einen Draht. Stellschraube hatte ich keine.

    Natürlich hast du recht. Ich sehe nach vorne und werde in der reha sicher viel Fortschritte machen. Aber morgen fahr ich Automatik Auto. Wieder ein kleiner Schritt in Richtung normales Leben…

    Zwecks Eisen raus nehmen weiß ich noch nicht. Kann ich mir nicht vorstellen dass es mich nicht mehr stört. Und man spürt die Schrauben deutlich unter der Haut.

    Jetzt geht es los ich fahre zur Reha.

    Ganz liebe Grüße und weiterhin gute Besserung

  78. fusi

    Okt 2, 2016 at 10:35

    Hallo ihr Leidens genossen,oh wenn es mir doch so ginge wie euch. Vor 6 wochen übersah ich eine Treppen stufe und landete mit weber c auf dem op Tisch. Eine Woche später mit vacoped entlassen plus rollator.sollte voll belasten
    Und ab und an hochgehen fuss wurde vom Hausarzt alle 2 Tage frisch verbunden er schmerzte-nehme seitdem iboprofen 600 3 mal täglich, Suppe und war geschwollen vier wochen später kontrolle.2 nägel rausgefallen, Knochen verrutscht.bei mir brach eine Welt zusammen. Neue op, angeblich sehr gut verlaufen.ich darf den Fuß 8 wochen nicht belasten, habe beginnende osteoPariser und
    die sitze im rollstuhl oder liege meist im bett, fuss hoch.das alles in einem altenheim zur kurzzeitpflege.zum heulen! Keine Angehörigen, Freunde ja.muss
    wieder zur Kontrolle in die klinikhabe große angst.übrigens hat mich der Chefarzt 2 mal in spinale operiert.

  79. Hummel

    Okt 15, 2016 at 11:18

    Hallo ihr Lieben,
    Ich hab nun auch lange im Internet nach Sprunggelenksfrakturen und deren Erfahrungen geschaut und bin so froh, dass ich diese Seite gefunden hab, auf der man sich austauschen kann und einem so doch ein bisschen dieses gefühlte Alleinsein mit dem Problem genommen wird.
    Ich stehe momentan noch relativ am Anfang von meinem Weber b-c.
    Ich wollte mich somit bei dem Initiator dieser Seite bedanken 🙂
    Ich weiß nicht, inwieweit man hier einen link reinstellen darf, der den betroffenen vielleicht helfen könnte?

  80. Regina

    Okt 24, 2016 at 08:27

    Hallo Leidensgenossen,
    bin weiblich, 49 Jahre und am 30.8., das heißt also vor 8 Wochen, im Garten gestürzt (statt auf Treppe neben Treppe und barfuß auf einen Pflanzstein…) und habe einen trimaleolären Bruch; Außenknöchel Weber B, groß und Volkmannsches Dreieck und Innenknöchel)das heißt das volle Programm. Wurde nach einer Woche operiert(es passierte abends, zuerst sollte ich am nächsten Morgen operiert werden da hieß es aber der Fuß sei zu sehr geschwollen) und bekam eine Platte am Außenknöchel und Zugschrauben innen und vorne. Danach war ich noch eine Woche im KH, seitdem zu Hause. Ich durfte zuerst 15 kg belasten, jetzt 25 kg. Beim Rö vor einer Woche war der Bruch noch nicht ausreichend verheilt. Da die Gelenkfläche betroffen war gilt er als sehr kompliziert und braucht einfach länger. Inzwischen habe ich auch keine Schmerzen mehr außer wie von euch beschrieben dieses Gefühl einen Ring um den Knöchel zu tragen und als ob ich zu kurze Gummibänder im Fuß habe. Ich darf inzwischen den Fuß anziehen und strecken, ist aber nur eingeschränkt möglich da das Gelenk noch geschwollen ist und da Verklebungen wären. Außerdem habe ich von großen Zeh bis zur inneren Narbe noch Taubheitsgefühl, die Haut ist sehr empfindlich und manchmal auch wie brennend. Der Arzt meinte der Hutnerv könnte dauerhaft geschädigt sein.Immerhin kann ich die Zehen wieder bewegen, da ich die wohl beim Sturz umgebogen habe waren sie sehr lange blau, geschwollen und sehr schmerzhaft. Was mir geholfen hat war die Lymphdrainage, Quarkwickel und Arnicaumschläge und ein Rollstuhl um wenigstens ein bisschen rauszukommen ( mit Beinschiene zum Hochlagern. ) Ansonsten heißt es immer wieder Geduld, Geduld…daran fehlt es mir manchmal, ich möchte wieder arbeiten (Lehrerin Grundschule, mich um meine Familie kümmern können, Sport machen, mich bewegen können…) Was mir zusätzlich Probleme macht durch das viele Sitzen und auf dem Rücken liegen ist mein Rücken (Verspannungen und Kopfschmerzen).Es hilft von euren Erfahrungen zu lesen mit der Aussicht es wird besser und es gibt wieder ein Leben nach dem Unfall.
    Was genau hat die KG bei euch gemacht? Außer meine Fuß ziehen und strecken(und eben Lymphdrainage) passiert bei mir noch nicht viel. Sind Zugschrauben das gleiche wie Stellschrauben? Bei mir soll das Metall frühestens in einem Jahr raus. Ich spüre es aber sehr wohl.
    Habt ihr noch Tipps um die Beweglichkeit zu bekommen wenn man wieder voll belasten kann? Danke im Voraus und gute Besserung!

  81. Gabriele

    Okt 26, 2016 at 22:11

    hallo Regina,
    bei mir hat die KG als die STellschraube heraus war erst angefangen.Da ich dann ja voll belasten durfte bekam ich übungen zur beweglichkeit des Gelenkes,meine Narben innen und aussen wurden massiert damit sie weich werden.Der Fuß wurde auch gestreckt und gezogen.Viel Übungen dienten der Wiederherstellung der Beweglichkeit.
    So wie mir gesagt wurde ist eine STellschraube und eine Zugschraube nicht das gleiche.Die Stellschraube wird ja nach ca.6Wochen wieder entfernt.Die Zugschraube ist glaub ich das,was den Knochen am Sprunggelenk innen zusammenhält.(die man dann ja so im zeitraum bis 12Monate nach der OP rausnehmen kann.
    tipps für die Beweglichkeit sind die:ich habe die Übungen ,die mir derTerapeut gezeigt hat, drei mal am Tag je ca.20minuten gemacht.(als ich wieder vollbelasten durfte)Mehr kann man glaub ich nicht tun.
    Mein Sprunggelenksbruch ist nun schon 7Monate her,ich kann wieder gut und lange laufen,Wandere wieder.Das Metall spüre ich auch noch,es stört aber nicht sonderlich.Schmerzen hab ich ab und an auch noch,aber ich denke das liegt dann am Wetter.Ach ja, das Treppen herunterlaufen ist noch nicht so flüssig wie vorher,damit kann ich aber leben. Du siehst,es gibt ein leben nach dem Bruch.Nicht die Geduld verlieren. 🙂

    • Regina

      Okt 30, 2016 at 14:03

      Danke Gabriele!
      Habe morgen Kontrolltermin Rö und hoffe dass dann (nach 8 Wochen) der Bruch endlich verheilt ist und ich loslegen kann mit Laufen und mehr Gymnastik. Noch ein Tipp für die die am Anfang stehen: Zum Abschwellen hat bei mir auch außer Lympgdrainage Ultraschalltherapie geholfen, ich bekam dafür auch ein Rezept. Soll auch für die Nervenregeneration helfen. Immerhin siehr der Fuß wieder „normaler“ aus, sowohl von Form als auch Farbe…

  82. Gisela

    Okt 30, 2016 at 17:36

    Im November wird mein 3 fach Bruch ( beide Sprunggelenke , unteres Waden und Schienbein / Volkmarsches Dreieck 1 Jahr her. Ich habe noch meine Schrauben drin ( 6 Stück ) , der Fuß ist noch bißchen angeschwollen ( Gewebeflüssigkeit , eingetrocknete Lymphe laut Physio Frau ) zudem ist er noch steif trotzdem ist “ natürlich “ laufen & arbeiten möglich. Ich war 5 1/2 Monate Zuhause. Berg hoch laufen klappt bei mir schlecht , Belastung nicht perfekt , Wade hart , Wade zu kurz , Dehnung eingeschränkt etc. Zeitweilig Schmerzen und öfter auch mal Schmerzen – Drücken am Fußrücken. Ist das soweit alles “ normal “ bei mir ??? Hat man so lange die Gewebeflüssigkeit drin im Fuß , steif , ??? Um nicht zu vergessen der Fuß & das Schienbein sind noch sehr anfaß empfindlich und das massieren & Physio noch ziemlich schmerzhaft. Ist der Druckschmerz auf dem Fußrücken eine Art Nervenschmerzen ? Würde mich über Antworten freuen !

    • Gisela

      Nov 3, 2016 at 20:06

      Schade das man im Netz sooo wenig aktuelles über das Thema findet und kein Austausch statt findet – man sich so allein gelassen fühlt !!!

    • Kevin

      Nov 3, 2016 at 21:23

      Hallo Gisela!
      Nach meiner Erfahrung hier im Blog und Gesprächen mit einigen Personen (dieser Bruch ist sehr weit verbreitet, passiert deutlich häufiger als man glaubt) gibt es nicht den „normalen“ Verlauf nach einem Weber Bruch. Das ist ist von zu vielen Faktoren abhängig. Aber normal ist eigentlich schon, das nach einem Jahr und solange das Metall im Fuß ist, Du keine rundum wiederhergestellte Funktionalität und 100%iges Empfinden erwarten darfst.
      Umso älter man ist umso länger dauert die Heilung (ist ja leider immer so) und umso mehr man selbst in Physiotherapie steckt umso schneller werden die Begleiterscheinungen wieder abklingen (ich meine mit Physio ausdrücklich das was man selber machen kann „zu Hause und draußen“, nicht diesen Firlefanz den man verschrieben bekommt – 15 Minuten einmal die Woche oder sowas) .
      Mir hat es geholfen, mich „durch den Schmerz zu kämpfen“ – das hat mir die volle Beweglichkeit schnell wieder gegeben. Und massiert habe ich auch immer wieder trotz Schmerzen – das wird sicher nicht jeder wollen und wahrscheinlich wird es nicht jedem helfen … aber eins weiß ich aus mehreren selbst erlebten Sport Unfällen: Du kannst Deinen Körper massiv bei der Heilung unterstützen. Das bedeutet aber immer auch Schmerzen… wenn etwas nicht gut geht (wie bei Dir Berg hoch) dann trainiert man exakt das, jeden Tag – immer und immer wieder.
      Ansonsten sind Deine geschilderten Symptome ehrlich gesagt normal – mein Fuß schwillt auch heute noch manchmal an und die Narbe ist an manchen Stellen immer noch druckempfindlich (Nerven heilen unendlich langsam). Aber die Bändern und Muskeln, die hast Du selbst im Griff.
      Hast Du vor das Metall entfernen zu lassen?

      • Gisela

        Nov 5, 2016 at 20:21

        Hallo Kevin !
        Danke für die Antwort ! Ich wäre gern das Metall los – aber zum einen bin ich ein Riesen Angsthase – meide OP s und zum anderen ist die Frage ob ohne Metall WIRKLICH so ein Riesen Unterschied – Erfolg kommen wird ??? Weil evtl. oder vermutlich werden da ja auch wieder Nerven verletzt. Und angenommen man läßt das Metall entfernen – wie schnell an Wochen wird man wieder laufen können ? Wäre toll wenn Du mir nochmal antworten könntest. DANKE

  83. Heide

    Nov 11, 2016 at 22:35

    Hallo Tanja,
    hatte den gleichen trimalleoren Sprunggelenks Bruch wie du letzten September.
    Meine Metall Entfernung war in Juni. Deine war ja für September geplant. Wollte mal hören wie es dir geht.

    • Miriam Wagner

      Feb 20, 2017 at 17:05

      Hallo Heide

      Ich hatte denselben Bruch wie du.
      In 10 Tagen steht meine me vielen Dank und Grüße Metallentfernung an. Welche Erfahrung hast du gemacht. Das Metall tut mir sehr weh. Hast du es als Erleichterung empfunden?

      Vielen Dank und grüße

  84. Gudrun

    Nov 13, 2016 at 23:49

    Hallo Kevin, danke für deine Erläuterungen hier,
    und auch an alle, die hier hilfreiche Erklärungen und Beschreibungen abgegeben haben.
    Ich habe hier eure Beiträge gelesen und meine Fragen teilweise beantwortet bekommen. Meine OP mit allen Konsequenzen, wie sie hier schon ausführlich erläutert wurden, habe ich hinter mir. Kann fast wieder richtig gehen;-)
    Ich habe Anfang Juni meine Weber B Fraktur erlitten – und noch die Metallschiene mit 6 Schrauben drin. Da die Haut darüber sehr empfindlich ist – ich kann keinen festen Schuh anziehen, dann scheuert sich die Haut darüber auf – und das Gewebe drumherum ist immer irgendwie entzündet oder gereitzt.

    Ich will jetzt das Material rausoperieren lassen – welche Erfahrungen habt ihr hier damit gemacht?
    Mein Hausarzt meint, ich könne das auch ambulant im Krankenhaus machen lassen. Meine Fragen: Wie behindert ist man nach dieser Materialentfernung?
    Ist man wieder auf Gehhilfen angewiesen, muß man wieder den Fuß hochlegen, und was habt ihr so damit für Erfahrungen??

    Würde mich über eure Anworten freuen, LG Gudi

    • Kevin

      Nov 14, 2016 at 21:44

      Hallo Gudrun,
      redest Du von Juni 2016? Wäre auch neugierig ob die Metallentfernung so schnell geht. Ich hatte immer 1 Jahr im Kopf, das man warten sollte bevor man die Schrauben rausnehmen lässt. Jedenfalls hat bei mir die Metallentfernung nochmal viel Verbesserung gebracht. Ich glaube aber, das wir alle mit solchen Symptomen zu kämpfen hatten. Da hilft nur warten … und die vielen anderen Tipps die hier schon geschrieben wurden ausprobieren.
      Ich konnte nach der Entfernung ziemlich schnell wieder laufen. Der Eingriff ist doch deutlich harmloser als der nach dem Bruch. Ja ein paar Tage nochmal mit Krücken entlasten, aber da hier ja nur Gewebe beschädigt wurde ist das nach ein paar Wochen schon fast vergessen.
      Drück Dir die Daumen das es schnell besser wird!

  85. Gisela

    Nov 16, 2016 at 22:13

    Hallo ! Kann man eigentlich auch nach 1 Jahr bei einem 3 fach Bruch Bimall. eine Reha verordnet kriegen ??? Durch das falsche Gangbild / Fehlbelastung hab ich Probleme mit Schulter und Oberschenkel vorne.

  86. Heide

    Nov 16, 2016 at 23:05

    Hallo,
    Bei mir konnte das Metall schon nach acht Monaten entfernt werden (tolle Knochenheilung, obwohl ich schon im fortgeschrittenen Seniorenalter bin, mache aber schon seit 25 Jahren Krafttraining un Laufen).
    Die 10 Lochplatte war schon ein gewachsen und konnte nur mit Mühe entfernt werden. Die Wundheilung war optimal,ich brauchte auch keine Krücken. Allerdings machen mir Schwellungen an den Narben auch jetzt nach 5 Monaten noch zu schaffen.
    Aber es geht aufwärts (mit Lymphdrainage und manueller Therapie) und ich kann inzwischen 5 km ohne Probleme flott gehen.
    Also Mut,alle ihr Youngsters

  87. Karin

    Nov 18, 2016 at 19:06

    Hallo, vorgestern wurde mir nach 8 wochen totaler Schonung drei k-drähte in spinale entfernt. Nun habe für weitere 3 wochen vacoped und muss langsam unter schmerzen wieder laufen lernen. Wird eine mühsame Sache mit rollator. Bin schon seit dem kh in einem seniorenheim „zwischen geparkt“,obwohl erst Anfang 60 lol.
    Habe weber c refraktur luxiert.

    .

  88. Hummel

    Nov 19, 2016 at 17:28

    Wie lange musstet ihr euch eigentlich die Prophylaxe spritzen-bis zur vollbelastung oder nur bis zur teilbelastung?

    • Hummel

      Nov 22, 2016 at 13:33

      Darf jetzt seit vergangenen Freitag teilbelasten mit 20 kg.Ist bei euch nur der Fuß angeschwollen oder auch der komplette Unterschenkel?

      • Gisela

        Nov 23, 2016 at 00:32

        Hallo Hummel ! Bei mir sind selbst nach einem Jahr die Sprunggelenke die beide gebrochen waren noch nicht komplett abgeschwollen , zudem ist es Stellenweise noch steif ! Da auch das untere Waden & Schienbein gebrochen waren ziehen sich die Beschwerden bis zum Knie hoch. Ich mußte mir diese Spritzen auch bei der Teilbelastung weiterhin geben. Ich hab noch genug Beschwerden & Nachwirkungen mit dem Sch…. obwohl schon 1 Jahr um ist !!!

  89. Hummel

    Nov 28, 2016 at 09:16

    Hallo gisela,
    Das scheint ja ein langer Heilungsprozess zu sein.
    Ich habe vom Arzt jetzt einen Kompressionsstrumpf verschrieben bekommen.Ich muss sagen er hilft mir wirklich sehr!

    • Gisela

      Nov 28, 2016 at 17:25

      Hallo Hummel ! Ich war heute beim Orthopäden Er sagte das Bimall. sei eine schwere Verletzung des Fußes und damit hätte man dann meist sein restliches Lebenlang damit zu tun ! Den Kompressionsstrumpf hatte ich auch , ist nicht schlecht ! Hattest Du auch Bimall. 3 fach Bruch ?

  90. Heide

    Nov 30, 2016 at 23:02

    Hallo Gisela,
    Der Klarheit halber würde mich mal interessieren, ob du dir die Sprunggelenke beider Beine gebrochen hast oder das Sprunggelenk eines Beines zweifach (bimalleolar). Grundsätzlich sind bei solchen Brüchen (ich weiss wovon ich Rede, hatte selbst einen trimalleolaren Bruch des rechten Sprunggelenks im September 2015) auch noch nach mehr als einem Jahr sowohl Beschwerden da,als Besserungren durchaus möglich. Voraussetzung ist eine gute physiotherapeutische Betreuung als auch eigene Anstrengungen, z.B. Krafttraining und Walken.
    Selbst wenn nicht die 100prozentige Wiederherstellung erreicht wird, kann man meiner Meinung nach ganz gut damit ganz gut klar kommen.
    War uebrigens bei meinem Unfall schon 72 und kann inzwischen wieder weitgehend schmerzfrei über eine Stunde gehe, was ich dreimal in der Woche mache.
    Ich hoffe,deine Beschwerden werden mit der Zeit auch besser.

    Heide

  91. Gisela

    Dez 2, 2016 at 10:57

    Hallo Heide ! ich hatte Bimalleolar am linken Fuß sprich beide Sprunggelenke kaputt , Volkmansche Dreieck , unteres Schien und Wadenbein. Der Fuß ist Stellenweise noch steif ! Ich arbeite seit Anf. Mai ja wieder . Ich vermute mein Gangbild stimmt auch noch nicht.

  92. Simone Höltke

    Dez 6, 2016 at 13:44

    Hallo Leidgenossen 😂
    Habe mir am 24. Oktober einen Weber B Bruch zugezogen weil ich die letzte Stufe übersehen habe. Bin dann ins KH gefahren worden und zum Auto und ins Untersuchungszimmer gelaufen. Dachte wär nur verknackst. Nach dem Röntgen war nix mehr mit Laufen und ich bekam eine Gibsschiene und Krücken und die Auflage nur das nötigste zu laufen und sonst hochlegen damit die Schwellung weg geht und ich operiert werden könnte. 4 Tage später war es dann soweit. Platte 5 Schrauben und eine Zugschraube keine Stellschraube die Syndesmose war heil. 4 Tage KH Vacoped Schuh bekommen und laufen an Krücken geübt incl Treppen. Das war das Grauen für mich da ich mit dem Gips und Krücken zuhause gestürzt war. Ging s er besser als ich dachte. Ich Feigling. Nach Hause mit IBU Magentabletten und Heparinspritzen. Nach dem Fädenziehen hab ich Krankengymnastik und Lymphdrainage bekommen. 20 kg teilbelastung für 6 Wochen. Für mich war der Vacoped ein Segen. Kein gehumpele und beide Füße auf dem Boden. Da ich an einer Frozen Schoulder leide war das Krücken laufen anfangs sehr schmerzhaft. Würde dann gleich mit therapiert und besser. Bin nun in Woche 5 und soll im Vacoped ohne Krücken gehen und ab nächste Woche in normalen Schuhen gehen. Mann oh Mann. Das macht mir Angst. Gestern hatte ich Pysio und da Mehrbelastung erlaubt war machte sie Dehnungstests und prüfte die Beweglichkeit. Da das ohne Schmerz ging sollte ich mit ihr auf einer weichen Matte laufen. Oh weh Panik. Aber es lief gut ohne Schmerz. Ungewohnt weil der Fuß nun so leicht war und noch etwas taub auf der Sohle aber es ging. Sie ermutigte mich den Schuh weg zu stellen und zuhause in normalen Schuhen zu gehen. Wenn ich unsicher wäre Krücken hinzu nehmen. Eine Woche früher als der Arzt sagt. Aber ich habs probiert und es war ein Wahnsinns Gefühl mein Fuß war so leicht aber noch komisch. Ich gehe nun normal bemühe mich gerade zu laufen und nehme die Krücken Stück für Stück weniger. Es tut weh ja aber es ist auszuhalten. Ich soll ja Ende nächster Woche frei Laufen. Überlege nun ob ich mir eine Bandage kaufen soll oder nicht. Meine Physii sagt das Gelenk ist super stabil und beweglich ich soll mir keine Gedanken machen. Was meint Ihr bringt das was oder ist das nur für den „Kopf „. Beim gehen tut mir etwas die Ferse und die Achillessehne weh aber sonst bin ich ganz zufrieden. Bei mir war es ein Arbeitsunfall s.
    Liebe Grüße und gute Besserung an die weiteren „Bruchpiloten“
    Simone

  93. Hummel

    Dez 6, 2016 at 17:56

    Hallo gisela.
    Ich habe mich heute mal bei meiner physio wegen deinem Problem erkundigt.
    Es ist durchaus so, dass die Gewebeflüssigkeit sich verfestigt.Dadurch kommt es auch dazu dass dein Gelenk steif wird.Deine physio müsste das nun richtig bearbeiten.Das ist bei ihr mit harter Arbeit und bei dir mit Schmerz verbunden.Aber es hilft auf jeden Fall für die Beweglichkeit des Fußes!

  94. Gisela

    Dez 6, 2016 at 21:45

    Nachdem ich Anf. des Jahres und ab August insgesamt 6 Rezepte hatte für Physio werde ich nun keine mehr bekommen für den Moment.
    Ja, sie sagte bei mir sei ein Teil Gewebeflüssigkeit eingetrocknet. Die Physio tat die letzten 3 Rezepte ( August bis Oktober ) auch ganz schön weh , war nicht angenehm. Leider hatte der Chirurg nach der OP versäumt mir rechtzeitiger Lymphdrainage zu verordnen dadurch wohl Gewebeflüssigkeit eingetrocknet zum Teil. Alles Budget Sache …. das man noch arbeiten muß beruflich ist dennen egal – Hauptsache gut Geld für OP kassiert. Grrrr

  95. Heide

    Dez 15, 2016 at 23:38

    Hallo Gisela,
    ich denke, du solltest bei deinem Arzt versuchen, auch jetzt noch manuelle Therapie und Lymphdrainage zu bekommen. Mit einer ausführlichen Begründung geht das glaube ich auch bei Kassenpatienten. Mir jedenfalls hat das sehr geholfen und bringt auch jetzt – 15 Monate nach dem Unfall und 6 Monate nach der Metall Entfernung – noch Verbessserungen sowohl bei der Beweglichkeit als auch bei immer noch bestehenden Schwellungen. Naja, mein Fuss nimmt halt drei OPs innerhalb von acht Monaten immer noch übel. Aber man muss positiv denken.
    In diesem Sinne Kopf hoch. Kann nur besser werden – und wird auch, nur Geduld!
    Deine Leidensgenossin

  96. Doris

    Dez 16, 2016 at 10:19

    Eine wirklich gute Seite 🙂
    Auch dass hier viele berichten, wie es ihnen nach einpaar Monaten ergeht.
    Das macht Mut. Hab mir vor 8 Tagen nach einem Sturz der letzten drei Stufen einer Treppe zwar nur eine Weber A Fraktur, aber auch noch eine Mittelfußknochenfraktur zugezogen.

    Leider hat auch der linke Fuß etwas abbekommen (Bänder überdehnt), so dass ein schmerzfreies Auftreten
    nicht möglich ist. Das macht das Ganze so schwer, an Krücken zu laufen. Hab nur einen Vakuumschuh für den gebrochenen Fuß, dem bänderüberdehnten Fuß wurde keine Beachtung geschenkt, soll nun aber die Hauptarbeit tun.

    Der übelste Schmerz ist allerdings der, nach dem Aufstehen, wenn das Blut in den geschwollenen Knöchel fließt. Man überlegt sich 3 mal, ob man Aufstehen muss.

    Auch ist das Schienbein total dick geworden – welches gar nicht mit geröngt wurde. Überlege, ob da auch eine Fraktur entstanden ist.

    Meine schlimmste Sorge ist, wann ich wieder arbeiten kann (Altenpflege).

    Wenn es schon so lange dauert, bis man mit seinem eigenen Gewicht belasten darf, wie lange dauert es dann wohl, bis man die Bewohner stützen kann.
    Auch meine zwei Hunde tun mir Leid. Durch den Schichtdienst konnte ich immerhin Vor- oder Nachmittags einen langen Waldspaziergang mit ihnen machen. Nun gehen meine zwei Kinder, aber nur kurz, da sie berufsbedingt kaum Zeit haben.

    Naja, so liegen wir drei gelangweilt auf dem Sofa und müssen aufpassen, nicht auch noch zuzunehmen. Wenn grünes Licht für die Zeit ohne Krücken kommt (momentan geht es nicht mal mit Krücken), dann wird alles besser. Ich vertraue auf den Vakuumschuh und hoffe, dass er mich und die Hunde gut unterstützt 🙂

    Euch allen gute Besserung und ein Dankeschön für eure Erfahrungsberichte. Weber B und C Frakturen sind wohl eine ganz andere Hausnummer. Wenn ihr das schafft, dann wohl auch ich 🙂
    Immerhin rauche ich jetzt sehr wenig (der Weg zum Balkon ist heftig), vielleicht eine Chance aufzuhören (:
    Alles Gute

  97. Gisela

    Dez 16, 2016 at 22:48

    Hallo Doris !
    Ich weiß wie es ist am Anf. da sind einem alle Wege innerhalb der Wohnung zu weit ! Ich bekam die ersten 6 Wochen einen Rollstuhl verschrieben da ich mit den Krücken die ersten Monate kaum zurecht kam ! Ich weiß gar nicht ob ich auch Weber Fraktur hatte ? Ich weiß nur 3 Fach Bruch Bimalleolar . Ich mußte bei Deinem Text schmunzeln die letzten 2 Treppenstufen waren auch mein Schicksal die zum Unfall führten. Ich dachte schon sowas passiert nur mir ! Hab Geduld – es wird dauern….

  98. Doris

    Dez 17, 2016 at 07:52

    Hallo Gisela,
    stimmt, ein bisschen schmunzeln musste ich auch. Wenn man so hört, wie es zu Knochenfrakturen kommt (Fallschirmsprünge, Fußball, Turnen usw) und einem selbst werden die letzten zwei, drei Stufen einer einfachen Treppe zum Verhängnis.

    Aber das gibt mir für die Zukunft auch zu denken, ich meine, wie schnell so was passieren kann.Eine Sekunde unachtsam und man ist dann wochenlang lahm gelegt.

    Ob man sich je wieder so frei und gedankenlos fortbewegt, oder passt man ab jetzt auf jede Bewegung auf, damit es nicht noch mal passiert?
    Ich glaube, dass ein bisschen Sorge vor neuen Brüchen bleibt. Hab ich mir ja vorher nie Gedanken drüber gemacht und bin immer bei Wind und Wetter mit den Hunden im Wald mit all den Baumwurzeln, zugefrorenen Pfützen im Winter und anderen “Gegahrquellen“.

    Aber vielleicht sind diese Sorgen auch irgendwann weg (hoffentlich) :)Wie ist es denn bei dir, mit deinem dreifach Bruch?
    Im Krankenhaus sagten sie erst nur Mittelfußknochen (was für mich unangenehm genug war) und eine Woche später hieß es Weber A mit Beglückwünschung, dass es kein Weber B oder C ist.

    Nachdem ich hier alle Berichte gelesen habe, kann ich mit der “Gratulation“ was anfangen.

    Meine Kinder sagen immer, dass ich auf keinen Fall googeln soll. Haben sie Recht. Was man so liest, ist erschreckend. Bis auf diese Seite. Bin froh, hier soviel erfahren zu haben, eben auch Gutes. (: Und wenn man zwei angeschlagene Füße hat und der Fernseher auch noch kaputt gegangen ist, dann liest man eben viel. 🙂 Nicht nur Bücher.
    Liebe Grüße.

  99. Doris

    Dez 17, 2016 at 08:49

    Ach ja, noch etwas.
    In der Altenpflege bekommt man schon den einen oder anderen Knochenbruch mancher Bewohner mit und selbst im hohen Alter verheilen die Knochen meist unkompliziert.
    Zwar hab ich noch nichts von Weber A, B und C Brüchen gehört, aber wenn über 80 Jahre alte Menschen nach einem Oberschenkelhalsbruch wieder mobil werden (eine 93 Jahre alte Dame hat ihre gebrochene Schulter wieder vollständig auskuriert), dann ist es unter 60 wohl auch zu schaffen. 🙂
    Da kann man noch so oft im Internet lesen, dass es von einem Insektenstich zu Gliedmaßenverlusten kommen kann, die Realität sieht doch anders aus.:)

    Nun aber endgültig alles Gute, ich werde mich jetzt mit einem spannenden Thriller befassen und meinen Knochen die Zeit geben, die sie halt brauchen.

  100. Gisela

    Dez 17, 2016 at 22:14

    Hallo Doris !
    Auf jeden Fall hab ich nun auch mehr Angst z.B beim Rad fahren, vor den Autos . Auch dann bei Glätte, Schnee etc. Ja, heilen tuhen die Brüche meist immer , aber der Punkt ist der ob es danach wieder ganz normal wird , ob was zurück bleibt , ob man eingeschränkt sein wird , Nachwirkungen, Wetterfühligkeit , manche Tage Schmerzen oder schlechter beweglich und das nach 1 Jahr immer noch. Ist es Schicksal oder liegt es an jedem selbst in wieweit man wieder fit und voll beweglich etc. wird ??? Das ist die Frage. Ich denke arbeiten und laufen müßte doch genügen , oder muß man ewig weiter Gymnastische Übungen mit dem Fuß machen ??? Kopf kratz

  101. Doris

    Dez 18, 2016 at 08:06

    Ein bisschen von beiden wohl. Der Kevin z.B hat ja viel trainiert, war aber vorher auch schon sehr sportlich.
    Ich hab ausser tägliche Spaziergänge nichts gemacht und werde das auf jeden Fall ändern.

    Sich beim umknicken auf einer Treppe beide Füße zu verletzen, gibt mir schon zu denken.

    Und zweifelsohne sind Frakturen rund um die Füße schon sehr besorgniserregend, da sie uns ja ein Leben lang tragen müssen.
    Mein dämlicher Unfall liegt nun 10 Tage zurück und es ist kein bisschen besser geworden.
    Der überdehnte Fuß schmerzt immer mehr und der andere ist noch genauso geschwollen wie am ersten Tag.
    Das Schienbein ist jetzt nicht nur dick, sondern auch grün. In drei Tagen wird nochmal geröngt.

    Beim ersten Röntgen hieß es Mittelfußknochenfraktur, beim zweiten kam die Sprungelenkfraktur dazu und Dienstag??

    Hab echt Angst vor einer OP, falls mehr entdeckt wird.

    Ja, beeinflussen können wir den Heilungsprozess bestimmt. Und vielleicht sogar eventuelle Spätfolgen.

    Mehr Bewegung, Gymnastik, gesunde Ernährung, nicht rauchen und positiver denken. Aber leichter geschrieben als getan. Oft nicht leicht von alten Gewohnheiten wegzukommen, dazu der stressige Alltag usw.
    Jetzt hat man soviel Zeit und grübelt so vor sich her. Kann mich auch nicht wirklich auf mein Buch konzentrieren, die Schmerzen sind noch zu gegenwärtig und das Schienbein ist zu grün 🙂

    Also ich esse jetzt kiloweise Brokkoli – wegen des Kalziumgehaltes, Ananas – soll abschwellend wirken und Schwarzkümmelöl – ist für alles gut 🙂
    Mal sehen, ab Dienstag Gymnastik

    Wir tun, was wir tun können. Mehr bleibt uns eh nicht übrig. 🙂

  102. Simone

    Dez 18, 2016 at 10:27

    Hallo zusammen, die Schmerzen sind nun erklärt es ist ein Knochenödem. Sie schickten mich ins MRT und dort erkannte man nun noch das ich das Volkmannsche Dreieck gebrochen hatte, welches aber nicht mitverhandelt wurde. Dienstag Besprechung wie es dann weitergeht. Bin gespannt 🤔

  103. Gisela

    Dez 18, 2016 at 20:08

    Hallo zusammen ! Ich hab auch Schiß ! Bei mir kam nun noch die Schulter dazu , eigentlich schon seit August . Ich weiß nicht ob durchs falsche Gangbild ( Fehlbelastung ) oder Schulterverschleiß oder irgentwas . Werde Donnerstag mal hören …. Ja, Leute wir kriegen immer mehr dazu ….. wir haben noch nicht genug Sch….
    Simone , bei mir war beim Volkmannsche Dreieck ein Stück raus gebrochen, vielleicht tuht mir deshalb ab und zu das Schienbein weh ?! Wie ich im Netz las ist scheinbar das Volkmannsche Dreieck auch wichtig.

    • Simone

      Jan 8, 2017 at 10:08

      Hallo Gisela
      Bei mir war es nur ein kleiner Bruch des Volkmann Dreieck der nicht hätte operiert werden müssen und so mitgeheilt ist. Bin nur leider früh aus dem Schuh raus und in die Vollbelastung rein. Das führte zu dem Knochenödem (Bone bruise) bei mir lagen die Schmerzen im innenknöchel und mein Fuß sperrte so das ich nicht mehr laufen konnte. Was vorher super ging.
      Liebe Grüße

  104. Karin

    Jan 2, 2017 at 12:10

    Hallo zusammen,
    ich habe richtige Angst vor dem Gehen ohne Rollator…ich habe immer Angst hinzufallen ,obwohl mein Weber c schon vor 5 Monaten das erste Mal operiert wurde. Leider Refraktur nach 4 Wochen und dann 8 Wochen absolute Ruhe im Rollstuhl. Bis Weihnachten nur mit vacoped,aber voll belasten , jetzt kann ich bereits Turnschuhe oder orthopädische Hausschuhe tragen und gehe mit Rollator. Ohne geht ja, wenn da nicht diese schreckliche Unsicherheit wäre. Nach einer Weile muss ich den Fuß auch wieder hochlegen.Ich bin über 60 und kann nur bei gutem, trockenen Wetter vor die Tür. Kg bekomme ich auch. treppen gehen gar nicht. Habe aber Lift . Wer hat auch Angst vorm freien Gehen?

  105. Ute

    Jan 2, 2017 at 12:30

    Hallo zusammen,
    erstmal herzlichen Dank an alle, die hier so ausführlich geschrieben haben. Ist wirklich der einzigste Blog, den man über diese blöde Verletzung lesen kann! 🙂
    Ich habe mir am 21.12.2016 eine mehrfragmentäre distale Fibulafraktur Typ Weber B, OSG rechts mit Syndesmosebandbeteiligung sowie Innenbandruptur rechtes OSG zugezogen, sprich Kolletarallschaden! *lach*
    Bin am 23.12.2016 operiert worden, hab nun eine 10cm Platte mit 6 Schrauben, incl. einer Zugschraube sowie einer Stellschraube im Bein.
    Seit 28.12.2016 bin ich aus dem KH raus, darf mit 5 Kg das Bein die nächsten 6 Wochen belasten, natürlich versehen mit dem Vacoped Schuh.
    Für draußen habe ich mir einen Leichtrollstuhl besorgt, damit ich wenigstens ab und an raus komme mit meinem Hund.
    Schmerztechnisch habe ich im KH Tilidin (nach 3 Tagen abgesetzt), Novalgin 3x täglich (nach 4 Tagen abgesetzt)und Ibo 800mg retard 2x täglich erhalten. Seit 29.12.2016 nehme ich gar keine Schmerzmittel mehr. Schmerzen sind an für sich nur noch da, wenn ich morgens aufstehe und das Blut in den Fuss läuft. Leider ist der Fuss noch ziemlich geschwollen, ich kühle öfter, nehme Enzyme und trinke viel Ananassaft, soll alles helfen. Diese Woche werden die Fäden gezogen. Lymphdrainage werde ich diese Woche auch noch machen. Tja und ansonsten bin ich guter Dinge, dass Anfang Februar die Stellschraube rauskommt. Danach soll es über 2 Wochen in die volle Belastung mit dem Vacoped Schuh gehen. Da bin ich ja richtig mal gespannt.
    Da ich in 2016 schon 5 Monate wegen einer Brustkrebs Erkrankung ausgefallen war, habe ich beschlossen (natürlich nach Rücksprache mit meinem Hausarzt), dass ich mich nur bis 09.01.2017 krankschreiben lasse, danach gibt es einen Fahrdienst für mich, der mich ins Büro fährt.
    @all: nicht unterkriegen lassen, macht trotz Gips oder Vacoped Schuh viel für die Muskulatur des verletzten Beines, und schaut positiv nach vorne!
    In Kölle sagt man: Et hätt noch immer joot jejange!!!!

    In diesem Sinne wünsche ich Euch eine frohes neues Jahr!!!

  106. Ute

    Jan 2, 2017 at 12:32

    Jetzt hab ich doch noch etwas vergessen, bin 51 und ein Freiluftjunkie, sprich ich laufe jeden Tag ca. 7-8 Kilometer mit meinem Hund.

  107. thinkpositive

    Jan 2, 2017 at 17:05

    Kevin ist nicht alleine (im Flugzeug)

    Hallo Skydivers, Hallo alle anderen

    Fallschirmspringen kann, muss aber nicht mit einer Verletzung enden Nun, ich (w, 25) habe mir am 28. August 2016 nach einem wirklich echt tollen Fallschirmsprung bei der Landung eine komplexe und aussergewöhnliche Chopart-Luxationsverletzung zugezogen.
    Da gingen fast alle Fusswurzelknochen kaputt, teils mehrfragmentär und richtig zertrümmert. Auch der Taluskopf hat eine Impressionsfraktur erlitten und das Ligamentum bifurcatum hat’s zerfetzt.

    Erstmal mussten alle andern Fallschirmspringer und auch das Flugzeug wo anders landen, da ich denen (am Boden liegend) die Landerichtung blockierte. Sorry Jungs!

    Nun, nach der ersten Fahrt ins erste Krankenhaus, dem ersten Versuch an «Schadensbegrenzung» unter Vollnarkose was aber überhaupt nicht hinhaute, ging’s mit Blaulicht ins nächste Krankenhaus, quasi direkt unters Messer, Vollnarkose versteht sich.

    Nach der erste OP lag ich eine Woche im Krankenhaus, dann folgte die zweite OP, Mister Chirurgen-Chefarzt höchst persönlich gab sich die Ehre. Die Rede war sogar von primärer Arthrodese, jedoch hatte Mr. Chirurgen-Chefarzt einen guten Tag und versteifte mir meine Gelenke nicht. Er puzzelte sie in knappen drei Stunden wieder zusammen.
    Danach wieder eine Woche Krankenhaus und dann… endlich ab nach Hause!
    Sechs Wochen Hotel Mama und die nette Gesellschaft meiner Katze genossen, VACOped und max. Teilbelastung 15 kg – mehr lang definitiv nicht drin. Schmerzen? Oooo ja, vor allem solch brennende Schmerzen waren am schlimmsten.

    Physiotherapie ca. ab der neunten Woche, erstmal Lymphdrainage da alles noch so angeschwollen und empfindlich war.

    Erste Kontrolle bei Mr. Chirurgen-Chefarzt: «Dann bewegen Sie mal Ihren Fuss!»

    Ich: (mich echt angestrengt, aber bewegen tat sich nix) «Mir wurde ausdrücklich gesagt, ich solle den Fuss nicht bewegen.»

    Mr. Chefarzt: «Ja weil es heisst, Sie dürfen es nicht bewegen, funktioniert es auf einmal auch nicht mehr?»

    Ich war sprachlos.. Spinnt es dem jetzt? Da hiess es nicht mehr als 15 kg und nichts bewegen bla bla bla und jetzt so was?

    Dritte OP: nach drei Monaten an Krücken, VACOped und einer Teilbelastung von 15 kg kamen sämtliche Schrauben und Platten wieder raus, da der Fuss sonst nicht gut heilen kann und ich in der Beweglichkeit total eingeschränkt bleiben würde. OP Nr. 3 war lachhaft im Vergleich zu den zwei andern OP’s.

    Danach kam Chirurgen-Chefarzt, setzte sich auf mein Bett und sagte: «Sie können nun ohne Krücken laufen. Zwei Wochen noch mit dem VACOped, danach im normalen Schuh.»

    Ich: (dachte zu mir, heut ist doch nicht Nikolaus? Was erzählt der mir da wieder) «Ich denke nicht, dass ich in einen normalen Schuh reinpasse. Mein Fuss ist ja seit dem Unfall immer noch angeschwollen.»

    Chirurgen-Chefarzt: «Ja dann müssen Sie den Fuss richtig fest einbinden»

    Nun sind genau vier Monate seit OP Nr. 2 vergangen. Ich bin froh, habe ich einen super guten Physiotherapeuten. Er kennt sich mit solchen schweren Verletzungen aus. Er hat mich auch dazu gedrängt, als ich nach der Metallentfernung diese starken Schmerzen hatte, den Notfall aufzusuchen. Das war echt nicht lustig, hatte vor lauter Schmerzen nicht mehr geschlafen und gegessen. Habe Opiate und andere starke Schmerzmittel eingenommen, doch nichts half. Mein Chef persönlich fuhr mich damals ins Krankenhaus.

    Laufen? Im normalen Schuh? .. grosse Fehlanzeige. Mein Fuss ist noch immer geschwollen, hat keine Stabilität mehr, die Wadenmuskulatur ist weg, das Beinchen sieht abgemagert aus, die Schmerzen sind immer noch gross.

    Ich hätte die Krücken und der VACOped zum Jahreswechsel hin gerne in eine Ecke gelegt, aber Wunschvorstellungen und Realität beissen sich da gewaltig.

    In zwei Wochen steht der nächste Termin bei Mister Chirurgen-Chefarzt an. Man darf gespannt sein, was er sich einfallen lässt. Ich überlege mir auch schon, was ich ihm antworten werde, wenn er mich im VACOped und mit Krücken sieht, anstatt frei herumhüpfend im High Heel oder wie er sich das auch immer vorstellt.

    Liebe Grüsse an alle

  108. Eleni

    Jan 18, 2017 at 16:00

    Hey ihr Lieben ,

    Ich bin wieder da um euch gute Nachrichten zu überbringen. Seit meinem letzten Post im September über die Stellschrauben Entfernung ist viel Zeit vergangen. Ich hatte in der Zwischenzeit bei hoher Belastung von der Arbeit etwas Schmerzen , bin zum Orthopäden und der hat gemeint , dass das üblich ist, da am Fuß kaum Weichteile vorhanden sind und man deshalb das Metall spürt. Ich kriege folgenden dienstag die restlichen 7 Schrauben und die Platte raus. Danach ist die Sache erledigt und ich kann wieder aufatmen. Wenn ich an den Sommer denke als das passiert ist kann ich nur sagen : es ist am Anfang nicht leicht aber es ist durchaus machbar wieder auf 100% zu kommen! Ich wünsche euch allen nur das Beste, werdet gesund und habt vertrauen in eure Ärzte, die wollen schließlich auch nur, dass es euch gut geht. Lasst den Kopf nicht hängen und kämpft weiter! Bessere Tage sind in Sicht!

    Liebe Grüße ,
    Eleni

  109. Janusz

    Jan 21, 2017 at 17:55

    Hallo zusammen
    @ Kevin: Danke für die tolle Seite

    @alle: danke für eure Berichte, die haben mir in meiner Leidens(anfangs)phase sehr geholfen und Mut gegeben

    @ thinkpositive – es tut mir Leid für Dich. Das ein Horror was Du da durchmachst. Bedenke aber, ein Sprunggelenkbruch ist schon ernste Verletzung und bei Dir ist noch der halbe Fuß kaputt !!! Du brauchst, glaube ich, sehr sehr viel Geduld und gute Schmerzmittel (vielleicht diese, bis jetzt verbotene Pflanze die jetzt als Schmerzmittel zugelassen wird?). Think positive

    Und nun mein Bericht:

    21.11.16 Arbeitsunfall – eine Leiter kracht unerwartet unter meinem Körpergewicht (82 kg), Aufprall aus ca. 1,5 m Höhe, Krankenhaus, Diagnose: Sprunggelenkbruch- Mehrfragmenturfaktur des distalen Tibia rechts

    1.12.16 OP mit Vollnarkose, Knochen mit einer Zugschraube und winkelstabiler Pilon-Platte (noch mall 10 Schrauben) zusammengeflickt

    4.12.16 Entlastung aus dem Krankenhaus mit der Maßgabe den Bein 9 Wochen max. 20 Kg zu belasten.
    6.12.16 Erste Kontrolle beim Hausarzt, er stellet Entzündung fest (der Unterschenkel ist rot, dick und heiß), und verschreibt Antibiotika für 7 Tage. Sollte nach 2 Tagen nicht besser werden muss ich mich wieder im Krankenhaus melden (Horror!!!).

    14.12.16 Kontrolle beim Hausarzt, Entzündung zurückgegangen, ich soll in drei Tagen zum Fadenentfernung kommen

    22.12.16 Kontrolle beim Chirurgen, Röntgen – alles gut, der Chirurg über seinem OP – Kollegen anerkennend: „sehr gut gemacht“. Ich soll jetzt zur Lymphdrainage (10 x 40 min.), die Schwellung ist beeindruckend.

    23.12.15 Erste Lymphdrainage anschließend Gymnastik und Empfehlungen für Übungen zu Hause. (Diese Drainage – was für eine wundersame Wirkung)

    24-26.12.16 Fröhliche Weihnachten 

    Fünf Wochen nach der OP erste stehversuche, keine Schmerzen mehr aber mein Chirurgie – Arzt empfehlt noch 2 mall täglich 600 Ibuprofen (entzündungshemmend).

    Sechs Wochen nach der OP teile ich dem Arzt mit, dass ich beschwerdefrei laufen kann. „Zeigen Sie mall“. Ich zeigen. „ Schön abrollen“. ER HAT NICHT VERBOTEN. Ich interpretiere es natürlich: was nicht verboten ist, ist erlaubt. Er konnte nicht (Vermutung) den Kollegen aus dem Krankenhaus wiedersprechen (9 Wochen keine volle Belastung).

    Drei Tage später – 500 m behutsamer Spaziergang ohne Gehhilfe in wunderschönen Schneetreiben. WAS FÜR EIN ERFOLG

    Sieben Wochen nach der OP zweite Röntgenkontrolle: die Radiologin ist begeistert, Krücken auf nie wiedersehen in den Schrank gestellt, in der Phisio erste Übungen auf einem, auch dem betroffenen, Bein.

    Und jetzt meine persönliche Analyse der schnellen Genesung:
    – Ich hatte Glück einen sehr guten OP-Chirurgen und eine hervorragende Physiotherapeutin zu bekommen
    – Ab der zweite Woche nach dem OP habe ich sehr viel trainiert, zuerst im liegen dann im stehen damit die Muskulatur und den Kreislauf auf Trab gehalten
    -bestimmt auch die körperliche Verfassung (`bin ehe sportlicher Typ)
    Am Alter kann es nicht liegen: ich bin 60 

    Liebe Grüße an alle

  110. Gisela

    Jan 22, 2017 at 15:11

    @ Janusz da kann man ja neidisch werden ! Mein Unfall war übrigens auch am 21.11 allerdings 2015 ! Mein Fuß ist Stellenweise noch steif , an was liegt es ??? Hm , zu wenig getan oder schlechter Chirurg ??? Keine Ahnung. Aber ich laufe & arbeite und hatte 36 x Physio . Wo ist der Trick ?

    • Janusz

      Jan 23, 2017 at 20:52

      Hallo Gisela,
      ich versuche auf deine Frage indirekt zu beantworten. Indirekt, weil ich Deine Umstände nicht kenne und mir fehlt auch die entsprechende Kompetenz. Ich beschreibe Einiges aus meinem ersten Bericht detailierter.

      Dass mein OP Chirurg gut war stellte sein Kollege fest (mein aktuell betreuender Chirurg) und die Radiologin. Aber warum sollte Dein Chirurg nicht genau so gut gewesen sein?

      Dass meine Physiotherapeutin gut ist spüre ich wortwörtlich auf eigener Haut; als ein Mal eine Vertretung die Sitzung übernommen hat, war mein Bein nach der Behandlung 10 kg schwerer und nicht 20 kg leichter wie sonst (gefühlt –versteht sich)

      Ich habe auch einiges falsch gemacht: Ich hatte 3 Tage nach dem OP ein wichtiges berufliches Treffen in dem ich teilnehmen musste (sonst Vertragsstraffen u. s w. ja, ja, die süße Selbstständichkeit). Sieben Stunden lang zeigte mein krankes Bein konsequent in der Richtung Schwerkraft (Großteils im Stehen) und das hat ihm gar nicht gefallen. Die Folge: Entzündung.

      Einiges habe ich richtig gemacht. Erstens – Dehnen. Es gibt vermutlich mehrere, verletzungsbedingte Vorgehensweisen. Meine Physiotherapeutin wollte mir keine Typs geben, ich sollte meinen Arzt Fragen. Seine Antwort lautete: „bis zur Schmerzgrenze und halten“

      Krankengymnastik: hilft nicht wirklich, in den wenigen Minuten in der Praxis kann man wenig erreichen. Aber es sind wichtige Hinweise was im Moment wichtig und möglich ist. Zu Hause habe ich es im Training berücksichtigt.

      Mein Training: das Ziel – Muskelkorsett. Bis zur 5. Woche – Ausdauertraining, ab der 5. Woche – Krafttraining. Unter Training verstehe ich Anstrengungen bis die Muskeln „brennen“ und der Schweiß fließt. (O.K. ein Tröpfchen auf der Stirn reicht auch). Es gibt viele Trainingmethoden. Ich persönlich befürworte die von Mark Lauren, mit eigenem Körpergewicht, ohne Geräte.

      Drei Sätze meiner Physiotherapeutin begleiten mich ständig:
      „Das ist ein wichtiges Signal für das Gehirn“ (bei ersten Stehversuch)
      „Wenn Sie lernen falsch zu laufen dann ist es sehr schwer das zu korrigieren“
      „Jede falsche Art zu laufen hat Konsequenzen für den gesamten Bewegungsapparat und für das Nervensystem“

      Gisela, ich möchte Dir gratulieren, dass Du nach Deiner schweren Verletzung beider Gelenke schon nach einem Jahr läufst und arbeitest. Das ist ein Erfolg (bis ich vollkommen fit bin werden noch ein paar Monate vergehen). Ich bin sicher dass Du noch weitere Fortschritte erzielen kannst.

      Beste Grüße
      Janusz

  111. Elli

    Jan 25, 2017 at 11:55

    Hallo zusammen

    Ich habe mal zwei/drei Fragen:

    Wie oft musstet ihr zur Nachkontrolle bzw. auch nach der Vollbelastung zum Arzt? Die Schrauben/Metall Entfernung findet doch wieder mit Narkose statt wieso ist es im Gegenzug zur ersten OP ein Kinderspiel? Denn die Narkose z. B. Spinal wirkt ja dann auch noch nach. Wie sehen eure Erfahrungen zum Vacoped Schuh aus? Ich darf 4 Wochen nach OP nur Teilbelasten (Fußabstellen aber nicht auftreten).

    Kleine Zusammenfassung meines Unfalls:

    Mit dem RTW in KH. Dort direkt ins CT. Bilder besprochen aber es war unsicher ob eine OP wirklich nötig ist. Daher eingegipst und erst einmal wieder heim. Dann zweite Meinung eingeholt und 7 Tage später unter Spinalanäsethesi unters Messers (für die Ängstlichen unter uns die Nadel des 3 Versuchs einen Zugang zulegen tat deutlich mehr weh als die Spritze im Rücken). 3 Tage KH Aufenhalt aber alles ohne Schmerzen und Probleme. Hier vielleicht ein kleiner Tipp nach einem Coolpack fragen. Der Arzt hatte wirklich sehr gut gearbeitet. Am dritten Tag Kontrollröntgen und Laboruntersuchung (Blut) und ab nach Hause. 5 Tage später zur Kontrolle. 10 Tage nach OP Fäden ziehen. Nächster Termin zum Röntgen im Feb. dann hoffentlich mit dem Punkt endlich belasten zu dürfen.

    Nach der OP keine Belastung und immer Vacoped Schuh anziehen. Leichtes hin und her bewegen des Fußes (kippen vor/zurück) nach 1 Woche und abstellen ist erlaubt. Ansonst geht es weiter auf Krücken und nicht auftreten.

    Hier erzählt auch jeder etwas anderes der eine sagt Teilbelastung okay. Der nächste sagt nein. Aber so richtig erklären kann es keiner. Fallen diese Übung unter Teilbelastung oder? Hier bin ich noch etwas ratlos und erhoffe mir im Feb. vom Orthopäden einen genaueren Durchblick.

  112. Ute

    Jan 26, 2017 at 11:05

    Hallo!
    Auch ich gehöre nun zum “ Weber club“ .
    Bin am letzten Donnerstag ganz blöd auf der Treppe gestürzt und mir den Knöchel verstaucht….dachte ich jedenfalls. Hab den Knöchel gleich getapt und bin am nächsten Morgen schön zur Arbeit gefahren. War etwas blöd, weil es der rechte Knöchel ist- ging aber.
    Im Betrieb kam mir meine Kollegin mit Eisbeutel auf dem Kopf entgegen, weil sie auf einer Eisplatte ausgerutscht war und auf den Hinterkopf geknallt ist.
    Mit ihr zusammen bin ich dann doch in die Ambulanz und hab dort die Diagnose Weber C bekommen. Da ich aus beruflichen Gründen unter der Woche eine Zweitunterkunft habe, wollte ich die OP natürlich am Wohnortnahen KKH machen lassen.
    Im Moment bin ich noch in der Wartephase. Die Schwellung ist noch zu stark und ich hoffe sehr, dass es morgen klappt. Der hiesige Arzt hat die Diagnose übrigens auf Weber B geändert. Das finde ich schon mal gut 🙂
    Die Schmerzen sind soweit erträglich- Nur morgens nach dem Aufstehen hat man das Gefühl, dass ein Sack Nadeln ins Gelenk fällt.
    Das Gehopse mit den Krücken ist ganz schön anstrengend, aber es geht.
    Schlimm ist eher die Angst, dass man stolpert und vielleicht auf den lädierten Fuß treten muss. Den Schmerz und das Knirschen beim Sturz werd ich sicher noch lange im Gedächtnis behalten….
    Jedenfalls ist es auch lustig, tröstlich und sehr aufmunternd, Eure ganzen Kommentare und Geschichten zu lesen.
    Vor allem- dass Humor immer gut ist und die allermeisten von Euch wieder fast alles machen können!
    Drückt die Daumen, dass es morgen mit der OP klappt!

  113. Gisela

    Jan 26, 2017 at 22:19

    Hallo Leute ! Jetzt in der Kälte merke ich meinen Fuß wieder mehr im negativen Sinn z.B an der Seite Innen Sprunggelenk wo die Schrauben sind oder eben generell . Meine Physio Frau meinte im Herbst ( letzte KG ) das ich im Winter bei Kälte meinen Fuß mehr merken werde stimmt das ??? Ist es bei euch auch so ???? ODER könnte es ein Zeichen sein das über kurz oder lang die Schrauben ( 6 Stück ) raus wollen ???
    Wie merkt man überhaupt ob die Schrauben raus wollen oder es nur eine Phase / Episode ist wo der Fuß mal mehr schmerzt und es wieder weg geht ? Wäre Dankbar über Antworten !

  114. Markus

    Jan 31, 2017 at 00:20

    Hallo Leidgenossen,

    hier mein Nachtrag zu „Jun 29, 2016 at 23:57“.

    Endlich war es so weit:

    Materialentfernung nach 8 Monaten. Leider musste ich OP wegen der Arbeit und Weihnachten um ein paar Monate verschieben. Nachträglich: eine Zwischenkontrolle nach ca. 4 Monaten wäre nicht schlecht gewesen. Bei mir war es nämlich so, dass die Draht-Zuggurtung bereits ins Wadenbein (Fibula) wuchs. Sollte besser nicht sein.

    Sprunggelenk war vor der OP immer noch leicht geschwollen, fühlte sich fremd an und das Material schränkte die Beweglichkeit ein.

    Materialentfernung wurde unter Vollnarkose durchgeführt. Die ganze Prozedur (Kommen-Gehen) dauerte ca 3h. Dann die Entlassung mit Unterarmgehstützen, schmerzlos. Trotzdem, man sollte sich von Bekannten abholen lassen (es können Probleme mit Kreislauf auftreten);

    Wieder mal das bekannte Programm: Ibuflam 600 (3x Täglich; Schwellungshemmend) + 10 Tage Thromboseprophylaxe + Kühlkompressen (CoolPack, 10min pro Knöchel), Bein bei jeder Gelegenheit hochlagern; Geduld haben;

    Ich lief eine halbe Woche mit Krücken herum und ging erst danach Schritt für Schritt zur Vollbelastung über (muss auf die Nähte aufpassen). Aber dann – Wow-Effekt pur – was für ein herrliches Gefühl! Ich kann den Fuß wieder ganz normal abrollen! Bin kein Roboter mehr …

    Die Fäden sind jetzt auch raus, d.h. jetzt beginnt die Medigel + Wundpflaster Phase (darf nicht austrocknen lassen) und dann geht’s in 2 Wochen wieder los: Sport, Frühjahr, Sport, Sommer, Sonne … mmm

    Ich wünsche euch allen eine gute Genesung, haltet den Kopf hoch – das wird schon wieder!

    VG
    Markus

  115. Petra

    Jan 31, 2017 at 00:43

    Könntest bzw. hast du nach 2 schon versucht ohne Gehhilfen zu laufen? Und das obwohl dir der Arzt sagt, dass du den Fuß 6 Wochen nicht belasten darfst! 😐

    • Markus

      Feb 2, 2017 at 00:09

      Hallo Petra,

      Ja, leider leider, so war es. Aber Vorsicht! Damit rufe ich hier niemanden auf neuen Genesungsrekord aufzustellen. Auch Weber-B variiert sich von Mensch zu Mensch und die Genesung hängt davon ab, wie der erste Eingriff mehr oder weniger gut gelingt. Die Ärzte tun schon ihr bestes.

      Ich hatte keine Stellschraube. Es hängt davon ab, ob Bandverbindung Fibula-Tibia auch verletzt wurde oder nicht. Mit Stellschraube hätte ich es auch nicht gemacht! Für Frauen würde ich die zu frühe Belastung generell nicht empfehlen, da dann das Risiko entsteht, dass das gebrochene Sprunggelenk niemals so schlank wird wie das Gesunde. Warum – bei zu früher Belastung wird mehr „Gewebe“ produziert, das dann zu schnell in fester Form umgewandelt wird. Dies kann auch dazu führen, dass das Sprunggelenk später immer verletzungsanfälliger wird.

      Wenn dies die falsche Entscheidung war, so bekomme ich es im späten Alter erneut zu spüren.

  116. Petra

    Jan 31, 2017 at 00:57

    Habe vergessen zu schreiben istt Weber b Sprunggelenk links außen, titanimplantat mit 7 Schrauben…

  117. Gisela

    Jan 31, 2017 at 21:23

    Hallo Markus ! Das klingt klasse !!! Bei mir hätte es dies Jahr auch soweit sein können mit der Metall Entfernung – leider kommt nun die Schulter dazwischen ( vermutlich OP ).
    Ich merke auch wie doch die Schrauben einschränken & Steife machen.
    Sooo Scheiße alles das die Schulter nun dazwischen kam.
    Dir Alles Gute Markus und weiter so …..

  118. Elli

    Feb 7, 2017 at 14:43

    Für alle die es interessiert:

    Nachdem Kontrollröngten 5,5 Wochen nach der OP ist alles zusammengewachsen und ich darf wieder laufen. Ich soll eine Woche ganz gemütlich bzw. langsam Anfangen und den Schuh weg lassen. Verwundung beim Arzt warum ich nicht schon früher mit dem Vacoped Schuh gelaufen bin. So viel dazu jeder erzählt etwas anderes. Mein Doc meinte Schrauben können spätestens in einem halben Jahr raus. Sollten aber mindestens 3 Monate drin bleiben. Also auch hier wieder unterschiedliche Antworten. Jetzt geht es erst mal ans LAUFEN *freu*

  119. Petra

    Feb 15, 2017 at 01:53

    Ich soll das Bein so wenig belasten für die nächsten zwei Wochen, bekomme Physiotherapie und mal schauen. Eigentlich habe ich kaum noch schmerzen, und deshalb fällt es mir sehr schwer den Fuß nicht zu belasten. Wie geht es euch dabei?

  120. Petra

    Feb 15, 2017 at 01:55

    Und übrigens, ich habe sieben Schrauben, und eine Titan Implantat. Ansonsten ist wohl nichts kaputt, Soweit ich weiß.

  121. Petra

    Feb 15, 2017 at 01:56

    Aber eine Frage noch: warum wird bei Frauen mehr Gewebe produziert, dass sich dann verfestigt? Das würde mich mal interessieren.

  122. Heide

    Aug 29, 2017 at 23:10

    Warum konnte ich bis heute keine Kommentare mehr absenden?

    • Kevin

      Aug 30, 2017 at 00:00

      Hm, war etwas kaputt von dem ich nichts wusste? Ich hab heute was an der Seite gemacht, vielleicht wurde es dadurch korrigiert. Hab mich schon gewundert das niemand mehr kommentiert hat. Danke für den Hinweis Heide!

  123. Heide

    Sep 2, 2017 at 20:48

    Seit Mitte Februar gab es bei jedem Kommentar eine Fehlermeldung.
    Schade. Die Seite ist für Betroffene (wie auch für mich) sehr hilfreich gewesen.

  124. Gisela

    Sep 10, 2017 at 18:06

    Mich würde es auch mal interessieren wie es euch allen so inzwischen geht mit dem Sprunggelenk und so. Meine OP ist dann Ende des Jahres 2 Jahre her und Belastungen sind immer noch nicht gut. Will nochmal beim Arzt nachfragen. Da ich eine Steharbeit habe eben doch nicht unproblematisch ! Zur Info hatte 3 Fach Bruch.

  125. Paul

    Sep 12, 2017 at 21:25

    Hallo ihr Lieben ich habe mir am 6.9 ein doppelten sprungelenksbruch zugezogen und wollte mal fragen ob euer Fuß nach der op auch gebrannt

  126. Heide

    Sep 12, 2017 at 22:50

    Bei mir ist der Unfall mit dreifachem Bruch des rechten Sprunggelenks ziemlich genau zwei Jahre her. Metall Entfernung war imJuni letzten Jahres und hat mich noch einmal zurück geworfen (Platte war schon ein gewachsen un konnte nur mit Mühe entfernt werden ). Aber im Großen und Ganzen kann ich mit der Situation leben. Zwar zückt der Fuße ab und an immer noch, auch Missempfindungen sind nicht selten. Aber ich kann ohne Probleme mehr als eine Stunde problemlos und ohne Nachwirkungen walken.
    Mit diesem Zustand bin ich einigermaßen zufrieden, zumal ich bei dem Unfall schon 72 war. Und das Beste: Es gibt auch jetzt immer noch Fortschritte.
    Also: Kopf hoch für alle Betroffenen.

    • Gisela

      Sep 15, 2017 at 21:47

      @ Heide das wird halt der große Unterschied und springende Punkt sein , mit 72 Jahren ist man halt Zuhause und ich stehe noch voll im Berufsleben und der Fuß wird wohl von fast 8 Stunden stehen überlastet sein. Weil wenn ich Urlaub habe geht’s mir auch besser. Das viele stehen ist Sch…. aber ne Laufarbeit 8 Std. laufen wäre auch nicht besser !
      @ Paul einiges an Mißempfindungen nach der OP etc. sind üblich und ganz normal. Ein Tag nach der OP brannte mein Fuß auch an der Sohle. Und am OP Tag selbst hatte ich große Schmerzen. Das war aber nur an dem Tag .

  127. Julia

    Sep 17, 2017 at 20:50

    Hey Kevin,

    Guter Erfahrungsbericht!

    Mir ist es jetzt grad ähnlich passiert. Hatte meinen 2. Free solo Sprung am Freitag Nachmittag.

    Mein Sprung war eigentlich okay, hab paar links rechts Drehungen im Freifall geübt.

    Ich habe bei 1500 m gepullt, bin dann aber durch eine kleine Wolke geflogen und war etwas orientierungslos, da musste ich erstmal gucken, wo ich war. War zwar relativ nah an meinem Landeplatz aber da der Wind dann aufgefrischt hat, wurde ich ordentlich rückwärts abgetrieben.

    Dachte dann so, Naja, gehe ich halt auf der Wiese hinterm Zielkreis runter… Nach ein paar Minuten,oh,hm,auf der Wiese langt mir das auch nicht mehr zum landen…. Der Wind schob mich stark rückwärts, und ich bin dann direkt vor einem Aussiedlerhof auf einem Rübenacker runter gegangen (Futterrüben, also die großen dicken).

    Von oben war nicht ersichtlich, was das für ein Gelände war, es war halt grün und ich hatte die Hoffnung, es könnte eine wilde Wiese sein. Wie gesagt es war ein Rübenacker.

    Ich bin sitzend gelandet und es wäre fast alles gut gegangen, ich rutschte die Landung sitzend gut aus und wenn nicht mein rechter Fuss an einer herausstehenden Rübe hängen geblieben wäre,wäre alles gut gegangen. Leider hat es meinen rechten Fuß dann nach Aussen verdreht. Mir war klar, der ist gebrochen.

    Ich sass noch eine Weile in dem Acker, bis mich meine Springerfreunde gefunden hatten. Einer meiner Freunde trug mich dann aus dem Acker raus (riesen Leistung, wer schon mal über so einen Acker gelaufen ist, weiss wie uneben der Boden da ist, gerade wenn die Rüben da raus stehen) und ich wurde Richtung Sprungplatz gefahren, wo auch kurze Zeit später der Krankenwagen vor fuhr.

    Im Krankenhaus stellten sie fest, ja, Gelenk gebrochen, aber Gewebe so angeschwollen, dass die richtige OP nicht möglich war. Ich bekam also eine fixateur schiene in den Knochen gebohrt, damit alles übergangsweise geschient ist und abschwellen kann. Am Mittwoch werde ich dann richtig operiert. Was genau alles ab ist, wird man wohl erst dann genau sehen, wenn ich operiert werde. Ich bin gespannt….

    Die sprungsaison ist für mich jetzt leider erstmal gelaufen. Ich hatte Hoffnung gehabt, dieses Jahr meine Lizenz zu bekommen. Aber das wird nix mehr…

    • Kevin

      Sep 20, 2017 at 22:10

      Hi Julia,
      puh wie ärgerlich mitten in der Ausbildung – aber das Wetter ist ja eh nicht mehr einladend. Dann startest Du die nächste Saison gleich mit einem Refresher, eh ne guet Sache nach der Winterpause. Ich weiß es gar nicht mehr, musst Du dann auch ein Leven wiederholen?
      Sitzende Rutschlandungen gelten aber nicht umsonst als ziemlich gefährlich. Da hätte auf dem Acker noch viel schlimmeres passieren können, also irgendwie noch Glück im Unglück. Wenn man auch noch den starken Wind dazu nimmt, bei dem man in der Ausbildung vielleicht eh nicht unbedingt springen sollte… das war eine verdammt ärgerliche und überflüssige Lektion.
      Ich wünsch Dir erstmal eine gute verlaufende OP und dann eine schnelle Wiederherstellung mit anschließender Heilung!

  128. Heide

    Sep 19, 2017 at 21:07

    Hallo Gisela
    Ich glaube, es gibt noch einen großen Unterschied. Ich mache seit über 25 Jahren Krafttraining und seit 20 Jahren jogge bzw walke ich zweimal pro Woche und ich habe auch nach dem Unfall sobald ich meinen Fuß belasten durfte wieder damit angefangen. Das war zwar nicht immer angenehm und schmerzfrei
    Hat aber langfristig eine Menge gebracht. In meinem Alter gehen ja viele nur noch mit Rollator ohne eine solche schwere Verletzung.

    • Gisela

      Sep 20, 2017 at 23:16

      Hallo Heide , ja sicher das macht auch viel aus ( Krafttraining , joggen, walken ) . Mein Fuß war vor dem Unfall schon schlecht drauf durch eine Entzündung vom Fersensporn ! Ich finde es gut das Du noch so fit bist. Ich finde früher sind weniger Leute am Rollator gelaufen , weiß nicht womit das zusammen hängt das das jetzt bei vielen Leuten so ist – Rollator Generation- . Aber hm eine gewisse Steife merke ich auch schon ……

  129. Heide

    Sep 25, 2017 at 23:30

    Hallo Gisela,
    Kann dir nur raten mit Krafttraining und moderatem Ausdauertraining anzufangen. Dafür ist es nie zu spät. Und keine Zeit dafür ist keine Ausrede. Als ich angefangen habe, war ich voll berufstätig und hatte zwei schulpflichtige Kinder.
    Also, mach mal.

  130. Gisela

    Sep 27, 2017 at 11:10

    Hallo Heide !
    Das liegt nicht an Zeitmangel ! Sport ist was wo man richtig Interesse und Lust & Spaß dran haben muß sonst macht man es sehr halbherzig und nur kurze Zeit und bringt wenig ! Sport ist nicht nur gesund sondern auch Art Hobby und das liegt nicht jedem. Aber ohne Zweifel man altert mit Sport langsamer und besser.

  131. Margarete

    Okt 9, 2017 at 23:04

    Hallo ihr Lieben!
    Auch ich schließe mich, nach langer Studie der Erfahrungsberichte, dem Austausch an. Ich habe es geschafft auf nasser Straße mit dem Fahrrad wegzurutschen und mit eine wundervolle Weber B Fraktur zuzuziehen. Am Unfallort war ich auch relativ lange noch der Meinung, dass es gestaucht sei und ich sicher in 30 Minuten weiterfahren kann.. Das war wohl nichts. Der Fuß wurde im Krankehaus wieder eingerenkt und die OP folgte einige Tage später. Nun habe ich eine Platte, 4 Schrauben und eine Stellschraube. Dank der Lektüre unter anderem hier ist mir jetzt immerhin klar, dass ich mit meinen 5 Schrauben noch recht gut da stehe.
    Naja, die OP ist nun genau zwei Wochen her und ich bin komplett schmerzfrei. Nachdem ich in einem Moment der geistigen Abwesenheit einmal auf meinen Fuß getreten bin kann ich immerhin schonmal sagen: Soo schnell bricht die Stellschraube wirklich nicht (oder ich hatte nur Glück?).
    Ich belaste im übrigen mit 10KG beim laufen und kann mein Fuß komplett strecken und anziehen. Ich nehme nebenbei noch Symphytum ein, das soll angeblich die Knochenheilung fördern und man sollte ja nichts unversucht lassen.
    Mein größtes Problem ist allerding meine Arbeit, denn ich kellner und habe starke bedenken, dass ich bis mitte Dezember nicht wieder fit werde und 9 Stunden am Stück stehen kann.. Ich drück mir dafür mal spontan selber die Daumen, kann ja auch nicht schaden.

    Liebe Grüße aus Sofanien

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